Der US-Softwareanbieter Adobe wird sich von seinem Flash-Player verabschieden. Ab Ende 2020 werde das Programm nicht mehr weiterentwickelt und verbreitet, teilte Adobe in einem Blogeintrag mit. Grund ist, dass Flash zunehmend durch offene Formate wie HTML5 ersetzt werde. 

Flash war über Jahrzehnte das wichtigste Programm, um Videos und animierte Grafiken im Netz darzustellen. Auch für Browserspiele und für die Anzeige von Werbung wurde der Player oft benötigt. Allerdings gab es immer wieder Sicherheitslücken beim Flash-Player und große Konzerne wie Apple, Facebook oder Google setzten zunehmend auf Alternativen.

Apple weigerte sich unter Verweis darauf stets, Flash auf seinen iPhones und iPad-Tablets laufen zu lassen – auch als die Software noch breit in der PC-Welt eingesetzt wurde. Adobe gab schließlich bei Flash für Mobilgeräte auf. Mit der Ausbreitung anderer Formate auf Smartphones verlor Flash insgesamt an Bedeutung.

Mit der langen Vorlaufzeit will Adobe Websites, die noch Flash einsetzen, genug Freiraum bieten, um auf andere Lösungen umzusteigen. Die Ankündigung wurde gemeinsam mit Apple, Google, Facebook, Microsoft und dem Firefox-Entwickler Mozilla gemacht. So will Microsoft in seinen Browsern Edge und Internet Explorer in zwei Jahren Flash standardmäßig deaktivieren und ab 2020 aus allen unterstützten Versionen entfernen. In Apples Browser Safari muss ein Nutzer jetzt schon jedes Mal zustimmen, wenn eine Website Flash einsetzen will.