Das soziale Netzwerk Facebook klärt mit einer Anzeigenkampagne über Fake-News auf. "Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen" erschienen heute in mehreren deutschen Zeitungen und wurden dem User in seiner Timeline angezeigt. Darüber hinaus kündigte Facebook-Managerin Shabnam Shaik in einem Blogeintrag an, der Konzern wolle stärker gegen Falschmeldungen vorgehen und dabei auch verdächtige Nutzerkonten schließen. "Wenn Menschen auf Facebook wie im realen Leben auftreten, handeln sie verantwortungsbewusst." Bei Fake-Accounts sei dies nicht der Fall, diese stünden in Verbindung mit Spam-Nachrichten.

Verdächtige Konten würden nun gesperrt und ihre Betreiber aufgefordert, ihre Identität zu bestätigen. Betrüger tun dies laut Facebook für gewöhnlich nicht. In Frankreich sei das soziale Netzwerk so bereits bei 30.000 womöglichen Fake-Konten vorgegangen.

Facebook arbeite daran, Spam, Falschinformationen und andere irreführende Inhalte zu reduzieren, die häufig über Fake-Accounts verbreitet würden, schrieb Shaik. Das Unternehmen sei dabei schon falschen Accounts durch Mustererkennung für Aktivitäten auf die Spur gekommen – "ohne den Inhalt selbst zu überprüfen".

Falschmeldungen auf Facebook kursierten vor allem während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr.