GPS-Daten Apple weiß, wo Du bistSeite 2/2

The Consumerist nennt Apples neuen Umgang mit den Nutzerdaten " creepy ". Viele Blogger regen sich über die neuen Richtlinien auf, beschimpfen das neue OS als "iSpy" . Steve Jobs sagt dazu, dass es vor allem darum ginge, derartige Maßnahmen transparent zu kommunizieren.

Wer jetzt allerdings schon tief Luft holt, um Apple für seinen lausigen Umgang mit Nutzerdaten zu schelten, sollte sich vergegenwärtigen, dass andere Unternehmen wie etwa Google ebenfalls gerne Daten horten . Oft genug, ohne vergleichsweise öffentlich darüber zu sprechen. Und die wichtigste Konkurrenz zum iOS 4 heißt nun einmal Android – das Betriebssystem von Google.

So heißt es etwa in Googles mobilen Datenschutzbestimmungen: "Sollten Sie standortbezogene Produkte und Services wie Google Maps für Handys nutzen, übermitteln Sie uns möglicherweise Standortinformationen. Diese Informationen können wie im Falle von GPS-Daten auf Ihren tatsächlichen aktuellen Standort hinweisen. Sie können aber auch nur einen Teil einer Adresse übermitteln, um eine Karte der näheren Umgebung anzuzeigen." Das klingt eher nach Verschwurbelungs-Taktik als nach transparenter Kommunikation, sauber formuliert ist der Passus jedenfalls nicht.

Und Google prüft sogar, wie lange die Handy-Batterie noch hält: "Bei Verwendung von Google Latitude auf einem Handy erfassen wir neben den anderen Informationen auch Daten zum Akkustatus und verknüpfen diese mit Ihrem Google-Konto." Mit AdMob hat Google zudem ein Unternehmen aufgekauft , das sich ebenfalls gut mit lokaler Werbung auf dem Mobiltelefon auskennt, und dabei auch auf die GPS-Daten des Nutzers zurückgreift.

 
Leser-Kommentare
  1. ...Finger davon lassen. Man kann auch mit Mobiltelefonen ohne GPS telefonieren und so viel Prestigegewinn hat man jetzt auch nicht, wenn man mit nem iP... rumrennt. Mündige Verbraucher müssen nicht jeden Blödsinn mitmachen.

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    ...dass es immer noch Leute gibt, die Apple-Produkte kaufen bzw. deren Software (iTunes...) nutzen. Andererseits wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis die forschen Leute in Cuppertino sich vor diversen Wettbewerbs- und Datenschutzbehörden rechtfertigen müssen, ähnlich wie Google.

    ...dass es immer noch Leute gibt, die Apple-Produkte kaufen bzw. deren Software (iTunes...) nutzen. Andererseits wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis die forschen Leute in Cuppertino sich vor diversen Wettbewerbs- und Datenschutzbehörden rechtfertigen müssen, ähnlich wie Google.

  2. Nachdem Symbian etwas in die Tage gekommen ist und Android und Apple aus oben genannten Fakten nicht infrage kam, entschied ich mich für Bada. Läuft hervorragend und es gibt diese Datensammelei nicht. Einziger Nachteil sind die bis jetzt sehr geringen Apps-Bestände.

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    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:36 Uhr

    Bei Samsung gibt es diese Datensammelei NOCH nicht.
    Es ist doch nur eine Frage der Zeit und der Marktanteile!

    Vor zwei Jahren glaubte noch jeder, Google seien die Guten, irgendwann meinte man das auch mal von Apple. Nur Microsoft hat man noch nie guten Willen unterstellt ;-).

    Aber je mehr Menschen ein Produkt wie das iPhone nutzen, desto interessanter ist es für Marketingzwecke. Zuerst war das iPhone sehr gutes, weil einfach zu bedienendes, Smartphone mit guten Voraussetzungen für Entwickler, eigene Programme dafür zu entwickeln. Dadurch hat es sich sehr schnell verbreitet und nun einen Markanteil, der es für die Werbung interessant macht. Und dass Apple sehr großes Interesse daran hat, mit allen Mitteln Geld zu verdienen, weiß man spätestens seit Einführung des iTunes Stores. Aber daran ist ja nichts verwerfliches, schließlich handelt es sich um ein gewinnorientiertes Unternehmen und nicht um einen gemeinnützigen Verein. Dass Apple-Produkte im Vergleich zur Konkurrenz zumeist deutlich teuerer sind, halte ich übrigens angesichts der Qualität durchaus für gerechtfertigt. Und mit Qualität ist in diesem Zusammenhang nicht nur technische Qualität wie Verarbeitung gemeint, sondern z.B. auch Software-Ergonomie.

    ...

    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:41 Uhr

    ...
    Bei Google ist das nicht anders. Die Einzigartigkeit des Suchalgorithmus von Google bestand von Anfang an darin, dem Benutzer Ergebnisse zu liefern, die seiner Suchanfrage am meisten entsprechen und – vor allem – diese Ergebnisse von den Einflüssen speziell darauf abgerichteter PR-Maßnahmen frei zu halten. Inzwischen gibt es eigene Geschäftsbereiche bei Google, die sich mit nichts Anderem beschäftigen, als zielgruppengerechte Werbung zu platzieren. Und nun steht Google in der Kritik, weil man sich beim Häuserfotografieren nicht darauf beschränken konnte und zusätzlich noch Daten gesammelt hat, die sie gar nichts angehen.

    Warum sollte diese Entwicklung, ausreichende Verbreitung vorausgesetzt, ausgerechnet bei Samsung nicht zu beobachten sein? Der einzige Grund, der sie davon abhalten könnte, ist mangelnde Kreativität. An moralische Einschränkungen glaube ich nicht.

    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:36 Uhr

    Bei Samsung gibt es diese Datensammelei NOCH nicht.
    Es ist doch nur eine Frage der Zeit und der Marktanteile!

    Vor zwei Jahren glaubte noch jeder, Google seien die Guten, irgendwann meinte man das auch mal von Apple. Nur Microsoft hat man noch nie guten Willen unterstellt ;-).

    Aber je mehr Menschen ein Produkt wie das iPhone nutzen, desto interessanter ist es für Marketingzwecke. Zuerst war das iPhone sehr gutes, weil einfach zu bedienendes, Smartphone mit guten Voraussetzungen für Entwickler, eigene Programme dafür zu entwickeln. Dadurch hat es sich sehr schnell verbreitet und nun einen Markanteil, der es für die Werbung interessant macht. Und dass Apple sehr großes Interesse daran hat, mit allen Mitteln Geld zu verdienen, weiß man spätestens seit Einführung des iTunes Stores. Aber daran ist ja nichts verwerfliches, schließlich handelt es sich um ein gewinnorientiertes Unternehmen und nicht um einen gemeinnützigen Verein. Dass Apple-Produkte im Vergleich zur Konkurrenz zumeist deutlich teuerer sind, halte ich übrigens angesichts der Qualität durchaus für gerechtfertigt. Und mit Qualität ist in diesem Zusammenhang nicht nur technische Qualität wie Verarbeitung gemeint, sondern z.B. auch Software-Ergonomie.

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    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:41 Uhr

    ...
    Bei Google ist das nicht anders. Die Einzigartigkeit des Suchalgorithmus von Google bestand von Anfang an darin, dem Benutzer Ergebnisse zu liefern, die seiner Suchanfrage am meisten entsprechen und – vor allem – diese Ergebnisse von den Einflüssen speziell darauf abgerichteter PR-Maßnahmen frei zu halten. Inzwischen gibt es eigene Geschäftsbereiche bei Google, die sich mit nichts Anderem beschäftigen, als zielgruppengerechte Werbung zu platzieren. Und nun steht Google in der Kritik, weil man sich beim Häuserfotografieren nicht darauf beschränken konnte und zusätzlich noch Daten gesammelt hat, die sie gar nichts angehen.

    Warum sollte diese Entwicklung, ausreichende Verbreitung vorausgesetzt, ausgerechnet bei Samsung nicht zu beobachten sein? Der einzige Grund, der sie davon abhalten könnte, ist mangelnde Kreativität. An moralische Einschränkungen glaube ich nicht.

    • Klaue
    • 22.06.2010 um 19:11 Uhr

    Nicht zu vergessen ist auch, dass es sich hierbei um US-Firmen handelt (Apple, Google), dass bedeutet der amerikanische Geheimdienst hat auf alle Daten zugriff.

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    Haha... yeah. Ist Ihnen eigentlich bewusst, daß Microsoft in jeder ausgelieferten Software ein Hintertürchen für den CIA, NSA usw. usf. offen hält? Und daß es darüber bereits schon parlamentarische Anfragen im Bundestag und auf europäischer Ebene gegeben hat — ohne Erfolg? Man muss nun wahrlich kein Apple-Freund sein, um festzustellen, daß Bill Gates und auch alle anderen — wenn es um die national security geht — zu willfährigen Handlangern werden.

    oder glauben sie ernsthaft, wenn es soetwas wie ein "Hintertürchen" in Microsoft-Betriebssystemen geben würde, dass dieses noch nicht ein einziger Hacker/Programmierer auf der Welt gefunden hätte?
    Das apple und google Daten speichern steht fest. Das die dann an CIA und bla weitergeleitet werden ist paranoider Schwachsinn.

    Haha... yeah. Ist Ihnen eigentlich bewusst, daß Microsoft in jeder ausgelieferten Software ein Hintertürchen für den CIA, NSA usw. usf. offen hält? Und daß es darüber bereits schon parlamentarische Anfragen im Bundestag und auf europäischer Ebene gegeben hat — ohne Erfolg? Man muss nun wahrlich kein Apple-Freund sein, um festzustellen, daß Bill Gates und auch alle anderen — wenn es um die national security geht — zu willfährigen Handlangern werden.

    oder glauben sie ernsthaft, wenn es soetwas wie ein "Hintertürchen" in Microsoft-Betriebssystemen geben würde, dass dieses noch nicht ein einziger Hacker/Programmierer auf der Welt gefunden hätte?
    Das apple und google Daten speichern steht fest. Das die dann an CIA und bla weitergeleitet werden ist paranoider Schwachsinn.

  3. ...dass es immer noch Leute gibt, die Apple-Produkte kaufen bzw. deren Software (iTunes...) nutzen. Andererseits wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis die forschen Leute in Cuppertino sich vor diversen Wettbewerbs- und Datenschutzbehörden rechtfertigen müssen, ähnlich wie Google.

    Antwort auf "Einfache Lösung..."
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    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:55 Uhr

    dass es immer noch Leute gibt, die kein Apple-Produkt ihr Eigen nennen (und trotzdem darüber eine Meinung haben). Das ist so ähnlich, wie wenn ein katholischer Pfarrer über Sex predigt ;-)

    Steht es nicht jedem frei, zu kaufen/nutzen, was er mag und vielleicht am sinnvollsten findet? Ich finde es zum Beispiel sehr interessant, wie viel Geld die meisten Menschen in Autos investieren und äußerst störend, was das für Auswirkungen auf die Preisentwicklung in diesem Markt hat, speziell dann, wenn ich eines kaufen will. Aber ich rufe deshalb nicht zum Konsumverzicht auf, in der Hoffnung, dass der daraus resultierende Nachfrageeinbruch die Preise sinken lässt.

    Aber dessen ungeachtet wäre es schön, es gäbe etwas mehr Verständnis für Datenschutz auf dieser Welt, vor allem in den Vereinigten Staaten. Solange das nicht gegeben ist, wird Konsumverzicht auch nicht helfen.

    • wanst
    • 23.06.2010 um 11:55 Uhr

    dass es immer noch Leute gibt, die kein Apple-Produkt ihr Eigen nennen (und trotzdem darüber eine Meinung haben). Das ist so ähnlich, wie wenn ein katholischer Pfarrer über Sex predigt ;-)

    Steht es nicht jedem frei, zu kaufen/nutzen, was er mag und vielleicht am sinnvollsten findet? Ich finde es zum Beispiel sehr interessant, wie viel Geld die meisten Menschen in Autos investieren und äußerst störend, was das für Auswirkungen auf die Preisentwicklung in diesem Markt hat, speziell dann, wenn ich eines kaufen will. Aber ich rufe deshalb nicht zum Konsumverzicht auf, in der Hoffnung, dass der daraus resultierende Nachfrageeinbruch die Preise sinken lässt.

    Aber dessen ungeachtet wäre es schön, es gäbe etwas mehr Verständnis für Datenschutz auf dieser Welt, vor allem in den Vereinigten Staaten. Solange das nicht gegeben ist, wird Konsumverzicht auch nicht helfen.

  4. so bin ich alles andere als ein Freund der Vorgehensweisen dieses Unternehmens; ihre Kritik am oben aufgeführten Beispiel ist allerdings nicht gerechtfertigt. Bei Android handelt es sich, im Gegensatz zu iOS, um ein Betriebssystem dessen Quellcode jeder einsehen kann; das Anlegen eines Google-Kontos zur Nutzung von Android ist ebenfalls schon lange nicht mehr notwendig.
    Und wenn Google darauf hinweist, dass bei der Inanspruchnahme von Diensten, die sich auf meinen aktuellen Standort beziehen, eben jener übermittelt wird, dann liegt das doch in der Natur der Sache.
    Kurz gesagt:"Keine Standortdaten, kein Dienst". Im Gegensatz zu dem was Apple hier Veranstaltet, hat man dabei aber immer noch eine Wahl; ohne gleich auf den Nutzen einer Plattform zu verzichten, die man ansonsten vielleicht ganz gut findet.

  5. ist bei Apple-Geräten die Nutzung des GPS durch Software nur über eine API des OS möglich und die fragt bei JEDER Verwendung der Standortdaten vorher mit einem Dialog beim Benutzer nach, der das einfach ablehnen kann. In der neuen Version (4.0) kann man in den Einstellungen auch pro App diesen die Standortbestimmung einzeln erlauben oder verbieten.

    Ich finde diese Datensammelwut auch unheimlich. Aber man sollte nicht vergessen, dass das bei Google im Gegensatz zu Apple (die wollen vor allem Hardware und Inhalte verkaufen) unmittelbar Geschäftsmodell ist, genau deshalb kosten ja die Google-Dienste und -Programme nix. Wer Google-Navigation und Google-Voice verwendet, der schickt gleich auch noch seine Fahrtziele und sein Stimmprofil an Google (die Spracherkennung läuft nicht auf dem Handy, sondern auf Googles Servern). Schlimmer noch als die Datensammelwut vieler Unternehmen ist die Konzentration von Daten aus etlichen Anwendungen und Diensten bei Google. Mail, Kalender, Werbung samt Tracking, Suchbegriffe, Chats, Dokumente, Videos, Fotos, GPS, Navigation, Spracherkennung...

  6. a) es wird *immer* gefragt, wenn lokalisiert wird *und* auf dem Display angezeigt
    b) für iAds gibt es eine Opt-Out Seite
    c) kein App *muss* iAds verwenden
    d) das App kann auch PinchMedia als Vermarkter wählen, die machen das Gleiche - nur da wird der Nutzer nicht informiert vor der Installation

    • chodo
    • 22.06.2010 um 20:39 Uhr

    Man hätte vielleicht noch erwähnen können, dass sich diese Funktion bei Android deaktivieren lässt. (Einstellungen --> Standort und Sicherheit).

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