Facebook will seine Verfahren für die Verhinderung von Gewaltvideos verbessern. Es sollte für Nutzer einfacher werden, gefährliche Beiträge zu melden, teilte das weltgrößte soziale Netzwerk mit.  Auch die anschließende Prüfung müsse schneller ablaufen.

Hintergrund ist ein Video von einem Mord in Cleveland, das am Sonntag auf Facebook zwei Stunden lang zu sehen war. Der Polizei zufolge stellte der mutmaßliche Täter das Video selbst ins Netz. In der Aufnahme ist zu sehen ist, wie er einen älteren Mann erschießt. Der Täter ist weiter auf der Flucht.

Der Vorfall ließ Zweifel aufkommen, wie Facebook mit den Massen an hochgeladenen Daten aus aller Welt umgeht. Erstmals veröffentlichte Facebook eine detaillierte Auflistung der Ereignisse am Sonntag. Demzufolge postete der mutmaßliche Täter drei Videos. Im ersten kündigte er an, einen Mord begehen zu wollen. Laut Facebook wurde dies von niemandem gemeldet. Zwei Minuten später lud der Mann ein Video hoch, auf dem der Mord zu sehen ist. Gemeldet wurde dies von Facebook-Nutzern aber erst knapp zwei Stunden später.

Der dritte Film mit dem Bekenntnis zur Tat wurde elf Minuten nach dem Mordvideo live übertragen. Dies sei kurz darauf gemeldet worden. "Wir haben das Benutzerkonto 23 Minuten nach dem ersten Bericht über das Mordvideo und zwei Stunden nach der ersten Meldung überhaupt gelöscht", teilte Facebook mit. "Wir wissen, dass wir da besser werden müssen."