Indien BlackBerry-Hersteller akzeptiert Überwachung
Der BlackBerry-Hersteller RIM will den indischen Behörden das Mitlesen von E-Mails erlauben. Der Konzern will so ein Verbot seiner Dienste verhindern.
© Indranil Mukherjee/AFP/Getty Images

Blackberry-Werbung in Mumbai
Der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) hat sich dem Druck der indischen Regierung gebeugt und gestattet künftig die Überwachung des E-Mailverkehrs von Privatkunden. Die indischen Handynetzbetreiber würden damit in die Lage versetzt, die Gesetze des Landes einzuhalten, teilte Research in Motion mit.
Mit dem Vorschlag sollten die Sicherheitsbedenken der Regierung zerstreut werden, Extremisten könnten die RIM-Technik zur Vorbereitung von Anschlägen nutzen. Das Zugeständnis gelte aber nur für Privatkunden-Dienste etwa beim BlackBerry Messenger und dem BlackBerry Internet Service. Zugang zu einem Dienst für verschlüsselte Firmenmails könne RIM nicht ermöglichen, da es keinen Generalschlüssel zur Dekodierung der vertraulichen Nachrichten gebe. Ob der Regierung in Neu-Delhi dies ausreicht, war zunächst offen.
Die Regierung hatte mit einem BlackBerry-Verbot in Indien gedroht und RIM eine Frist bis Ende Januar gesetzt. Bis dahin sollte der Konzern einen Vorschlag unterbreiten, wie die Behörden Zugang zum RIM-Datenverkehr bekommen können. Im Oktober hatte RIM zunächst eine Übergangsregelung vorgelegt.
RIM hat in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Verbote abgewendet, in dem es seine Dienste den nationalen Sicherheitsanforderungen angepasst hat. Details dazu wurden aber nicht bekannt.
Die Verschlüsselungstechnik bei RIM-Diensten gilt als besonders sicher. Damit sollen insbesondere vertrauliche Daten von Firmenkunden geschützt werden. BlackBerry sind vor allem in der Geschäftswelt ein wichtiges Kommunikationsmittel. Indien gilt als der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt der Welt.
- Datum 13.01.2011 - 15:27 Uhr
- Quelle Reuters
- Kommentare 3
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kann man sich nun wirklich nicht ins eigene Bein schießen. Da wurde wohl direkt der Mörser ausgepackt.
Also ich weiß nicht.
Es ist eine schwierige Situation - gibt RIM nach können sich Kunden beklagen, gibt RIM nicht nach werden sie aus dem Land verbannt.
Allerdings frage ich mich ob die Zeit entweder nicht lesen kann oder Zugang zu Informationen besitzt die die NY Times nicht hat:
http://www.nytimes.com/re...
Hier wird ausdrücklich der "messenger service" erwähnt - darunter würden eigentlich keine Emails fallen...
Also ich weiß nicht.
Es ist eine schwierige Situation - gibt RIM nach können sich Kunden beklagen, gibt RIM nicht nach werden sie aus dem Land verbannt.
Allerdings frage ich mich ob die Zeit entweder nicht lesen kann oder Zugang zu Informationen besitzt die die NY Times nicht hat:
http://www.nytimes.com/re...
Hier wird ausdrücklich der "messenger service" erwähnt - darunter würden eigentlich keine Emails fallen...
Also ich weiß nicht.
Es ist eine schwierige Situation - gibt RIM nach können sich Kunden beklagen, gibt RIM nicht nach werden sie aus dem Land verbannt.
Allerdings frage ich mich ob die Zeit entweder nicht lesen kann oder Zugang zu Informationen besitzt die die NY Times nicht hat:
http://www.nytimes.com/re...
Hier wird ausdrücklich der "messenger service" erwähnt - darunter würden eigentlich keine Emails fallen...
Bei dem riesigen Markt gab es wohl keine andere Wahl!
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