Die Stiftung One Laptop Per Child (OLPC) wird den neuen Computer, das Tablet XO-3, auf der CES in Las Vegas vorstellen. Mit dem Rechner hat die Stiftung erstmals ihr Ziel erreicht, einen Bildungsrechner für weniger als 100 US-Dollar zu bauen.

Der Bildschirm des Tablets, der vom US-Unternehmen Marvell gebaut wird, hat eine Diagonale von 8 Zoll (etwa 20 Zentimeter) – das sei die richtige Größe für Kinder, sagte OLPC-Technikchef Edward McNierney dem US-Computermagazin Computerworld . Ein 10-Zoll-Tablet sei für Kinder zu schwer zu handhaben, während ein 7 Zoll großer Bildschirm zu klein sei, um damit ernsthaft arbeiten zu können. Das Display stammt von Pixel Qi.

Als Prozessor wird ein von Marvell entwickelter ARM-Prozessor, der Armada PXA618 eingesetzt, der eine Taktrate von 1 GHz hat. Das Gerät wird mit einer Handkurbel oder per Solarzellen mit Strom versorgt. Diese sitzen, wie Fotos zeigen , die das Blog Engadget zuerst veröffentlicht hat, in einem Deckel aus einem biegsamen Kunststoff, mit dem das Tablet geschützt wird.

Als Betriebssystem wird eine Linux-Variante oder Android eingesetzt. Auf der Consumer Electronics Show (CES) werde OLPC ein Gerät mit Android zeigen, kündigte Gründer Nicholas Negroponte in der Computerworld an. Ein Windows-Tablet wird es laut OLPC nicht geben.

Das XO-3 wird das erste OLPC-Gerät, das tatsächlich unter 100 US-Dollar kostet. Mit den ersten XO-Rechnern hatte die Stiftung dieses Ziel nicht erreicht. Es gebe zwar verschiedene Optionen bei der Ausstattung, sodass er den endgültigen Preis nicht garantieren könne, sagte Negroponte . Der Preis für das XO-3 werde aber "100 US-Dollar oder weniger" betragen.

Die Initiative setzt darauf, dass Staaten eine gewisse Anzahl der Computer kaufen. Aber auch Spender können Geräte bezahlen, sodass diese dann in die Regionen gebracht werden können, in denen sie verteilt werden sollen.

Kürzlich hatte Negroponte allerdings angekündigt, dass OLPC die Tablets nicht mehr direkt zu den Schülern bringen  wird. Stattdessen sollen die Geräte aus Hubschraubern abgeworfen werden.

Erschienen bei golem.de