Notebooks : Ultrabooks bekommen bald Touchscreens

Um mit Tablet-Rechnern konkurrieren zu können, wurden Notebooks kleiner und leichter. Diesen Ultrabooks wird eine große Zukunft prophezeit. Noch sind sie aber zu teuer.
Ein Ultrabook von Acer bei seiner Vorstellung im September 2011. © Justin Sullivan/Getty Images

Eine noch recht neue Produktkategorie erkämpft sich gerade weltweit Anteile am Computermarkt: kleine, leichte und dabei trotzdem schnelle Notebooks – Ultrabooks genannt.

Derzeit werden eine Million Stück dieser ziemlich teuren Geräte pro Jahr verkauft. Die Marktanalysten des Unternehmens IHS iSuppli erwarten jedoch, dass diese Zahl in den kommenden Jahren stark steigen wird. Im Jahr 2015 sollen es mehr als 136 Millionen sein, schreiben sie. Dann könnten 40 Prozent aller weltweit verkauften Notebooks dieser neuen Kategorie angehören.

Dazu zählt ein Computer nach Definition der Zeitschrift PCWorld , wenn er dünner als zwei Zentimeter ist, weniger als zwei Kilogramm wiegt und eine Bildschirmdiagonale von weniger als 14 Zoll hat. Außerdem besitzen Ultrabooks ein komplettes Betriebssystem statt einer abgespeckten Version und fahren dieses dank einer Solid-State-Festplatte wie ein Tablet innerhalb von Sekunden hoch.

Geräte dieser Klasse gibt es inzwischen von vielen Herstellern, von Apple und Asus bis Sony und Samsung . Ihnen gemeinsam ist der vergleichsweise hohe Preis, der bei bis zu 1.500 Euro liegen kann.

Viele der bei Notebooks sonst üblichen Anschlüsse fehlen den kleinen Geräten. Ethernet, Firewire oder Bildschirm werden meist über Adapter mit einem Ultrabook verbunden. Nur so ist es derzeit möglich, derart dünne Computer herzustellen. Auch optische Laufwerke besitzen sie nicht mehr, CDs oder DVDs können auf ihnen nicht abgespielt werden. Dafür legen die Hersteller Wert auf schnelle Chips und große Arbeitsspeicher. In der Leistung sollen die Ultrabooks den größeren Notebooks nicht nachstehen.

Entstanden ist die Geräteklasse als Reaktion auf Tablets. Deren Verkaufszahlen steigen jährlich, die der klassischen Notebooks hingegen stagnieren auf niedrigem Niveau.

Um mithalten zu können, hätten sich die Entwickler der altehrwürdigen Notebooks einiges von den Touchscreen-Rechnern abgeschaut, ja abschauen müssen, so IHS. Das werde unter Umständen noch weitergehen: So könnten bald erste Ultrabooks auf den Markt kommen, die einen Touchscreen besitzen.

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Kommentare

32 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Das glaube ich nicht

"Entstanden ist die Geräteklasse als Reaktion auf Tablets."

Als z.B. das MacBook Air von Apple erschienen ist (2008), gab es noch kein iPad. Das kam 2 Jahre später.

Die Ultrabooks sind zum einem eine logische Weiterentwicklung im Notebook-Bereich:
Kompakter, leichter, robuster, aber keine Abstriche in der Rechenleistung.

Zum Anderen eine Reaktion auf die s.g. Netbooks, die zwar leicht und kompakt sind, aber eine deutlich eingeschränkte Leistungsfähigkeit haben.

Ich kapier es einfach nicht: wann checken die Redakteure bei

Computerzeitschriften und Technikredaktionen endlich, dass es Usern in erster Linie um eines geht: meine Kiste muss mindestens 10 Stunden ohne Strom durchhalten - beim Gaming, beim Betrachten von Filmen, beim Entwurf einer neuen Präsentation, beim Filmschnitt.
Wenn sie das schafft ist es mir doch völlig egal, ob hinten ein Apfel oder vorne ein Deckel drauf ist.

Dann haben Sie ja eins, an dem man sich die Finger "verglüht"

Ich habe noch keinen Klapprechner gesehen, der so heiß wird wie die Apple-Produkte.
Die anderen Hersteller wissen das zu vermeiden, z.B. ducht "turbinenartige Lüftergeräusche".
Aber Apple kann das bei aktuellen Modelle auch verbinden, heiß und laut.
Bei Ihrem Modell müßte es sich noch um ein Powerbook handeln, die wurden noch nicht ganz so heiß, aber etwas Vergleichbares habe ich auch damals bei keinem anderen Hersteller gefunden.

Ultrabooks sind eine Marketing-Erfindung

Ultrabooks sind nichts weiter als die normale Fortfuehrung der Verbesserung von normalen Notebooks!
Wie die letzten zehn Jahre auch werden Notebooks immer leichter und flacher. Genauso, wie die Notebooks vor einigen Jahren anfingen, dem Desktop den Rang abzulaufen, ist es keine Ueberraschung, dass dieser Trend sich fortsetzt, solange Tablets die Kombi von Bildschirm und echter Tastatur nicht ersetzen. Erst wenn sich durch Touchscreens die Grenze zwischen Tablets udn Notebooks verwischt, koennte man vll von einer neuen Kategorie sprechen, weil sich damit eine tatsaechlich neuartige Bedienung ergeben wuerde - fuer Notebooks.
Im uebrigen hat Apple mit dem MacBook Air schon frueh erkannt, dass sehr portable Laptops eine Marktniesche waren, was sich durch den wirklich neuen Trend der Netbooks bestaetigte(sehr kleine Flache Laptops zum surfen).

MacBook Air

War doch kein Ultrabook sondern ein dünnes & leichtes Notebook. Kompakt war es deswegen aber noch lange nicht.
Und diese Ultrabooks gibt es auch schon lange, nur waren es bisher einfach leistungsfähige Netbooks.

Ich habe vor 4 jahren ein kleines (14") Notebook gebraucht, welches ich von meinem Vater bekommen hatte. Es war etwa 2.5 cm dick. Und es hatte einen Touchscreen. Er gab es mir, weil seine Firma es nicht mehr brauchte. Das jetzt, 6 Jahre nachdem das rausgekommen ist eine leicht verbesserte Version als "Sensationell" oder so gezeichnet wird grenzt schon fast an die Apple-Marketing Strategie.