Auf den biegsamen Skiff-Reader passt eine Zeitungsseite. © skiff

Sehen, hören, sprechen – diese menschlichen Kernbedürfnisse hat die Elektronikindustrie bereits erfolgreich in praktische, mobile Kleingeräte verpackt. Musik-Player, Kameras und Mobiltelefone gehen massenhaft über die Ladentheke. Jetzt hat die Branche ein neues Thema in den Fokus genommen: das digitale Lesen. Schon zum Jahresstart, auf der großen Consumer Eletronics Show (CES 2010) in Las Vegas, blitzt dem Besucher eine ganze Armada neuer Displays entgegen. Geräte, die früher einmal als Telefon, Computer oder Monitor durchgingen. Und denen heute vor allem ein Zweck gemein ist: Sie buhlen um den digitalen Leser.

Das Bedürfnis ist längst ausgemacht. Und es hat viele Facetten: Ob es nun darum geht, die Zeitung auf das Handy zu holen, um sie auf der Busfahrt ins Büro online lesen zu können. Oder ob man sich die neuesten Schmöker vor dem Urlaub auf den eReader spielen will. Oder die Verträge auf das Smartphone vor dem Geschäftsflug. Dass es einen wachsenden Bedarf gibt nach komfortablen Lesemöglichkeiten für unterwegs, davon gehen derzeit die meisten Marktstrategen aus: Knapp sechs Prozent der amerikanischen Verbraucher besitzen bereits ein digitales Lesegerät. 2010 soll ihre Zahl auf 17 Prozent steigen. Mini-Notebooks konnten 2009 das stärkste Wachstum aller Hardware-Produkte verzeichnen. Und auch Smartphones wie das iPhone werden zum mobilen Lesen genutzt – wenn auch nicht auf längeren Strecken als der Busfahrt ins Büro.

Für ein größeres Lesevergnügen muss ein Display in mindestens doppelter, wenn nicht sogar dreifacher Größe her. Logische Konsequenz: 2010 wird das Jahr der Displays um die 10-Zoll.