E-Gesundheit Sensoren für Senioren
Vom Teppich, der Stürze meldet, bis zum Spiegel, der das Kämmen anmahnt: Vernetzte Heimtechnik soll selbstbestimmtes Leben ermöglichen und Pfleger unterstützen.
© Frank Magdans

Das Programm "Daily Care Journal" auf einem Tablet
Länger in den eigenen vier Wänden leben, selbstbestimmt, auch wenn man alt oder krank ist – das ist das Ziel digitaler Haustechnik. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST) beispielsweise zeigten auf dem Fachkongress ConLife, einer Veranstaltung zum Thema Heimvernetzung, gerade ein Computerprogramm namens Daily Care Journal. Das dokumentiert das Befinden des Anwenders und übermittelt die Daten an den Arzt oder das Pflegepersonal.
Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, ersparen sich so den Gang zum Arzt. Schwanken die Vitalfunktionen erheblich, teilt die Software dies gesondert mit, der Arzt kann entscheiden, was als nächstes zu tun ist. Angehörige erhalten je nach Konfiguration ebenfalls eine Information. Doch das Daily Care Journal, das für das Betriebssystem Android programmiert wurde, ist nur ein Aspekt des Bereichs E-Gesundheit.
Die Arbeitsgruppe Health & Care Solutions des Fraunhofer-Instituts für mikroelektrische Schaltungen und Systeme (IMS) präsentierte einen Waschtisch mit interaktivem Spiegel, Projektname inBath: Ein vernetztes System aus Sensoren hilft bei der Körperpflege.
Im Zentrum steht der Spiegel, hinter dem sich zahlreiche Sensoren befinden. Sie erkennen zum Beispiel, ob man sich die Haare gekämmt, die Zähne geputzt oder seine Tabletten eingenommen hat. Falls etwas vergessen wurde, erinnert das System so lang daran, bis man es erledigt hat. Abweichungen, Auffälligkeiten, die über einen längeren Zeitraum bestehen, leitet eine Software, ähnlich dem Daily Care Journal, an Verwandte und das Pflegeteam weiter.
Gunter Dueck, der populäre Cheftechnologe von IBM Deutschland, hat schon des Öfteren darauf hingewiesen, dass Demenzkranke mittels Kameras, Internet und Sensoren einige Jahre länger selbstbestimmt leben könnten.
Erste Schritte dazu gibt es nun. Die Forscher wollen damit Angehörige und Pflegepersonal entlasten. Auf lange Sicht sollen die Abläufe automatisiert vonstattengehen, sozusagen nebenbei. Im Zweifel bis hin zur Kontrolle der Ausscheidungen, schließlich enthalten auch sie Informationen über den Gesundheitszustand.
Überwachung für einen guten Zweck sozusagen. Welche Daten letztlich rausgehen, bestimmt allerdings jeder selbst. Und verschlüsselt sind sie selbstverständlich auch. Die Übertragung erfolgt über das gesicherte Netzwerkprotokoll SSL. Bevor es soweit ist, muss jedoch diskutiert werden, welche technischen Hilfsmittel tatsächlich sinnvoll sind.
- Datum 04.07.2011 - 13:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn man mal überlegt, was das kosten würde, alle Betroffenen mit solchen Geräten auszustatten und den Strom, der dafür benötigt wird...dann wäre die Forschung nach einem Heilmittel vermutlich billiger.
Aber mit dem Leid und der Armut anderer verdient man heutzutage Millionen, es gab mal Zeiten, wo man Millionen verdient hat, wenn man die Menschen davon befreit hat...
... allerdings jeder selbst.
Guter Gag, die meisten sind doch schon damit überfordert, Ihre E-Mails sauber zu halten oder den Computer einigermassen (un)sicher zubedienen.
Und wer soll sich das überhaupt leisten können?
ist sehr unpersönlich und macht die Menschen noch einsamer.
Verdienen kann man natürlich auch damit.
an solchen Lösungen zu arbeiten.
Je früher man damit beginnt desto besser, denn bei der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft wird es in absehbarer Zukunft kein Personal mehr geben das all die alten und pflegebedürftigen Menschen umfassend versorgt.
wenn der erste "Terroranschlag" von einem Altenheim aus geplant wurde, schalten sich die Sicherheitsbehörden im Namen der "Nationalen Sicherheit" ein und verlangen die komplette Aushändigung der Daten.
Dann hat der BND und das BKA nicht nur komplette Bewegungsprofile von uns, sondern weiß auch noch, was wir mittags gegessen haben und ob wir einen kariösen Zahn haben. [/Ironie aus]
Mich gruselt es ein wenig, wenn sogar Zahnputzzeiten und Toiletteninhalte "überwacht" werden sollen.... ich find es makaber, wohin soll dass nur führen?
Mich gruselt es ein wenig, wenn sogar Zahnputzzeiten und Toiletteninhalte "überwacht" werden sollen.... ich find es makaber, wohin soll dass nur führen?
Wer heute mit Demenz in Pflege ist, dessen persönliche Hygiene wird auch überwacht, genauso wie sein Gesundheitszustand - nur eben von Pflegern und Ärzten, weniger regelmässig und nicht mehr in den eigenen 4 Wänden.
Jede Technik, die es alten Leuten erlaubt, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, wird sicher viele Anhänger finden. Für Stürze gibt es z.B. schon Funksysteme, die Senioren bei sich tragen und mit denen sie bei einer Zentralstelle Hilfe rufen können.
Es ist für einen heute selbstständigen Menschen schwer vorstellbar, wie viel Kontrolle über sein Leben man später einmal abgeben muss, wenn man gebrechlich und geistig weinger fit ist.
Mich gruselt es ein wenig, wenn sogar Zahnputzzeiten und Toiletteninhalte "überwacht" werden sollen.... ich find es makaber, wohin soll dass nur führen?
Wer heute mit Demenz in Pflege ist, dessen persönliche Hygiene wird auch überwacht, genauso wie sein Gesundheitszustand - nur eben von Pflegern und Ärzten, weniger regelmässig und nicht mehr in den eigenen 4 Wänden.
Jede Technik, die es alten Leuten erlaubt, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, wird sicher viele Anhänger finden. Für Stürze gibt es z.B. schon Funksysteme, die Senioren bei sich tragen und mit denen sie bei einer Zentralstelle Hilfe rufen können.
Es ist für einen heute selbstständigen Menschen schwer vorstellbar, wie viel Kontrolle über sein Leben man später einmal abgeben muss, wenn man gebrechlich und geistig weinger fit ist.
Mich gruselt es ein wenig, wenn sogar Zahnputzzeiten und Toiletteninhalte "überwacht" werden sollen.... ich find es makaber, wohin soll dass nur führen?
Wer heute mit Demenz in Pflege ist, dessen persönliche Hygiene wird auch überwacht, genauso wie sein Gesundheitszustand - nur eben von Pflegern und Ärzten, weniger regelmässig und nicht mehr in den eigenen 4 Wänden.
Jede Technik, die es alten Leuten erlaubt, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, wird sicher viele Anhänger finden. Für Stürze gibt es z.B. schon Funksysteme, die Senioren bei sich tragen und mit denen sie bei einer Zentralstelle Hilfe rufen können.
Es ist für einen heute selbstständigen Menschen schwer vorstellbar, wie viel Kontrolle über sein Leben man später einmal abgeben muss, wenn man gebrechlich und geistig weinger fit ist.
Das perfekte Verhältnis von Mensch-Maschine ist, wenn die Maschine den Menschen unterstützt, nicht ersetzt. Solange dies das Ziel der Forschung im Bereich eHealthCare ist, finde ich die Innovationen sinnvoll.
Ich finde es gerade zu zynisch, daran zu denken, Menschen, die an Demenz erkrankt sind, mittels Maschinen zu überwachen, ob sie ihre Hygiene adäquat verrichten oder nicht.
Das Hauptproblem der Menschen mit Demenz besteht in der mangelhaften Verständnisfähigkeit ihrer Umgebung, mit den Mitteilungen umzugehen, ja diese überhaupt als Mitteilungen wahrzunehmen.
Wer annimmt, er könne einen Menschen mit Demenz per Maschinensprache dazu bewegen, sich zu pflegen oder irgend etwas anderes zu tun, hat das Prinzip und die Folgen, die sich aus dem Krankheitsbild ergeben, keineswegs begriffen.
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