Paid Content Mobile Hoffnungsträger mit Einschränkungen
2009 war für die deutschen Zeitungsverleger das bisher schwierigste Jahr. Bei der Suche nach neuen Erlösquellen kann das iPad allein nicht die Lösung sein.
© Patrick Lin/AFP/Getty Images

Models präsentieren die neuen mobilen Geräte des taiwanesischen Herstellers Asutek, darunter den iPad-Konkurrenten EEE Tablet und einen eBook-Reader, die im Herbst in den Handel kommen sollen
Lange galt das Geschäftsmodell der Zeitungsverlage als wie in Stein gemeißelt: Ein Drittel ihrer Umsätze erwirtschafteten sie aus dem Vertrieb, zwei Drittel aus Anzeigen – doch dieses Verhältnis ist jetzt gekippt, 2009 hat der Vertriebsumsatz erstmals den Anzeigenumsatz überholt. 53 Prozent der Umsätze sind aus dem Zeitungsvertrieb in die Kasse der Verlage geflossen, nur 47 Prozent stammten aus dem Anzeigengeschäft. Das gab der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Mittwoch bei seiner Jahrespressekonferenz in Berlin bekannt.
Grund für die Verschiebung ist der schrumpfende Werbemarkt. Um knapp 16 Prozent sanken die Anzeigen- und Beilagenumsätze auf 3,9 Milliarden Euro, die Vertriebsumsätze stiegen dagegen um 2,3 Prozent auf 4,47 Milliarden Euro – allerdings nicht, weil mehr Zeitungen verkauft wurden, im Gegenteil: Die Gesamtauflage der Zeitungen ging im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um knapp drei Prozent auf 24,7 Millionen verkaufte Exemplare zurück.
Die Vertriebsumsätze stiegen dennoch, weil viele Verlage die Preise erhöhten. Unterm Strich bleibt trotzdem ein Minus. Um sieben Prozent ging der Gesamtumsatz auf 8,46 Milliarden Euro zurück. "Damit ist 2009 das schwierigste Jahr in der Zeitungsgeschichte gewesen", sagte Dietmar Wolff, BDZV-Hauptgeschäftsführer.
Zwar sei die Entwicklung im deutschen Zeitungsmarkt im ersten Halbjahr 2010 "nicht mehr so dramatisch wie zuvor, doch von einer Erholung kann noch keine Rede sein", sagte Jörg Laskowski, Geschäftsführer für Verlagswirtschaft beim BDZV. Doch bis einschließlich Mai sei die Menge der Zeitungsanzeigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 8,3 Prozent zurückgegangen. Ob dieses Minus bis Ende des Jahres durch die leicht anziehende konjunkturelle Entwicklung ausgeglichen werden könne, sei noch nicht abzusehen.
Angesichts des schrumpfenden Werbemarktes sind die Verlage weiter herausgefordert, nach neuen Erlösquellen zu suchen. Denn auch im Internet sei es ihnen bisher nicht gelungen, ihre Aktivitäten durch Werbung ausreichend zu refinanzieren, sagte Wolff. Deshalb sei es von "existenzieller Bedeutung", im Internet auf Bezahlinhalte zu setzen. Jüngste Studien und auch Verlagserfahrungen im Markt zeigten, dass Nutzer für attraktive und exklusive Inhalte bezahlen würden. Eine große Chance würden Tablet-PCs wie das iPad bieten. Mit ihnen könne das klassische Geschäftsmodell der Zeitungen, Vertriebserlöse plus Werbeerlöse, in die digitale Welt übertragen werden.
Allerdings machte Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation und Multimedia des BDZV, deutlich, dass die Verlage bei den neuen Plattformen mehr sein wollen als reine Inhalteanbieter . Zumal die Plattform von iPad-Anbieter Apple nicht das alleinige Zukunftsmodell sein könne, da sich die Verlage hier in ein geschlossenes System begeben würden.
Apple behält sich vor, alle über seinen Online- Store vertriebenen Inhalte zuvor zu überprüfen. "Die Verlage sollen die Hoheit über ihre Inhalte und das Anzeigengeschäft ebenso behalten wie die Beziehung zu ihren Kunden", sagte Fuhrmann. Wichtig sei deshalb, dass dem iPad bald weitere Tablet-PCs folgen.
- Datum 14.07.2010 - 10:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich warte, bis jetzt vergeblich, auf die Zeit-app... Die Verlage sollten einfach machen, anstatt sich Gedanken über möglichen Nachfolger, die es vielleicht gar nicht geben wird. Und bitte nicht schon wieder - Zensur usw. - das ist einfach Quatsch ! Es gibt durchaus Mittel und Wege um den Content den Benutzern bereitzustellen. Abgesehen davon sehe ich z.B. hier bei der Zeit wenig nacktes Fleisch ... wo ist das das Problem ? Also... nicht so viel Angst ! Nur ran ! Die Leser werden es Euch danken ! und die iPad benutzer erst recht...
Dann ist es mir auch wurscht auf welchem Medium es verbreitet wird.
Papier wäre mir da sogar noch lieber, besonders am Strand.
Von wirklicher Qualität sind aber alle mehr oder weniger meilenweit entfernt. Ergo kaufe ich auch schoh lange keine Zeitung mehr.
Warum sollte jemand, der kein Zeitungsabo will, seine Meinung wegen Tablets ändern? Abgesehen davon, sind Tablets zum lesen nicht besser geeignet als Laptops.
Mal ein heißer Tip: Am besten die "kostenfreie" Verbreitung von Nachrichten generell verbieten - dann müssen die Leute ja kaufen, nicht wahr?
Sie sind eben nicht so einfach zu halten wie ne Zeitung, man muß sie entweder die ganze Zeit mit einer Hand halten, oder muß am Tish oben rauf gicken. ist nicht wirklich schön. Ein Aufstellen des Schirms wie bi nem ist viel angenehmer.
Aber was solls....der Käufer läßt es sich eben doch zu gerne einreden.
Sie sind eben nicht so einfach zu halten wie ne Zeitung, man muß sie entweder die ganze Zeit mit einer Hand halten, oder muß am Tish oben rauf gicken. ist nicht wirklich schön. Ein Aufstellen des Schirms wie bi nem ist viel angenehmer.
Aber was solls....der Käufer läßt es sich eben doch zu gerne einreden.
Sie sind eben nicht so einfach zu halten wie ne Zeitung, man muß sie entweder die ganze Zeit mit einer Hand halten, oder muß am Tish oben rauf gicken. ist nicht wirklich schön. Ein Aufstellen des Schirms wie bi nem ist viel angenehmer.
Aber was solls....der Käufer läßt es sich eben doch zu gerne einreden.
ist die Zeit nicht. Die Printausgabe gehört immer noch zum Besten, was die Deutsche Presselandschaft zu bieten hat. Oder sage mir mal einer, wo der Anspruch noch höher liegt (Fachzeitschriften mal außer Acht gelassen).
Immerhin machen sich die Autoren bei der Zeit die Mühe, sich differenziert mit einem Thema auseinader zu setzen. Dass es immer mal wieder auch einen von Emotionen verblendeten Kommentar gibt möchte ich nicht bestreiten, aber im Großen und Ganzen sehe ich kaum ein Blatt, bei dem die Qualität so sehr im Vordergund steht.
Macht Eure Kritik doch mal bitte an konkreten Beispielen fest, anstatt eine pauschal Kritik vom Stapel zu lassen. Die gibt nur Eure Meinung wieder, bietet aber sonst keinen wirklichen Erkentnissgewinn.
Ich schreibe momentan meine Diplomarbeit zum Thema "Mobile Paid Content" Für die Online-Befragung brauche ich möglichst viele Teilnehmer! Bitte helft mir und füllt den Fragebogen aus:
http://ww3.unipark.de/uc/...
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