Datensicherheit Jede SMS kann mitgelesen werden
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Mobilfunkanbieter halten GSM für sicher genug

Aber schaffen die Kritiker so nicht erst die Werkzeuge, vor deren Missbrauch durch Saboteure und Kriminelle sie so eindringlich warnen? Der Vorwurf liegt nahe, aber keiner der Aktivisten will ihn gelten lassen. Selbstverständlich würden sie die Details für die Angriffe nur den betroffenen Unternehmen mitteilen, versichern Mulliner und Weinmann.

Außerdem sei davon auszugehen, dass im Geheimen längst vergleichbare Hackertechniken entwickelt wurden, von denen die Öffentlichkeit nur nie erfahre. "Entscheidend ist, dass die Nutzer über die Gefahren informiert werden und dass die Industrie endlich anfängt, diese technisch zu unterbinden“, sagt Kryptografie-Experte Karsten Nohl.

Dafür reicht der Druck aber offenbar noch nicht aus. Das T-Mobile-Netz entspreche "höchsten Sicherheitsanforderungen“, sagt ein Sprecher des Telekom-Konzerns lediglich, ansonsten gebe man keine Auskunft. Auch nicht zu den Killer-SMS der vom Konzern selbst bezahlten TU-Forscher Mulliner und Golde.

Auch beim Netzbetreiber E-Plus wollte man dazu gar nichts sagen. Und der Sprecher des Unternehmens O2, der deutschen Tochter des spanischen Telekomriesen Telefonica, meint gar, die Unsicherheit der GSM-Technik sei nur "ein Running Gag“ der Hackergemeinde und die gezeigten Schwächen nur "ein theoretisches Problem“.

Einzig bei Marktführer Vodafone ist zumindest die Botschaft angekommen. Es sei "gut, dass die Kritiker die Sicherheitslücken aufzeigen“, sagt Thomas Ellerbeck, Sprecher der Geschäftsleitung. Darum werde Vodafone nun zumindest das Entschlüsseln der codierten Gesprächsdaten erschweren und auf den neuen Standard A5/3 umstellen. Der sei schon besser, kommentiert Nohl, aber eine Atempause will er den Mobilfunkern nicht gönnen. Auch dieser Standard sei noch zu schwach, "den knacken wir dann bis zum nächsten Jahr“.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
  1. Gratulation an die Redaktion: Tolles Artikelfoto!

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  2. 2. GSM...

    ...das hat aber lange gedauert bis das hier ankam...

    Vor über einem Jahr hat bereits Engadget darüber berichtet...

    http://community.zeit.de/...
    http://community.zeit.de/...

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Vielen Dank für diese wunderbare Beschreibung des Herrn S. ;-)

    Wird zwar nicht viel nützen, weil die "Kulinarikpolizei" (schönes Wort!) genauso kritikresistent ist wie etwa Politiker und Manager...
    Die haben natürlich kraft ihres Amtes immer recht und der dumme Pöbel soll sich doch bitte nicht erdreisten etwas anderes zu tun als in Ehrfurcht nach oben zu blicken...

    Trotzdem lese ich seine Artikel immer wieder gerne - zur Belustigung taugen sie allemal, ernstgenommen wird der Mann schon lange nicht mehr...

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    ...gehört zu Herrn Siebeck's Geschwätz...
    ----
    zum Thema:
    Man mag es als Verschwörungstheorie abtun, aber ich denke nicht dass diese Bugs Bugs sind, ich halte sie für geplante Schnittstellen der Schlapphüte, und daher wird es auch niemals irgendwelche Fixes dafür geben...

    ...gehört zu Herrn Siebeck's Geschwätz...
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    zum Thema:
    Man mag es als Verschwörungstheorie abtun, aber ich denke nicht dass diese Bugs Bugs sind, ich halte sie für geplante Schnittstellen der Schlapphüte, und daher wird es auch niemals irgendwelche Fixes dafür geben...

  4. ...gehört zu Herrn Siebeck's Geschwätz...
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    zum Thema:
    Man mag es als Verschwörungstheorie abtun, aber ich denke nicht dass diese Bugs Bugs sind, ich halte sie für geplante Schnittstellen der Schlapphüte, und daher wird es auch niemals irgendwelche Fixes dafür geben...

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    • dth
    • 07.02.2011 um 21:10 Uhr

    Zunächst ist eine Verschwörungstheorie nicht notwendig, um die Mängel zu erklären. Wenn Protokolle von Wenigen hinter verschlossenen Türen entworfen werden, dann geht das meistens schief. Es ist nicht einfach, sichere Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokolle zu entwerfen und jeder kleine Fehler kann sich fatal auswirken. Deswegen haben Protokolle, die nicht vielfach überprüft wurden, meistens irgend welche Fehler.
    Dann haben Geheimdienste daran aber überhaupt kein Interesse, sie könnten die Gespräche im Netz abfangen oder sich die notwendigen Schlüssel von den Netzbetreibern besorgen.
    Um Geheimdienste zu stören, bräuchte es schon eine Verschlüsselung von Gerät zu Gerät.

    Noch eine Anmerkung: Von solchen Mängeln sind auch die weit verbreiteten DECT-Telefone betroffen.

    • dth
    • 07.02.2011 um 21:10 Uhr

    Zunächst ist eine Verschwörungstheorie nicht notwendig, um die Mängel zu erklären. Wenn Protokolle von Wenigen hinter verschlossenen Türen entworfen werden, dann geht das meistens schief. Es ist nicht einfach, sichere Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokolle zu entwerfen und jeder kleine Fehler kann sich fatal auswirken. Deswegen haben Protokolle, die nicht vielfach überprüft wurden, meistens irgend welche Fehler.
    Dann haben Geheimdienste daran aber überhaupt kein Interesse, sie könnten die Gespräche im Netz abfangen oder sich die notwendigen Schlüssel von den Netzbetreibern besorgen.
    Um Geheimdienste zu stören, bräuchte es schon eine Verschlüsselung von Gerät zu Gerät.

    Noch eine Anmerkung: Von solchen Mängeln sind auch die weit verbreiteten DECT-Telefone betroffen.

    • dth
    • 07.02.2011 um 21:10 Uhr

    Zunächst ist eine Verschwörungstheorie nicht notwendig, um die Mängel zu erklären. Wenn Protokolle von Wenigen hinter verschlossenen Türen entworfen werden, dann geht das meistens schief. Es ist nicht einfach, sichere Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokolle zu entwerfen und jeder kleine Fehler kann sich fatal auswirken. Deswegen haben Protokolle, die nicht vielfach überprüft wurden, meistens irgend welche Fehler.
    Dann haben Geheimdienste daran aber überhaupt kein Interesse, sie könnten die Gespräche im Netz abfangen oder sich die notwendigen Schlüssel von den Netzbetreibern besorgen.
    Um Geheimdienste zu stören, bräuchte es schon eine Verschlüsselung von Gerät zu Gerät.

    Noch eine Anmerkung: Von solchen Mängeln sind auch die weit verbreiteten DECT-Telefone betroffen.

  5. "Base Stadions“

    base staTions, Basisstationen

  6. Da gab es vor etwa zehn Jahren einen jungen Mann in Berlin, der Genie auf seinem Betätigungsfeld war. Sein gewählter Spitzname war Tron. In seiner ausgezeichneten und in Rekordzeit bewerkstelligten Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der abhörsicheren Telephonie. Es gelang ihm mithilfe einfachster billiger Bauteile Telekommunikationsgeräte zu bauen, die von der Hardware her abhörsicher sind. Er wurde angeworben, doch er stimmte nicht zu. [...]

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

    Eine Leser-Empfehlung
  7. Das er geselbstmordet wurde gehört doch zum besseren Verständnis des Thema.

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