Die neuen Tablets, Netbooks und eReader
Tablets
Als Hype des Jahres werden derzeit die sogenannten Tablet-PCs gehandelt. Nachdem Microsoft sein in Zusammenarbeit mit HP hergestelltes Gerät schon anlässlich der Eröffnungsrede der Elektronikmesse vorgestellt hat, erwarten Technikfreaks, dass das neue Super-Tablet vielleicht erst nach der CES kommen wird: Mehr als ein Gerücht ist inzwischen, dass Apple Ende des Monats ein eigenes iTablet vorstellen wird. Ausgeliefert wird es wohl frühestens im März. Es wäre nicht das erste Mal, dass es dem Konzern aus Cupertino gelingen könnte, ein digitales Bedürfnis in das entsprechende Design zu gießen.
Besonders günstig wird dieses digitale Zweitgerät aber wohl nicht werden – und der Preis ist ein nicht zu unterschätzendes Kauf-Argument für den mobilen Leser. Laut einer Umfrage von Forrester Research haben vor allem hohe Preise die Verbraucher bislang noch vom Kauf eines eReaders abgehalten. Demnach halten 65 Prozent der Befragten einen Preis von 98 Dollar oder weniger zwar immer noch für zu teuer, würden aber zu diesem Preis darüber nachdenken, doch zuzugreifen.
© freescale

Referenzmodelle für einen günstigen Tablet
Das Elektronikunternehmen Freescale hat jetzt immerhin eine Art Referenzdesign für einen massentauglichen Tablet angekündigt. Das könnte Geräte für etwa 140 Euro möglichen machen. Das derzeit von Insidern auf 1000 Dollar geschätzte Apple-Tablet muss daher wohl noch das ein oder andere Zweit- und Drittgerät (Videoplayer, mp3-Player, Netbook) gleich mit ablösen, um die Gunst der Käufer zu erobern.
Netbooks
Die Konkurrenz für die Tablets bilden allerdings die herkömmlichen Netbooks. Touchscreen und Energiesparverfahren lassen sich schließlich auch hier integrieren. Zahlreiche Angebote zu Preisen unter 400 Dollar sind bereits auf dem Markt. Gut vorbereitet startet die nächste Generation ins Jahr 2010: Mit kleinen Betriebssystemen, effizienten Chips und lang anhaltenden Akkus. Viele der neuen Netbooks werden auf Linux oder mit dem neuen Google Chrome OS laufen. Und Software soll für komfortable Lese-Gefühle sorgen, ohne dass dafür ein spezieller Hardware-eReader nötig wäre. Das verspricht etwa die jetzt auf der CES vorgestellte e-Reader Software von Blio.
eReader
© m-edge

Hersteller M-Edge zeigt auf der CES 2010 eine Hülle, mit der das elektronische Buch ins Wasser fallen darf
Doch für das digitale Bücherlesen eignet sich ein sogenanntes e-Ink-Display trotzdem deutlich besser. Schwarz-Weiß, energiesparend, ohne Hintergrundbeleuchtung, und daher fast so ermüdungsfrei zu lesen wie bedrucktes Papier. Für große Erwartungen hat die Präsentation des Skiff-Readers aus flexiblem Blattmetall gesorgt. Mit einer Din-A-4-Größe richtet sich der gemeinsam mit der Online-Plattform Sprint bereits vor der CES präsentierte Reader vor allem an Zeitungsleser. Aber auch eigene Dokumente lassen sich auf das künstliche Papier laden. Der Touchscreen kommt ohne Glas aus und ist daher so robust wie biegsam. Der Speicher beträgt 4 GB, der Skiff kann sich via 3G und WiFi mit dem Netz verbinden und der Akku hält eine ganze Woche lang. Der Marktstart ist noch für dieses Halbjahr geplant. Parallel zur Präsentation auf der CES bereits in den Handel kommt der fast ebenso schmale und ebenfalls mit einem Touchscreen ausgestatte Reader Que von Plastic Logic. Auch mit dem Que lässt sich mobil surfen. Romane und Sachbücher lädt man sich im eBook-Shop von Barnes & Noble.
Hybride
© entourageedge

Sowas wie eReader und ein Tablet in einem
Auf dem Schwarz-Weiß-Bildschirm der Reader lassen sich bequem Bücher lesen und der niedrige Stromverbrauch sorgt dafür, dass man nicht ständig um die letzte freie Steckdose im ICE kämpfen muss. Wer aber nicht auch noch sein Laptop mitschleppen will, um bunt im Netz zu surfen, Fotos und Videos anzugucken, für den wird es künftig leichter: Geräte wie der enTourage eDGe haben gleich zwei Bildschirme, einen zum Lesen, einen für Multimedia-Anwendungen. Und sie lassen sich zusammenklappen wie ein Buch.
- Datum 07.01.2010 - 12:59 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Fällt Das nur mir auf, oder haben auch andere Leser den Eindruck Ermüdungserscheinungen beim Lesen auf einem leuchtenden Bildschirm entstehen in erster Linie durch geringe Auflösung?
Wenn ich auf einem Uralt-TFT aus den 90 Jahren mit 1000x700 Pixel Auflösung lese, kriege ich nach einigen Stunden Kopfschmerzen. Auf den schönen neuen HD-Schirmen habe ich dieses Problem hingegen nicht.
HD oder nicht, das Lesen auf einem elektronischen Medium nimmt der Lektüre den Mehrwert. Geruch und Gefühl von Papier sind mir immer noch sehr wichtig.
HD oder nicht, das Lesen auf einem elektronischen Medium nimmt der Lektüre den Mehrwert. Geruch und Gefühl von Papier sind mir immer noch sehr wichtig.
Das ist ein geniales Prinzip, aber in der Praxis stehen den Vorteilen auch erhebliche Nachteile gegenüber: Extrem langsam (keine Videos, kein Scrollen), im Dunkeln sieht man nix, noch keine Farbe. Ich halte das insgesamt für Multifunktionsgeräte für unbrauchbar und reine Reader sind für das, was sie bieten, für den Massenmarkt einfach zu teuer. Mit *einem* Vorteil (gute Lesbarkeit) kriegt man die Leute nicht. Sowas muß ausgewogen und rundum überzeugend sein und nicht nur mit einem Vorteil glänzen.
Ein Tablet mit gutem TFT-Bildschirm, guter Oberfläche und Shopanbindung für Programme und Inhalte könnte ein Riesenhit werden. Apple weiß das sehr genau und alle anderen rennen durcheinander wie ein Haufen verschreckter Hühner...
Die allermeisten vorgestellten Tablets sind einfach nur tastaturlose Netbooks mit Windows 7 und mit sowas will man sich nicht im Bus, auf der Couch oder im Bett abplagen. Man kann Windows 7 auf einem kleinen Touchscreen ohne Maus und Tastatur irgendwie bedienen, aber das ist nicht mehr als ein Notbehelf. Und für alle Inhalte muß man sich dann immer noch mit tausend Anbietern, Webshops, Dateiformaten, Anzeigeprogrammen und Lizenzmodellen herumschlagen. Auch das ist für den Massenmarkt einfach untauglich. Als billiges Spielzeug für Technikbegeisterte mag das angehen, aber mehr auch nicht.
Außer Apple und Google sehe ich niemanden, der wirklich ein komplettes Angebot machen könnte. Die Hard- und Software ist zwar wichtig, aber halt noch lange nicht alles.
HD oder nicht, das Lesen auf einem elektronischen Medium nimmt der Lektüre den Mehrwert. Geruch und Gefühl von Papier sind mir immer noch sehr wichtig.
Es geht hier ja nicht nur (wenn überhaupt) um hochwertige Bücher für Liebhaber. Es geht vor allem um Zeitungen und Magazine, um Sach- und Fachbücher, Comics und Mangas... Dass die Mehrheit der Leser/Käufer hier dem Geruch von Papier einen höheren Stellenwert einräumt als dem Komfort von gewichtslosen und jederzeit kaufbaren Artikeln, wage ich ganz ernsthaft zu bezweifeln.
Und ich bin mir verdammt sicher, dass auch die ZEIT blitzschnell in so einem Shop zu haben sein wird, wenn jemand das anbietet, der den ganzen technischen Kram und die Zahlvorgänge handhabt. Und wenn ich dann unterwegs mal eben einen Artikel aus der ZEIT für 19 Cent oder so kaufen und sofort lesen kann... Die Verlage stöhnen ja darüber, dass sich online kein Geld verdienen läßt. Das geht sehr wohl, es muß nur komfortabel genug sein.
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