Neben den zahllosen neuen Tablets aller Formen und Größen wirken E-Reader immer ein wenig langweilig. Graue Schrift auf weniger grauem Hintergrund, keine Videos, keine Kameras. Doch auf und abseits der Ifa werden weiterhin neue Lesegeräte vorgestellt. Und die können immer mehr.

Sony bringt im Oktober den E-Reader Wifi auf den Markt. Der Name verrät es schon: Wifi kann Bücher über eine WLAN-Verbindung direkt herunterladen, der Nutzer muss das Gerät nicht an einen Computer anschließen. Über 3G verfügt der Reader allerdings nicht.

Das 168 Gramm leichte Gerät hat einen Bildschirm mit Multitouch-Funktion, der beim ersten Test überzeugt: Umblättern funktioniert mit Wischgesten, der Text lässt sich mit zwei Fingern vergrößern. Das Markieren eines Wortes mit einem Finger öffnet ein Menü. Darüber lässt sich das Wort im eingebauten Wörterbuch oder bei Google nachschlagen oder nach einem entsprechenden Wikipedia-Eintrag suchen.

35.000 deutschsprachige Bücher bei Amazon

Neue Seiten bauen sich dem ersten Eindruck nach minimal schneller auf als bei einem Kindle von Amazon . Die Lesbarkeit ist dank des E-Ink-Pearl-Displays, also elektronischer Tinte, wie bei allen E-Readern sehr gut. Der Sony-Reader Wifi soll 149 Euro kosten, zehn Euro mehr als der große Konkurrent von Amazon.

Allerdings muss Sony noch beweisen, dass es bei den Inhalten, den E-Books, mithalten kann. 750.000 hat Amazon nach eigenen Angaben im Angebot, darunter 35.000 in deutscher Sprache.

Ab Oktober will Sony einen eigenen E-Book-Store eröffnen, der auch für Sonys Tablets gedacht ist. In Deutschland wird man dort allerdings erst Ende des Jahres einkaufen können. Mit wem Sony im deutschen Buchmarkt zusammenarbeiten wird, will der Konzern bei der Buchmesse in Frankfurt bekannt geben.