Smartphone Symbian ist tot, es lebe Symbian
Die von Nokia gegründete Symbian Foundation wird ihr Betriebssystem nicht weiterentwickeln. Nokia hält an Symbian fest, beschneidet aber den Einfluss der Stiftung.
© MARKKU ULANDER/AFP/Getty Images

Das gerade vorgestellte Nokia N8 ist das letzte Nokia-Smartphone mit Symbian. Spätere Modelle sollen mit dem System MeeGo ausgeliefert werden
Die Symbian Foundation wird sich künftig nur noch um die Lizenzierung von Software und anderen Rechten, wie der Marke Symbian, kümmern. Die Weiterentwicklung des Handy-Betriebssystems Symbian OS übernimmt in Zukunft der Konzern Nokia, der an dem System festhalten will. Geplant ist, Symbian direkt an andere Unternehmen zu lizenzieren, aber auch weiterhin im Rahmen eines offenen Modells anzubieten.
Damit gibt es wieder einmal eine strategische Veränderung in Sachen Symbian. Zuletzt hatte Nokia sämtliche Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen aufgekauft und dieses in die Symbian Foundation überführt. Die hatte das mobile Betriebssystem dann Stück für Stück als Open Source freigegeben. Die in der Stiftung organisierten Unternehmen hatten von der EU gerade erst Fördergelder in Höhe von elf Millionen Euro erhalten, um neue Geräte zu entwickeln.
Nun kommt zwar nicht das Aus für die Stiftung, ihre Rolle wird aber stark eingeschränkt, die Kontrolle von Nokia auf das System im Gegenzug ausgebaut. Der Markt habe sich deutlich gewandelt, die aktuelle Governance-Struktur von Symbian sei dem Markt nicht mehr angemessen, kommentiert Tim Holbrow die einschneidende Veränderung.
Holbrow ist erst seit wenigen Wochen Chef der Symbian Foundation. Er hatte Lee Williams abgelöst, der die Stiftung seit ihrer Gründung geleitet hatte. Nun wird auch klar, warum Williams vermutlich ging.
Den neuen, eingeschränkten Aufgaben entsprechend wird die Stiftung personell verkleinert. Ab April 2011 soll nur noch eine Gruppe von nicht geschäftsführenden Direktoren die Lizenzierung durch die Symbian Foundation überwachen.
Nokia erneuert derweil das Bekenntnis zur Plattform Symbian und kündigte an, auch weiterhin in Symbian zu investieren und neue Geräte auf Basis von Symbian auf den Markt zu bringen.
Die Zukunft von Symbian als Plattform hänge nicht von der Existenz der Stiftung ab, sagte Jo Harlow, bei Nokia für das Thema Smartphones zuständig. Die veränderte Rolle der Symbian Foundation soll auch keine Auswirkungen auf Nokias Geräte-Roadmap haben.
- Datum 09.11.2010 - 11:24 Uhr
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- Quelle golem.de
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Lange Zeit konnte man noch glauben, dass Nokia einfach manche Zeichen der Zeit nicht gesehen hat, aber mittlerweile muß man den Finnen für ihre Hartnäckigkeit auf die Schulter klopfen und ihnen viel Glück wünschen, denn das werden sie bitter nötig haben.
Der Smartphonemarkt hat mit iOS, Android und WP7 mittlerweile schon fast mehr Plattformen als er vertragen kann. Dass Nokia sich einbildet, hier mit Symbian und/oder MeeGo einen kommerziell nennenswerten Anteil an Benutzern und Entwicklern an sich binden zu können, ist sehr schwer zu verstehen.
Nokia baut gute Telefone und hat extrem viel Erfahrung. Würde Nokia auf ihren Geräten parallel auf Android und WP7 setzen, könnten sie den Markt wirklich aufmischen, zumal in beiden Fällen nur sehr begrenzt eigene Entwicklungsarbeit notwendig wäre. Man hat fast das Gefühl, als ob Nokia den ganzen Smartphonemarkt als Hobby betrachtet. Was rein von den Zahlen her sogar passen mag, denn weltweit ist Nokia immer noch führend, weil der größte Teil der Weltbevölkerung sich immer noch bestenfalls "Feature Phones" leisten kann. Aber das wird nicht so bleiben, Android-Phones werden immer billiger und in ein paar Jahren wird Nokia dieser Markt einfach wegtrocknen.
Egal, ich verstehe das nicht. Technisch sind MeeGo und Qt durchaus interessant, aber das interessiert letztlich kein Schwein.
... den Touchscreen-Trend und den Apps-Hype etwas verschlafen und gilt derzeit als unsexy. Aber Symbian ist meines Erachtens weitaus besser, als sein aktueller Ruf. Viele Dinge, die iPhone und Android jetzt gerade so lernen, konnte Symbian schon vor 4 Jahren, z.B.:
- präemptives Multi-Tasking
- VoIP-Unterstützung voll integriert in die Firmware
- viel mehr Benutzerkontrolle, wann das Gerät wie Datenverbindungen aufbaut.
... wird aber vermutlich aus Entwickler- und Nutzersicht unwichtig."
Den Satz müsste mir der Autor noch einmal erläutern. Ein OS, das nicht mehr entwickelt wird, was ist das denn? Leben DOS oder OS/2 etwa noch, hab ich da was verpasst?
Ich habe das N8 2 Wochen getestet (mit besten Sympathien) und auch den Vergleich zu diversen Android-Geräten, I4, das brandneue MS Phone-7.
Das N8 bietet als einziges Gerät echtes Multitasking, das auch robust, kontrollierbar und schnell funktioniert. Es hat die wohl beste Handy-Kamera aller Zeiten. Es ist zudem sehr robust verarbeitet. Klasse ist auch die Offenheit, man kann ohne Probleme auf der Dateisystem zugreifen und so Daten austauschen.
Das war es leider schon. Die Usability ist um Welten schlechter als die der o.g., man versuche nur einmal das WLAN aus- und anzustellen. Die QWERTZ-Tastatur ist nur im Landscape-Mode vorhanden, Push-Email geht gar nicht, der Browser ist nur rudimentär bedienbar, der App-Store ein schlechter Witz.
Das N8 mag ein sehr gutes Gerät für bestimmte Arbeitsaufgaben sein. Sexy ist anders.
dass den allermeisten Benutzern Details wie präemptives Multi-Tasking und "volle Kontrolle" völlig egal sind. Mal ganz davon abgesehen, dass sowohl Android als auch iOS natürlich Kontrolle über Datenverbindungen ermöglichen und auch über präemptives Multi-Tasking verfügen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Nokia hier bewußt auf den minimalen Anteil der Benutzer setzt, die das anders sehen. Ein OS, das von Entwicklern und Anbietern von Inhalten etc. bestenfalls als Nischenmarkt betrachtet oder ganz ignoriert wird, wird keine Zukunft haben. Womit ich nicht sagen will, dass man das nicht ausprobieren darf, aber inwieweit das geschäftlich betrachtet klug ist, muß man sich sehr wohl fragen. MeeGo ist immer noch nicht viel mehr als ein unausgegorenes Konzept, das schon jetzt nur noch den Staub frißt, den Android und iOS hinter sich lassen, bevor es auch nur auf die Beine gekommen ist. Und jetzt kommt noch Microsoft und will vorne dabei sein. Dabei baut und verkauft Nokia vor allem Hardware, eigentlich sollte denen also die Software solange egal sein, wie sie den Verkauf von Hardware fördert. Hier mit Google und MS zu konkurrieren, ist völliger Irrsinn und völlig unnötig.
Wie gesagt, ich verstehe das nicht. Rational ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, was Nokia da tut.
„Mal ganz davon abgesehen, dass sowohl Android als auch iOS natürlich Kontrolle über Datenverbindungen ermöglichen“
wie geht das beim iphone?
„Mal ganz davon abgesehen, dass sowohl Android als auch iOS natürlich Kontrolle über Datenverbindungen ermöglichen“
wie geht das beim iphone?
„Mal ganz davon abgesehen, dass sowohl Android als auch iOS natürlich Kontrolle über Datenverbindungen ermöglichen“
wie geht das beim iphone?
Was geht denn da nicht? Abgesehen davon, dass Sie Push-Dienste ein- oder ausschalten können und natürlich Datendienste insgesamt ein- oder ausschalten können, verbindet sich keine App mit dem Netz, wenn Sie sie nicht benutzen bzw. wieder beenden...
Wenn Sie natürlich feinste Kontrolle für jedes Programm und jeden Port und jede Zieladresse haben wollen, gehören Sie genau zu der verschwindend kleinen Minderheit, von der ich gesprochen habe. Solche Funktionen sind kein Argument für ein Smartphone-OS, sondern ein Argument dagegen.
Ich mußte mich vor ein paar Tagen mal mit einem Nokia S61 herumschlagen. Ja, ich weiß, das Ding ist so oder so nicht aktuell. Aber mir fiel es wieder wie Schuppen von den Augen, warum damals nur Geeks solche Dinger haben wollten und warum Hinz und Kunz, ihre Freundinnen und wahrscheinlich bald sogar deren Hunde heute ein iPhone haben. Nokia hat diese Lektion bis heute noch nicht gelernt.
Was geht denn da nicht? Abgesehen davon, dass Sie Push-Dienste ein- oder ausschalten können und natürlich Datendienste insgesamt ein- oder ausschalten können, verbindet sich keine App mit dem Netz, wenn Sie sie nicht benutzen bzw. wieder beenden...
Wenn Sie natürlich feinste Kontrolle für jedes Programm und jeden Port und jede Zieladresse haben wollen, gehören Sie genau zu der verschwindend kleinen Minderheit, von der ich gesprochen habe. Solche Funktionen sind kein Argument für ein Smartphone-OS, sondern ein Argument dagegen.
Ich mußte mich vor ein paar Tagen mal mit einem Nokia S61 herumschlagen. Ja, ich weiß, das Ding ist so oder so nicht aktuell. Aber mir fiel es wieder wie Schuppen von den Augen, warum damals nur Geeks solche Dinger haben wollten und warum Hinz und Kunz, ihre Freundinnen und wahrscheinlich bald sogar deren Hunde heute ein iPhone haben. Nokia hat diese Lektion bis heute noch nicht gelernt.
Was geht denn da nicht? Abgesehen davon, dass Sie Push-Dienste ein- oder ausschalten können und natürlich Datendienste insgesamt ein- oder ausschalten können, verbindet sich keine App mit dem Netz, wenn Sie sie nicht benutzen bzw. wieder beenden...
Wenn Sie natürlich feinste Kontrolle für jedes Programm und jeden Port und jede Zieladresse haben wollen, gehören Sie genau zu der verschwindend kleinen Minderheit, von der ich gesprochen habe. Solche Funktionen sind kein Argument für ein Smartphone-OS, sondern ein Argument dagegen.
Ich mußte mich vor ein paar Tagen mal mit einem Nokia S61 herumschlagen. Ja, ich weiß, das Ding ist so oder so nicht aktuell. Aber mir fiel es wieder wie Schuppen von den Augen, warum damals nur Geeks solche Dinger haben wollten und warum Hinz und Kunz, ihre Freundinnen und wahrscheinlich bald sogar deren Hunde heute ein iPhone haben. Nokia hat diese Lektion bis heute noch nicht gelernt.
Meego hat ein sehr großes Potential. Nicht nur Nokia auch andere Handyhersteller wie LG, Netbookhersteller wie Asus und Acer und BMW werden dieses System nutzen. Noch ist gar nichts entschieden.
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