Foto-ZubehörDas iPhone wird zur Kult-Kamera
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Olloclip – ein Aufsatz für die Kameraecke am iPhone

Sollten noch Fotos für den Familienstammbaum fehlen, bietet sich das obligatorische Familienportrait unterm Weihnachtsbaum an. Aber wer sein Smartphone als Kamera benutzt, muss oft improvisieren: Da wird aus Büchern schnell ein Kameraständer gebaut, mit Kinderspielzeug wird das Gerät notdürftig stabilisiert. Manchmal fehlt auch ein Selbstauslöser. Bei Geräten mit dem Betriebssystem iOS 5 kann die Kamera zwar mit der Lautstärketaste am Telefon und am Headset ausgelöst werden, aber nicht jeder besitzt ein Headset. Belkin bietet für solche Fälle einen Telefonständer mit Kamerafernbedienung an. Er kostet 50 Euro.

Die Fernbedienung kommuniziert per Bluetooth über die LiveAction-App , die es kostenlos im App-Store gibt. Sie löst nicht nur die Kamera aus, sondern ermöglicht es auch, zwischen Video- und Fotoaufnahmen zu wechseln.

Smartphones geraten besonders bei Gruppenaufnahmen aber oft an ihre Grenzen, da der Winkel des Objektivs nicht sehr groß ist. Das iPhone 4S hat zwar einen versteckten Panorama-Modus und es gibt Apps, die Panoramaaufnahmen ermöglichen . Aber dafür braucht es mehrere Fotos, die dann zu einem Bild zusammengefügt werden. Die Anwesenden müssen also für eine ganze Weile stillstehen, sonst wird das Familienpanorama stellenweise unscharf. 

Abhilfe schafft das Weitwinkelobjektiv von Olloclip für 70 US-Dollar. Der Olloclip sieht aus wie eine Lupe, die ein Briefmarkensammler benutzen würde. Er besteht aus einem Aluminiumgehäuse mit einem Schlitz in der Mitte und wird auf die Kameraecke des iPhones gestülpt. Auf der einen Seite befindet sich eine Fischaugenlinse, auf der anderen eine Makrolinse mit Weitwinkelaufsatz. Damit lassen sich sehr große oder sehr kleine Dinge fotografieren, ohne dass der Nutzer mit diversen Objektiven jonglieren muss.

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Leserkommentare
  1. ...ich war schon ganz orientierungslos und wusste gar nicht mehr was ich denn nun kaufen zu habe. Was wäre Weihnachten ohne Apple?

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    Weihnachten ohne Apple geht doch nicht! Finde ich jedenfalls.

    Cooles Geschenk in meinem Bekanntenkreis bei Familien sind iPads für die Kinder.
    Halte ich zwar für übertrieben aber ob die denen einen Rechner kaufen oder ein iPad ist sicher egal.

    iTunes Guthaben für uns anderen kommen auch immer gut bei meiner Familie an.

    Passt schon.

  2. Sie kostet mit 69,00€ kaum mehr als ein neues Apple-Gimmick und hat ganz nebenbei noch etwas mit mehr oder weniger "echter" Handarbeit zu tun.
    Und wenn sie runterfällt ist sie nicht sofort kaputt...

  3. Weihnachten ohne Apple geht doch nicht! Finde ich jedenfalls.

    Cooles Geschenk in meinem Bekanntenkreis bei Familien sind iPads für die Kinder.
    Halte ich zwar für übertrieben aber ob die denen einen Rechner kaufen oder ein iPad ist sicher egal.

    iTunes Guthaben für uns anderen kommen auch immer gut bei meiner Familie an.

    Passt schon.

    Antwort auf "Endlich..."
    • -CKV-
    • 14. Dezember 2011 13:58 Uhr

    ... schmeißt das Handy in die Ecke und schnappt sich seine Spiegelreflex oder MFT. Schon bauartbedingt werden Handys echten Kameras von der Bildqualität und dem Gestaltungsspielraum her noch auf Jahrzehnte unterlegen sein. Für einen Schnappschuss zwischendurch mach das natürlich nichts.

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    <em>... schmeißt das Handy in die Ecke und schnappt sich seine Spiegelreflex oder MFT.</em>

    Und wer das Kleingeld für solche Kameras nicht hat, kann auch noch vernünftige Fotos mit sog. Brücken-Kameras machen. Die liegen preislich zwischen 100 und 200 EUR und bieten deutlich bessere Bildqualität als manch eine Kompaktkamera, die über 250 EUR gekostet hat. Das liegt daran, dass man in "dickeren" Kameras einfach bessere Objektive unterbringen kann. Nachteil ist, dass die Dinger nicht so gut ins Handtäschchen passen.

  4. Danke, dass sie versuchen in mir neue Bedürfnisse zu wecken und somit der ununterbrochenen Arbeit, die ich täglich leiste einen Sinn geben.

    Ich wäre ja auf die unendlich alberne Idee gekommen das Fotografieren zu erlernen, aber wenn ich auch für Geld Filter kaufen kann, die mein Nichtkönnen überdecken.

    PS: Wie schön, dass die Zeit seit dem iPhone auch mal entdeckt hat, dass es soetwas wie Computer und Software gibt. Allerdings: Es gibt auch eine Welt jenseits den iPhones.

  5. Ich kann es niccht austehen wenn irgendwo Mobiltelefone als Kameras verkauft werden...

    Auch die Besten Handykameras sind im Vergleich zu einer Kompaktkamera Schrott. Aber nur weil das Mobiltelefon eine 5+ MP Kamera hat, halten sich viele Nutzer sofort fuer Photographen...

    Irgendwelche ueberteuerten Photo Anwendungen machen das Ergebnis nicht besser.
    Fuer knapp 50 Euro gibt es Photoshop Elements wenn ich mich nicht taeusche, oder kostenfrei Paint.Net -> das ist wesentlich vielseitiger als jede Mobiltelefon-Anwendung (egal ob kostenfrei oder nicht).

    Andererseits, daran erkennt man jene Menschen die wenig oder keinen Wert auf Qualitaet legen und lieber einem "Hype" folgen.

    Und wer die Photographie ernst nimmt ist am besten mit einer Kamera bedient die Rohdaten ausgeben kann und ueber manuelle Einstellungen verfuegt.

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    Ich habe beides: eine (analoge) SLR und ein iPhone. Und jetzt raten Sie mal, welches von beiden ich immer dabei habe...

    Mit der Nikon mache ich "anspruchsvolle" Photos, also zum Beispiel im Urlaub, oder wenn ein besonderes Schiff im Hafen liegt, oder beim Grillen mit Freunden, oder was weiß ich. Wenn der Anlass eben ausreicht, um das Teil mitzuschlüren (und ein Film drinliegt).

    Das iPhone ist für den Alltag, d.h. ich mache damit Photos, die ich früher mangels mitgeführter Kamera gar nicht gemacht hätte. Ein schöner Sonnenuntergang auf dem Heimweg, ein aberwitziges Schild, ein schrilles Auto... die dann vielleicht direkt in den Blog hochgeladen oder als Mail verschickt werden. Für mich ist also mit dem photographierenden Mobiltelephon eine Ausdrucksform dazugekommen, die ich nicht missen möchte. Es ist einfach und überall verfügbar, es kostet nichts, und die Qualität (zumindest bei Tageslicht) der Bilder ist vergleichsweise gut (für so ein kleines Gerät).

    Man muss also das eine nicht verteufeln, nur weil man das andere besser findet.

    • Sikasuu
    • 14. Dezember 2011 14:37 Uhr

    Ähnlich wie Oskar Barnack vor fast einem Jahrhundert mit der Leica die Fotografie revolutioniert hat, wird jetzt wohl das I-Phone neue Welten erschließen:-)
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    Ich sehr schon voraus: I-Phone mit Vollformat-Chip, Wechseloptik von 7-600mm, integriertem Blitz mit der Leitzahl 100, eingebattem Stativ, Bildverarbeitungsprogramm und das alles in einer Kamera von max. 3mm Dicke.
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    Canon u.a. mit den schweren unhandlichen Mark-Kisten werden sich warm anziehen müssen wenn sie da mit halten wollen. Vor allen Dingen, mit diesen "Altteilen" kann man ja noch nicht einmal telefonieren:-)
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    Der erste 3d Spielfilm gedreht mit einem I-Phone braucht zwar noch etwas, aber es wird auch dort nicht mehr lange dauern.
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    Ich freue mich auf den Tag, an dem Agenturen und Qualitätszeitungen nur noch Bilder an nehmen, in denen Apple im "Exif"steht :-)
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    Millionen "Profis" aka I-Phonebesitzer können sich nicht irren :-)
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    Auf die Demokratisierung der Fotografie, war ein langer Weg von der ersten Nassplatte zum Hosentaschen-Profiknipser.
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    Gruss
    Sikasuu
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    Ps. Wenn jetzt noch jemand ein Diktiergerät von Apple zum Musikstudio hochschreibt entstaube ich meine alte Sinar und mache damit Sportfotografie :-))
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    Pps. @Redaktion: Auf eine Glosse kann man nur mit einer Glosse antworten :-)

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    nun kommen sie den hosentaschen-profiknipsern (ich kugel mich gedanklich immer noch!) doch nicht mit dem begriff "sinar"; wir wollen doch bitteschön nicht mit einem kleinen hopser zurück in eine ära vor der steinzeit springen?!

    nur gut, dass man mit dem vollformat-50mpixel-iphone gleich von überall auf der welt googeln kann, was "sinar", "leitzahl" und "nassplatte" überhaupt ist.

    mit (analog)-fotobegeisterten grüßen, ausdemnorden

  6. Wie oft sehe ich jemanden mit so einem Teil Erinnerungsfotos von den Kindern schiessen. Einschulung, Geburtstag, sonstwas. Und denke mir, wie sehr die Kinder später mal traurig sein werden, daß Papi den Kindern zu Liebe nicht was richtiges zum Fotografieren gekauft hat.

    Schon mal geschaut, was an einer Spiegelreflex teuer ist? Nein, nicht die Kamera. Sondern die Objektive. Das hat seine Gründe.

    Und schon mal geschaut, wie groß das Objektiv von einem Mobiltelefon ist? Und was ist dann davon zu erwarten?

    Nehmt zum Fotografieren bitte Fotoapperate, euren Kindern zu Liebe ... Und zum Telefonieren dann Telefone. Aber bitte nicht verwechseln!

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    • Sikasuu
    • 14. Dezember 2011 15:41 Uhr

    Wenn ich heute meiner Mutter zur goldenen Hochzeit eine freude machen will, "klaue" ich den Schuhkarton mit Fotos UND Negativen aus dem Schrank und baue ihr ein Album Titel "Die letzten 70 Jahre".
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    In dem Karton finde ich Bilder und häufig auch Negative von der Einschulung bis zur Beerdigung!
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    Die CDs,Festplatten.... aus dieser Zeit dürften (wenn es sie gäbe) wohl als Plastik-,Elektonikschrott... zu entsorgen sein.
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    Fast alle Leute vergessen, das E-Fotografie eine Funktion fehlt. Die Archivfunktion, die als Nebenprodukt anfiel, muss heute bewusst und mit viel Mühe gehandhabt werden.
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    Im Profibereich der Horror von Bibliotheks- und Archivleuten.
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    Reichte es vor gar nicht langer Zeit ein Artfakt auf vernünftigen Trägern sachgerecht zu lagern muss heute mehrfach umkopiert werden um Lesbarkeit / Nutzung > 20 Jahre zu garantieren.
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    Goethes E-Mailwechsel mit Frau von Stein, eine vergessene Festplatte gefunden:-) wird es wohl nicht geben:-((
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    "Stellen sie und Fotos aus der Zeit vor 40 Jahren zu Verfügung!"
    vergiss es!
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    Persönliche, nicht offizielle Geschichte wird verloren gehen!
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    Da steckt ein riesiges nicht bekanntes/bewusstet Problem.
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    Gruss
    Sikasuu
    (der >100.000 Schwarz-Weiß- und Farb-Negative hinter sich stehen hat und nicht weiß, ob er die auf Datenträgern so einfach durch die Zeit gebracht hätte)
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  • Schlagworte App | Bluetooth | Smartphone | iPhone
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