Notebooks : Ultrabooks bekommen bald Touchscreens
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Hoffen auf Windows 8

Befördert wird diese Entwicklung wohl, wenn im kommenden Jahr mit Windows 8 die nächste Version des Microsoft-Betriebssystems auf den Markt kommt. Genau wie der Android-Konkurrent Ice Cream Sandwich läuft es auf mobilen Geräten und normalen Rechnern gleichzeitig und soll Microsoft den Markt der Tablets erschließen. Daher ist die Steuerung von Touchscreens ein wichtiger Bestandteil. Die Technikzeitschrift Wired schreibt , Windows 8 laufe auf Tablets, Ultrabooks und PCs gleichermaßen gut und könne vor allem den ersten beiden Geräteklassen einen Schub bringen.

Die Taipei Times glaubt außerdem , dass Computerhersteller in Ultrabooks bald ein weiteres Element der Tablets übernehmen werden, die Sensoren. Tablets und Smartphones haben inzwischen diverse Sensoren, die beispielsweise lage- oder druckempfindlich sind, um etwa die Darstellung von Inhalten anzupassen. Ultrabooks ähnelten bei der Nutzung solcher Sensoren den Tablets viel mehr als ihren direkten Vorfahren, den Notebooks, schreibt die Zeitung.

"Der Tablet-Markt hat die Computerindustrie gleich in mehrfacher Hinsicht wachgerüttelt", zitiert Wired einen Analysten . Die zunehmende Verbreitung von Ultrabooks ist eine davon. Bislang werden sie vor allem von Privatkunden gekauft. Unternehmen haben sie noch nicht für sich entdeckt, werden es aber bald tun, wie verschiedene Beobachter glauben.

Allerdings ist Apple der einzige Hersteller, für den die Geräte bislang ein echter Erfolg zu sein scheinen. Zumindest berichtet das Blog Appleinsider , dass sowohl Asus als auch Acer ihre Produktionskapazität für Ultrabooks gerade um 40 Prozent reduziert haben. Bei Apple hingegen sind inzwischen ein erheblicher Teil der verkauften Computer eben jene Ultrabooks, Macbook Air genannt.

Möglicherweise erwarten die Kunden von anderen Konzernen eher, dass sie nicht nur teure Geräte anbieten. IHS iSuppli berichtet in seiner Marktanalyse, die meisten Hersteller strebten für ihre Ultrabooks einen Preis von 1.000 Dollar an. Auch wenn das längst nicht allen zu gelingen scheint, wie Appleinsider schreibt .

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Kommentare

32 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Das glaube ich nicht

"Entstanden ist die Geräteklasse als Reaktion auf Tablets."

Als z.B. das MacBook Air von Apple erschienen ist (2008), gab es noch kein iPad. Das kam 2 Jahre später.

Die Ultrabooks sind zum einem eine logische Weiterentwicklung im Notebook-Bereich:
Kompakter, leichter, robuster, aber keine Abstriche in der Rechenleistung.

Zum Anderen eine Reaktion auf die s.g. Netbooks, die zwar leicht und kompakt sind, aber eine deutlich eingeschränkte Leistungsfähigkeit haben.

Ich kapier es einfach nicht: wann checken die Redakteure bei

Computerzeitschriften und Technikredaktionen endlich, dass es Usern in erster Linie um eines geht: meine Kiste muss mindestens 10 Stunden ohne Strom durchhalten - beim Gaming, beim Betrachten von Filmen, beim Entwurf einer neuen Präsentation, beim Filmschnitt.
Wenn sie das schafft ist es mir doch völlig egal, ob hinten ein Apfel oder vorne ein Deckel drauf ist.

Dann haben Sie ja eins, an dem man sich die Finger "verglüht"

Ich habe noch keinen Klapprechner gesehen, der so heiß wird wie die Apple-Produkte.
Die anderen Hersteller wissen das zu vermeiden, z.B. ducht "turbinenartige Lüftergeräusche".
Aber Apple kann das bei aktuellen Modelle auch verbinden, heiß und laut.
Bei Ihrem Modell müßte es sich noch um ein Powerbook handeln, die wurden noch nicht ganz so heiß, aber etwas Vergleichbares habe ich auch damals bei keinem anderen Hersteller gefunden.

Ultrabooks sind eine Marketing-Erfindung

Ultrabooks sind nichts weiter als die normale Fortfuehrung der Verbesserung von normalen Notebooks!
Wie die letzten zehn Jahre auch werden Notebooks immer leichter und flacher. Genauso, wie die Notebooks vor einigen Jahren anfingen, dem Desktop den Rang abzulaufen, ist es keine Ueberraschung, dass dieser Trend sich fortsetzt, solange Tablets die Kombi von Bildschirm und echter Tastatur nicht ersetzen. Erst wenn sich durch Touchscreens die Grenze zwischen Tablets udn Notebooks verwischt, koennte man vll von einer neuen Kategorie sprechen, weil sich damit eine tatsaechlich neuartige Bedienung ergeben wuerde - fuer Notebooks.
Im uebrigen hat Apple mit dem MacBook Air schon frueh erkannt, dass sehr portable Laptops eine Marktniesche waren, was sich durch den wirklich neuen Trend der Netbooks bestaetigte(sehr kleine Flache Laptops zum surfen).

MacBook Air

War doch kein Ultrabook sondern ein dünnes & leichtes Notebook. Kompakt war es deswegen aber noch lange nicht.
Und diese Ultrabooks gibt es auch schon lange, nur waren es bisher einfach leistungsfähige Netbooks.

Ich habe vor 4 jahren ein kleines (14") Notebook gebraucht, welches ich von meinem Vater bekommen hatte. Es war etwa 2.5 cm dick. Und es hatte einen Touchscreen. Er gab es mir, weil seine Firma es nicht mehr brauchte. Das jetzt, 6 Jahre nachdem das rausgekommen ist eine leicht verbesserte Version als "Sensationell" oder so gezeichnet wird grenzt schon fast an die Apple-Marketing Strategie.