Palm Pre: Ums Internet herum gebaut
Das Pre ist ein praktisches Internetlese- und schreibgerät, findet Tester Felix Schwenzel. Für jene zumindest, die kurze Akkudauer und Datentransfer an Palm nicht stören.
© Thomas Gannam/Getty Images for Palm

Palm Pre
Ich habe mein Palm Pre jetzt zwei Monate; ich möchte es nicht mehr hergeben. Das Pre ist eines der ersten Telefone, bei dem ich mich nicht ständig frage: "Muss das so kompliziert sein?" Das liegt einerseits daran, dass ich noch nie ein iPhone besessen habe, andererseits daran, dass das Pre tatsächlich einige sehr interessante Bedienkonzepte einführt.
Es gibt zwar noch vieles, was nicht optimal funktioniert oder sogar nervt, aber eben auch eine erstaunliche Menge an Dingen, die leicht zu bedienen und zu verstehen sind. Die frappierendste Idee ist, dass man einfach etwas auf der Tastatur in das Gerät tippen kann und es sofort beginnt, danach zu suchen. Tippt man einen Namen, werden alle Kontakte (mit Foto) gezeigt, ebenso installierte Programme, wenn sie so heißen.
Das Wort "Bahn" findet beispielsweise den Adressbucheintrag mit der Bahnauskunft, aber auch das Programm "Bahnfahren", das Fahrplaninformationen aus dem Internet zusammensucht. Entdeckt das Pre das eingegebene Wort nirgendwo in seinem Speicher, bietet er an, es bei Google, Google Maps, Wikipedia oder Twitter zu suchen.
Warum nicht gleich auch Kalendereinträge, Notizen oder E-Mails durchsucht werden, bleibt ein Rätsel der Entwickler. Generell aber ist die Suchanfrage bei Google noch nie einfacher gewesen und es ist erstaunlich, dass noch niemand auf diese Idee kam. Selbst mit einem Laptop ist es aufwändiger: Browser starten, Cursor ins Suchfenster bugsieren, Suchanfrage tippen und abschicken. Beim Pre ist Tippen gleich Suchen.
Schreibe ich "Eisbahn" und klicke auf das "Google-Maps"-Icon, zeigt sich eine Fähigkeit des Geräts, es wirft nur die Eislaufbahnen in meiner Umgebung aus. Wenn man die Option zur automatischen Ortung aktiviert hat, kennt das Pre immer relativ genau den eigenen Standort. Da er diese Daten nicht nur per GPS gewinnt, sondern auch aus der Triangulierung von Sendemasten, funktioniert das auch in geschlossenen Räumen oder in der U-Bahn. In Kombination mit den Geodaten von Google Maps hat man eine ausgewachsene und zuverlässige Umgebungssuche in der Tasche — solange man mit dem Internet verbunden ist.
Die enge Internetbindung ist die eigentliche Stärke des Pre, aber zugleich ein Fluch. So sendet das Gerät ständig Standortdaten an Palm, was laut Palm aber nur der Relevanzverbesserung der standortabhängigen Suche dient.
Auch alle anderen relevanten Daten und Einstellungen werden auf Servern von Palm gesichert; bis zum letzten Softwareupdate auch die persönlichen Passwörter aller Pre-Benutzer. Mittlerweile sind die Passwörter vom Backup ausgenommen.
Gedacht ist dieser Dienst laut Palm zur Wiederherstellung des alten Zustands, wenn man das Telefon zurücksetzt oder verliert. Allerdings funktionierte das in den letzten Monaten nicht zuverlässig, sodass Nutzer, die sich auf die Back-ups verließen, über teils massive Datenverluste klagten. Ich habe die Back-up-Funktion Ende November getestet und mein Pre in den Ursprungszustand zurückversetzt. Nach dem Zurückspielen fehlten mir einige meiner Einstellungen und alle meine Klingeltonzuweisungen, Notizen, To-dos und Weckzeiten. Hoffentlich schützt Palm die Daten wenigstens besser vor unberechtigten Zugriffen als vor Verlust.
Wer sich vor der "Wolke" fürchtet, kann natürlich sowohl das Back-up auf den Palm-Server als auch die automatische Standortbestimmung deaktivieren, genauso wie man die "Datennutzung", also den Internetzugriff pauschal sperren kann. Nur ist das Gerät ohne Zugriff auf das Internet nicht mehr sonderlich "Smart", sondern nur noch "Phone". Beinahe alle "Intelligenz" dieser Maschine kommt aus dem Netz, seien es Wetterinformationen, Bahnfahrpläne, Währungsrechner oder Geldautomaten-Finder. Fast jedes Programm hängt am Netz oder hat zumindest einen Bezug dazu: Der Fotoapparat kann Bilder per E-Mail oder MMS verschicken oder zu Facebook oder Photobucket hochladen, der Kalender und das Adressbuch synchronisieren ihre Daten über das Netz, die Uhr stellt sich nach der "Netzuhrzeit" ein und das SMS-Programm stellt SMS-Nachrichten genauso dar wie Chats über Google-Talk oder Aim.







Ich kann Ihnen in allen Punkten zustimmen. Und wie die Überschrift es schon sagt: Meinen Pre gebe ich auch nicht mehr ab. Auf meinem Blog habe ich dazu auch schon eine "Liebeserklärung" geschrieben (http://zweigung.de/palm-p...).
Was das Multitasking und das Lahmen betrifft, verspricht Palm ja, ebenso wie beim Akku-Verbrauch, mit einem der nächsten Updates nachzubessern. Die Akku-Leistung soll mit dem im Januar erscheinenden Update auf webOs Version 1.3.5 verbessert werden, die Hardware soll dann in einem folgenden Update endlich vollständig angesprochen werden, was sicher noch ein mal zu einem Leistungsschub führt und das Ruckeln hoffentlich beendet. Der bisher ungenutze Grafikprozessor des Palm dürfte aber auch für die Entwicklung von grafisch aufwendigeren Apps, etwa Spielen, neuen Schwung geben.
Ich denke mit dem Palm kann man jetzt schon viel Spaß und Nutzen haben und: er wird noch besser.
Ich hatte mein altes HTC-Handy über die eigentliche Nutzungsdauer behalten, weil ich auf das Palm Pre wartete. Indessen, die fehlende Möglichkeit, direkt mit dem PC zu syncen, steht der Beschaffung entgegen. Ich kann und darf meine Termine Kontakte usw. nicht über das Internet abgleichen. Ich halte die Entscheidung, keine Sync-Möglichkeit vorzusehen, für eine katastrophale Fehlentscheidung. Und wer sich die Foren ansieht, wird feststellen, dass ich nicht der einzige bin. Es dürfte unter anderem dies der Umstand sein, dass die Verkaufszahlen des Pre weit hinter den Planungen zurückliegen. Wenn Palm etwas retten will, sorgt es umgehend für Sync-Möglichkeiten direkt mit dem PC - und zwar sowohl für Windows wie auch für Linux und Mac.
es gibt eine software von einem drittanbieter die lokales syncen erlaubt: http://www.markspace.com/...
das soll sowohl mit windows, als auch os x gehen und funktioniert angeblich über usb udn wlan. gestestet habe ich das nicht, allerdings hatte ich vor einer weile mal das missing sync für windows mobile und mac in benutzung. das funktionierte damals durchaus einigermassen.
es gibt eine software von einem drittanbieter die lokales syncen erlaubt: http://www.markspace.com/...
das soll sowohl mit windows, als auch os x gehen und funktioniert angeblich über usb udn wlan. gestestet habe ich das nicht, allerdings hatte ich vor einer weile mal das missing sync für windows mobile und mac in benutzung. das funktionierte damals durchaus einigermassen.
es gibt eine software von einem drittanbieter die lokales syncen erlaubt: http://www.markspace.com/...
das soll sowohl mit windows, als auch os x gehen und funktioniert angeblich über usb udn wlan. gestestet habe ich das nicht, allerdings hatte ich vor einer weile mal das missing sync für windows mobile und mac in benutzung. das funktionierte damals durchaus einigermassen.
Hallo, schöner bericht, aber in der zwischenzeit gab es schon zwei oder drei updates für den Palm Pre, aktuellst nun 1.4 und viele der beschriebenen Software Seitigen Probleme haben sich wirklich verbessert und sind zum teil auch total weg, wie wäre es mit einem update oder einem zweiten teil des berichtes? Ich finde das gerät hat es verdient.
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