iPhone 4 Neues iPhone setzt aufs Visuelle

Das neue Apple-Telefon ist dünner als der Vorgänger, hat einen größeren Akku und die Kamera filmt in HD-Qualität. Doch Android-Geräte sind längst ernste Konkurrenten.

Das Grinsen des Gurus: Steve Jobs' Firma bringt demnächst das neue iPhone auf den Markt

Das Grinsen des Gurus: Steve Jobs' Firma bringt demnächst das neue iPhone auf den Markt

Nachdem in den vorigen Monaten schon eine Menge Informationen nach außen gedrungen waren und unter anderem der spektakuläre Zufallsfund eines Prototypen dafür gesorgt hatte, dass das Apple-Telefon hinter all der Berichterstattung über das iPad nicht ins Hintertreffen geriet, hat Steve Jobs nun auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC 2010 das neue iPhone offiziell vorgestellt . Das heißt zwar zunächst: Es gab wenig Überraschungen. Denn nicht zuletzt, weil amerikanische Technikblogs das gefundene Handy schon in seine Einzelteile zerlegt haben, waren die meisten Details schon seit Wochen bekannt. Dennoch ist die erste Begeisterung bei den Fans erwartungsgemäß riesengroß .

Zunächst zum Design: Die neuen, geraden Kanten des iPhones lassen es noch technoider, wie ein kleiner Computer aussehen. Obwohl das Gerät insgesamt noch einmal beträchtlich dünner ist als sein Vorgänger. Zugleich befindet sich in dem Edelstahlrand auch die Antenne, was zusammen mit dem UMTS-Beschleuniger und dem neuen Betriebssystem das Surfvergnügen noch einmal beschleunigen soll. (Schließlich surft man immer noch mit UMTS, das schnelle, mobile Netz der nächsten Generation wird dann womöglich die Aufgabe sein für das nächste Modell, das dann tatsächlich ein echtes 4-G-Handy sein könnte.)

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Steve Jobs verglich das Smartphone bei der Präsentation aber nicht nur aufgrund seines klassischen Designs mit einer alten Leica-Kamera. Tatsächlich haben die Entwickler vor allem auf alle Fragen rund um die "Bildbearbeitung" im weitesten Sinne ein erhöhtes Augenmerk gelegt.

Zum einen gibt es nun eine zusätzliche Front-Foto-Kamera, mit einem LED Blitz und einer um den Faktor vier verbesserten Auflösung, die Apple "Retina Display" nennt – weil sie womöglich eine bessere Auflösung erzeugt als das menschliche Auge (960 x 640 Pixel, 326ppi). Die Video-Kamera kommt nun mit 5 Megapixeln daher, einen 5-fach Zoom und meistert jetzt auch Aufnahmen in HD Video Qualität von 720p/30fps. Um die HD-Video-Funktion nutzen zu können, muss man für 4,99 Dollar eine neue App namens iMovie kaufen. Damit kann man dann aber auch Videos schneiden und kleine Bearbeitungen erledigen (zum Beispiel Bilder einfügen, überblenden, Titel und Musik einfügen) und das Ergebnis gleich ins Netz hochladen.

Und wie stemmt der Akku all die Leistungsverbesserung? Angeblich besser als der Vorgänger. Man hat sogar geschafft, eine noch größere Batterie in das schmalere Gerät hinein zu operieren. Apple verspricht 7 Stunden Telefonie, 6 Stunden Surfen, 10 Stunden Surfen über Wireless Lan (übrigens auch beschleunigt auf 802.11n), 10 Stunden Video gucken und 40 Stunden Musikhören. Wie das iPad verfügt das neue iPhone auf seinem 3,5 Inch Monitor über ein IPS Display mit einem Kontrast von 800 zu 1, auch das eine Verbesserung gegenüber dem 3GS um den Faktor 4. Auch der Taktgeber ist der gleiche A4 Prozessor wie der im iPad. Achtung Experten, hier kommen die Zahlen: Er besteht aus einer Cortex-A8-CPU, zwei 128 MB DDR SDRAM Riegeln und einem PowerVR SGX535 Grafik-Chip.

Leser-Kommentare
  1. Wenn bei Zeit Online Geräte anderer Hersteller wenigstens in der Summe genauso häufig genannt werden würden wie das iPhone, dann würde ich nicht ständig das Gefühl bekommen, dass die Zeit eigentlich eine Apple Werbeplattform mit politisch-journalistischem Bonusmaterial ist.

    • Gonxo
    • 08.06.2010 um 10:32 Uhr

    Ich sah mir den Werbefilm auf der Apple-Homepage an und musste nach wenigen Sekunden (ab)brechen. Die manipulative Kommunikation nimmt sektenartige Züge an.

    P.S.: Bitte keine Schleichwerbung in der ZEIT.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • kyoken
    • 08.06.2010 um 10:59 Uhr

    Ich hatte das gleiche ungute Gefuehl.

    • kyoken
    • 08.06.2010 um 10:59 Uhr

    Ich hatte das gleiche ungute Gefuehl.

    • kyoken
    • 08.06.2010 um 10:59 Uhr

    Ich hatte das gleiche ungute Gefuehl.

    Antwort auf "Vergesst Scientology!"
  2. ... werden wieder mal die eigenen Ressentiments vorgetragen.

    Ich fand den Artikel informativ geschrieben. Auch den Hinweis auf die Entwicklung der Konkurrenz war sehr interessant. Ich bevorzuge zwar das iPhone im Vergleich zum Evo, aber mal sehen was die nächste Generation dieser Geräte bringt.
    Auf alle Fälle hält das neue iPhone viele Features parat, die mir "mein" Telefon noch deutlich lieber machen würden. Mal abwarten wie lange das 4G auf sich warten lässt.

  3. Diese Apple-Dauerwerbesendung in allen großen Magazinen und Zeitschriften seit geraumer Zeit ist nur noch peinlich! Wochenlang durfte man sich an fast täglichen Statusberichten zum iPad erfreuen und nun wird sicherlich das gleiche mit dem iPhone 4 passieren. Ich habe nichts gegen Apple und wer sich ein Apple-Produkt kaufen will, darf das gerne tun, aber diese einseitige Berichterstattung lässt einiges an journalistischer Distanz vermissen.

  4. ein kleines Danke an die Zeit ... kein neuer Ipad Artikel in ein paar tagen, es ist schön zu sehen das da Besserung eintritt.

    Nur ERstazdrogen sind halt auch Drogen, also bitte übertreibt es jetzt dafür nicht mit den IPod ok ?

    Was ist denn aus dem WePAd geworden? hat es denn nun funktioniert? Gibt es Konkurtentz zu Appel?

    Wenn schon ein Artikel über die Pod's und Pad's die nun mal in aller Munde sind und so auch in der Zeitung erwähnt wrden sollten, dann noch bitte mal ein anere Hersteller, villeich sogar ein kompletter Artikel ohne das "iP-D" zu erwähnen oder gar "Apple".

  5. Evtl. könnte Zeit Online ja bei jedem derartigen Produktbericht einfach angeben, wieviel Geld vom derart profitierenden Unternehmen im letzten Jahr an Die Zeit/Holtzbrinck geflossen ist (für Werbung oder was auch immer, inkl. geldwerter Vorteile wie Einladungen an Journalisten etc.), bzw. um absolute Zahlen zu vermeiden, wieviel Prozent diese im Vergleich zu allen Zahlungen Dritter ausmachten. Außerdem wäre es nett zu erfahren, ob und wieviele "Ansichtsexemplare" die Journalisten ggf. zur eigenen (permanenten) Nutzung erhalten haben... Wenn kein Geld oder sonstige Leistungen von Apple an Holtzbrinck floss und wenn die Autoren/Redakteure kein iPhone geschenkt bekommen haben. Nun gut, dann ist es wohl ein unabhängiger Artikel und die Redaktion sieht darin einen echten Nachrichtenwert...

    • eras
    • 08.06.2010 um 12:01 Uhr

    "einer um den Faktor vier verbesserten Auflösung, die Apple "Retina Display" nennt – weil sie womöglich eine bessere Auflösung erzeugt als das menschliche Auge (960 x 640 Pixel, 326ppi)."

    HAHAHAHA! Und der Prozessor denkt "womöglich" schneller als das menschliche Gehirn? Habt Ihr das aus der Apple-Broschüre abgeschrieben?

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