Mobiles Internet Sommer, Sonne, Surfen
Smartphone, Internethandy oder iPad allein machen noch kein mobiles Netzvergnügen: Es muss auch ein guter Datentarif her, sonst wird das Surfen unterwegs schnell zu teuer.
© Patrick Lin/AFP/Getty Images

Das Eee Tablet von Asus könnte eine günstige Alternative zum iPad werden, es soll ab Herbst in den Handel kommen. Fürs Surfen bezahlen müsste man natürlich auch dafür
Das neueste Motorola-Handy trägt den Namen "Flipout". Nicht etwa, weil die angepeilte jugendliche Käuferschaft bei seinem Anblick vor Verzückung ausflippen könnte, sondern weil sich unter dem quadratischen Bildschirm eine Tastatur verbirgt, die man durch Drehen der unteren Handyhälfte herausschnippen kann, um dann mit der eingebauten Facebook-Applikation immer mit seinen Freunden in Kontakt bleiben zu können. Ohne Apps für soziale Netzwerke, ohne E-Mail, das gesamte mobile Internet kommt inzwischen kein Handy der gehobenen Klasse aus. Technische Hürden gibt es kaum noch, bei der Erstanmeldung wird nur nach dem Mobilfunkanbieter gefragt. Über eines aber sollte sich der Handy-Besitzer sehr wohl Gedanken machen: die nächste Rechnung. Denn ohne den richtigen Tarif wird das mobile Internet teuer.
"Die Auswahl an möglichen Tarifen und Zusatzoptionen kann recht verwirrend sein", sagt Mobilfunkexpertin Rafaela Möhl vom Verbraucherportal Teltarif.de. Die Preise sind in den letzten Monaten zwar erheblich gesunken. Zudem bieten inzwischen alle großen Netzbetreiber und die Discounter abgestufte Internetpakete für jeden Nutzungstyp an. "Dennoch muss man sich in das Thema reinfuchsen", sagt Möhl. "In einigen Fällen wird man feststellen, dass ein Anbieterwechsel fällig ist."
Richtig teuer kann es werden, wenn man mit seinem alten Mobilfunkvertrag ohne jede Internetoption durchs Web surft. Sechs oder sieben Euro pro Megabyte Daten sind typische Größenordnungen, selbst Minutenpreise von neun Cent addieren sich schnell zu hohen Summen, wenn man vergisst, die Leitung zu trennen. Viele Internet-Handys oder die größeren Smartphones bauen die Verbindung zum Internet ungefragt auf, um Mails abzuholen, nach Updates zu schauen oder auf andere Weise Daten zu synchronisieren. "Da kommen schnell Rechnungen von mehreren hundert Euro zusammen", sagte Möhl.
Die Wahl des geeigneten Angebots hängt von der Nutzung ab. Ein internetfähiges Handy mit kleinem Display verführt nicht unbedingt zu stundenlangen Surfsitzungen, auch der E-Mail-Einsatz ist beschränkt. Für Einsteiger und Gelegenheitssurfer, die ihren vorhandenen Mobilfunkvertrag behalten wollen, eignen sich vor allem Volumentarife als Option zum Zubuchen. Bei T-Mobile kostet zum Beispiel der Tarif "Data 30" mit einem Volumen von 30 Megabyte zehn Euro im Monat, jedes weitere Megabyte wird mit 1,90 berechnet. Unter Umständen können sich auch Tagesflatrates lohnen. O2 berechnet für die O2 Internet Dayflat zum Beispiel 3,50 Euro.
Besitzer von Smartphones und Notebooks, die regelmäßig unterwegs online sind, kommen an einer Flatrate genauso wenig vorbei wie die Käufer der UMTS-Variante von Apples neuem Tablet-Computer iPad WiFi + 3G. Die Besonderheit beim iPad liegt indes weniger bei den Tarifen als in der Technik. In das iPad passen nur die kleineren Micro-Sim-Karten, die es zu ausgewählten Tarifen gibt.
Die mobile Freiheit ist aber auch mit den Datenflatrates nicht unendlich. Mit vollem UMTS-Tempo kann nur bis zu einem bestimmten Datenvolumen gesurft werden, danach wird das Tempo mitunter auf GPRS-Niveau (64 Kilobit/Sekunde) gedrosselt – was den Spaß am mobilen Internet erheblich ausbremst.
- Datum 07.06.2010 - 10:59 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Ein Artikel über das Eee Tablet von Asus wäre ja auch hier völlig fehl am Platz …
Wer etwas darüber lesen will, weil er auf das Bild geachtet hat, findet hier etwas:
[en] http://www.engadget.com/2...
[de] http://www.netzwelt.de/ne...
Preis und besonders die Auflösung finde ich sehr interessant.
Das Gewicht ist wohl leider nicht so gut, im Netz wird es werbefreundlich mit „so schwer wie das iPad umschrieben“, also eher schwer – ca. 1.2 kg.
Telefonieren und surfen mit Handy und Laptop wird auch immer komplizierter und undurchsichtiger.
Transparenz ist da fehl am Platz, die Anbieter verdienen sici dämlich und der Kunde ist gezwungen alle Tarife schon zu studieren, bevor er überhaupt loslegen kann.
Benutzerfreundlich ist das auf keinen Fall und eine Kritik dazu im Artikel wäre sicher auch nicht verkehrt.
Wie haben gerade einmal 4 Netzbetreiber in Deutschland ( T-mobile, Vodafone, o2 und eplus ). Wie soll da ein anständiger Wettbewerb zustande kommen? Eplus ist nach der Versteigerung der LTE-Frequenzen auch noch weiter ins Hintertreffen geraten. Wir sprechen also von Faktisch nur 3 echten Anbietern von mobilen Internet-Leistungen, wenn wir einige Metropolregionen in Deutschland mal ausspannen. Heute sind die Kosten für einen Surf Stick mit Datentarif noch recht teuer siehe http://surfstick.net Man beachte die Datenbeschränkung aller Anbieter. Darf man derartiges überhaupt rechtlich als Surf Stick mit Flatrate verkaufen? Eine Datenflatrate mit Volumenlimit ist doch keine wirkliche Flatrate.
Ich nutze mobiles Internet seit zwei Jahren und habe folgende Strategie hinsichtlich Kostenreduzierung gewählt.
(1.) Auf meinem Handy habe ich einen Sprach- und Datentarif, letzterer mit Freivolumen, also keine Flatrate. Das reicht vollkommen zum gelegentlichen Abrufen von E-Mails. Wer mehr übers Handy machen will, benötigt eine teure Flatrate.
(2.) Wenn ich unterwegs bin - etwa zwei bis drei Tage im Monat - greife ich auf einen UMTS-Surfstick zurück. Ich habe diesbezüglich zwei SIM-Karten - eine Tagesflatrate und eine Wochenflatrate. Die Tagesflatrate (3,6 Mbit/s für 2,50 Euro am Tag) nutze ich bei Tageskonferenzen, die Wochenflatrate (7,2 Mbit/s für 6,99 pro 7 Tage) nutze ich bei Konferenzen. Weil beide SIM-Karten auf Prepaid laufen, kann ich die immer "neben hinlegen", wenn ich sie nicht benötige. Einen Preisvergleich fürs mobile Internet bzw. für Surfsticks findet man unter http://www.billiger-telef....
(3.) Das iPad ist auch bei mir angekommen, dafür habe ich bislang eine Micro-SIM-Karte. Ich werde mir aber auch hier - siehe Puntk (2.) - zwei Karten für unterschiedliche Bedürfnisse zulegen. Wer Tarife speziell fürs iPad sucht, sollte mal unter http://www.dsl-magazin.de... schauen.
Übrigens: Wie groß der Datentransfer über Mobilfunknetze via mobiles Internet ist, verdeutlicht dies: Ein über Mobilfunk abgerufenes YouTube-Video verursacht 500.000 Mal mehr Traffic als eine SMS!
Mit dieser Tabelle haben Sie alle wichtigen Tarife der Monatsflatrates von T-Mobile, O2, Vodafone und BASE im überblick. Alle Wichtigen Tarife in einer übersichtlichen Tabelle für den einfachen und schnellen vergleich.
http://ipadflatrate.org/i...
iPad Tagesflatrates
Bleiben Sie frei und flexibel, wählen Sie aus den beliebtesten Tagesflatrates den für Sie passenden Tarif. Mit dieser Tabelle haben Sie alle wichtigen Tarife der Tagesflatrates
von T-Mobile, blau.de, Fonic und Congstar im überblick.
http://ipadflatrate.org/i...
lg
peter
Guter Artikel, aber verwunderlich, dass in diesem Zusammenhang immer wieder vergessen wird, auf die tatsächliche UMTS / HSDPA Verfügbarkeit hinzuweisen. Da gibt es z.T. noch massive Unterschiede je nach Ort und Netz. Und was nutzt mir ein günstiger Eplus Tarif wenn an meiner Haupt-Surf-Adresse dann nur GPRS oder EDGE verfügbar ist?!
Also immer vorher testen auf den Seiten der Netzbetreiber oder für alle Netzte z.B. hier http://www.hsdpa-umts-ver...
Das sollte man wirklich nicht vergessen!
Grüße, Tim
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