Bye-bye, Amerika. Immer mehr Amerikaner informieren sich, wie sie auswandern können. © Kay Nietfeld/dpa

Der Super Tuesday in den USA ist vorbei und die amerikanischen Bürger bereiten sich auf die möglichen Konsequenzen vor. Nach den Erfolgen der US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton haben ungewöhnlich viele Amerikaner die Suchmaschine Google nach Auswanderungsmöglichkeiten befragt.

Vor allem das benachbarte Kanada stand hoch im Kurs. Die Anzahl der Anfragen stieg bis Mitternacht um 1.150 Prozent im Vergleich zum Normalniveau, wie Mashable berichtet. Über die Website Google Trends sind die amerikanischen Suchanfragen der letzten Tage abrufbar:

Die meisten Anfragen kamen dabei aus dem Bundesstaat Massachusetts, wo Trump sich beinahe die Hälfte der Stimmen unter den Republikanern sichern konnte.

Kanadische Insel wirbt um Trump-Flüchtlinge

Auch Google selbst weist über Twitter auf die gestiegenen Anfragen hin. Zuletzt hatte der ehemalige US-Präsident George W. Bush die Auswanderungswünsche der Amerikaner befeuert, als er 2004 wiedergewählt wurde.

Die Website der kanadischen Regierung wies etwa zur gleichen Zeit auf technische Probleme hin. Ob das mit dem exorbitanten Anstieg der Suchanfragen zusammenhängt, ist laut Mashable nicht klar. Dafür spricht aber, dass die Fehlermeldung zumindest den ganzen Februar über nicht zu sehen war.

US-Vorwahlen - Trump setzt sich von Konkurrenz ab Der umstrittene Milliardär Donald Trump konnte bei den Vorwahlen der Republikaner im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur wichtige Siege feiern.

Für ein Angebot der kanadischen Kap-Breton-Insel, die unter Bevölkerungsschwund leidet und auch deshalb um Trump-Flüchtlinge wirbt, interessierten sich aber schon vor dem Super Tuesday deutlich mehr als 100.000 Amerikaner.