Cebit 2012ChildPad steckt noch in den Kinderschuhen

Archos stellt auf der Cebit einen Prototypen seines 99-Euro-Tablets für Kinder vor. Das ChildPad soll ab Mai verkauft werden und bringt Filter- und Lernsoftware mit.

Der Prototyp des ChildPad von Archos bei der Cebit

Der Prototyp des ChildPad von Archos bei der Cebit

Der Kontrast könnte nicht größer sein: Apple-CEO Tim Cook steht am Mittwoch in San Francisco auf einer Bühne in einem abgedunkelten Saal mit gigantischen Leinwänden und stellt gewohnt selbstbewusst das neue iPad vor. Das französische Unternehmen Archos dagegen präsentiert zur gleichen Zeit an seinem kleinen Cebit-Stand leicht verschämt das einzige Vorführmodell seines Kindertablets mit dem Namen ChildTab. Davon stehen auch nicht ab sofort Zehntausende zur Verfügung. Das eine, das es gibt, wurde auf den letzten Drücker extra für die Messe in Hannover zusammengebaut.

Weswegen es hier vor allem um die Idee geht und weniger um die technische Ausführung. Das ChildPad soll in jeder Hinsicht ein Tablet für Einsteiger sein. Ein Sieben-Zoll-Display mit nur einer Kamera, einem Gigabyte Arbeitsspeicher, ohne UMTS und möglicherweise ohne Multitouch-Funktion. Möglicherweise, weil viele technische Details noch unbekannt sind, wie man sich am Messestand immer wieder entschuldigt. Insbesondere sei noch nicht geklärt, welches Display zum Marktstart im Mai verbaut werden wird. Der angestrebte Preis immerhin steht fest: 99 Euro soll das ChildPad kosten.

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Wie der Name schon sagt, ist das Gerät auf Kinder ausgelegt. Fünf bis sechs Jahre empfiehlt Archos als Einstiegsalter. Kindern in diesem Alter wolle man vielleicht nicht gleich ein teures iPad in die Hand geben, argumentiert der Hersteller. Außerdem gebe es viele Familien, die sich die Hochpreismodelle von Apple und anderen vielleicht nicht leisten könnten oder wollten, ihren Kindern die Welt der mobilen Computer aber auch nicht vorenthalten wollen.

Für 99 Euro kann niemand ein leistungsstarkes Tablet verlangen, ein Spielzeug aber ist das Gerät auch nicht. Der Prototyp macht einen durchaus stabilen Eindruck, und mit Android 4.0.3 bekommt das ChildPad immerhin die zweitaktuellste Version des Google-Betriebssystems.

Archos will aber vor allem mit einem inhaltlichen Konzept überzeugen: Mit der vorinstallierten Software Parental Filter der Firma Editions Profil können Eltern einstellen, welche Seiten ihr Kind im Internet aufrufen kann, aber auch, wie lange es überhaupt online sein darf. Neue Apps für das ChildPad wird es entweder aus einer gefilterten Version des offiziellen Android-Markets geben oder aus einem eigenen Online-Laden.

Als wichtigste Inhalte sieht Archos Videos und Musik, neben Lernsoftware und Spielen. "Kinder versinken zum Beispiel bei langen Autofahrten vor dem Tablet, wenn sie da einen Film schauen können", sagen die Archos-Leute bei der Cebit. Folgerichtig sollen die Tablets zum Einstieg mit dem Trickfilm Alvin und die Chipmunks 3 ausgeliefert werden.

Weil Kinder aber nicht so laut Musik hören sollen wie Erwachsene, wird es spezielle, kindgerechte Kopfhörer als Zubehör geben.

Leserkommentare
  1. muss das sein? kinder fangen in diesem alter schon an tv zu gucken... meine eltern haben das vehement eingeschränkt, nur es gibt auch viele eltern, die ihre kinder vorm tv versauern lassen. und jetzt soll das noch auf den computer konsum ausgeweitert werden?

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    ... tatsächlich nicht gut für Kinder. Aber dann in einem Zug gleich mit auf Tablets zu verweisen.... die sind, richtig eingesetzt, pädagogisch wertvoll.

    Sie wissen übrigens dass man auf diesen Dingern auch super schreiben kann. Ja, schreiben. Und dann anschließend per Email verschicken. Man muss Briefe nicht mehr tippen, sondern kann Sie wieder mit viel Liebe per Hand schreiben.

    ... tatsächlich nicht gut für Kinder. Aber dann in einem Zug gleich mit auf Tablets zu verweisen.... die sind, richtig eingesetzt, pädagogisch wertvoll.

    Sie wissen übrigens dass man auf diesen Dingern auch super schreiben kann. Ja, schreiben. Und dann anschließend per Email verschicken. Man muss Briefe nicht mehr tippen, sondern kann Sie wieder mit viel Liebe per Hand schreiben.

    • AceKi
    • 08.03.2012 um 12:57 Uhr

    ...diese unsägliche Vorstellung, dass TV, Süsses etc. etwas ganz Schlimmes ist! Es gehört natürlich reglementiert...sorry, aber ist ist doch wohl der größte Schwachsinn der Welt. Vorbote haben immer das Gegenteil bewirkt! Was Sinn macht, ist ein vernünftiger Umgang mit Medien sowie mit Süssigkeiten...(wir sind ja bei den Kindern; bei den größeren wären das Zigarretten oder halt Alkohol). Aber zurück zu dem Gerät...das ist hier wunderbares Beispiel für absolutes Mißverständnis des Marktes aber auch der Konsumenten - wenn man so will. Man sollte nur das Angebot der Apps (bei iPad z.B.) für Kinder betrachten. Es gibt sehr viele Lernspiele und Apps, die die Kinder zu vielen Sachen animieren und sie bei dem Entdecken der Welt unterstützen. Wenn man diese Apps als Konsum bezeichnet, dann bin ich froh, dass ich die Gelegenheit dazu habe und mein überteuertes iPad bedenkenlos meinen Kindern in die Hände gebe. Vermutlich werden Sie (@twingo440) das niemals einsehen - wirklich schade sowohl für Sie als auch für Ihre Kinder. Geben Sie doch den Medien eine Chance, vielleicht holen Sie so etwas von Ihrer Kindheit nach...nicht böse gemeint!!!

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    zum Beispiel stundenlang am Bach spielen, Wasserräder konstruieren, die selbstgebastelten Segelboote ausprobieren oder mit den Nachbarjungs Baumhäuser bauen. Das waren unsere Apps - und wir waren glücklich damit.

    Vermutlich werden Sie AceKi) das niemals einsehen - wirklich schade sowohl für Sie als auch für Ihre Kinder.

    zum Beispiel stundenlang am Bach spielen, Wasserräder konstruieren, die selbstgebastelten Segelboote ausprobieren oder mit den Nachbarjungs Baumhäuser bauen. Das waren unsere Apps - und wir waren glücklich damit.

    Vermutlich werden Sie AceKi) das niemals einsehen - wirklich schade sowohl für Sie als auch für Ihre Kinder.

  2. zum Beispiel stundenlang am Bach spielen, Wasserräder konstruieren, die selbstgebastelten Segelboote ausprobieren oder mit den Nachbarjungs Baumhäuser bauen. Das waren unsere Apps - und wir waren glücklich damit.

    Vermutlich werden Sie AceKi) das niemals einsehen - wirklich schade sowohl für Sie als auch für Ihre Kinder.

    Eine Leserempfehlung
  3. SAP hat eine tolle Videoeinführung zu seinem neuen Business ByDesign Store erstellt, die Videos können unter folgendem Link angesehen werden:

    http://www.youtube.com/us...

    Viele Grüße

    Das Exxplain-Team

    • AceKi
    • 08.03.2012 um 13:55 Uhr

    da ich all das auch gemacht habe. Was ich meine ist, dass das eine nicht das Andere ausschließt. Für Sie gibt es nur eine Welt, nämlich die von Vorgestern...die Welt ändert sich...natürlich soll es nicht heißen, dass man jeden Trend mitmachen muss, allerdings handelt es sich hier nicht um einen Trend sondern um die Einstellung und um die Frage "Wie bzw. was gebe ich meinen Kindern auf den Weg?" Sie ignorieren anscheinend die Welt um Sie herum...glauben Sie mir, die Kindern tun es sicherlich nicht! Deswegen meine Einstellung: Den gesunden Mittelweg finden...für viele offenbar wohl zu schwer nachzuvollziehen...oder? Mal am Rande...lassen Sie Ihre Kinder stundenlang unbeaufsichtigt an einer Abgelegenen Stelle einfach so spielen? In den 60gern bis 80gern wars es sicherlich ganz normal, aber Heute? Wenn Sie nicht gerade auf dem Land wohnen, ist das wohl mehr als bedenklich oder? Es ist furchtbar, dass man das nicht mehr zulassen kann...leider ist die Welt nun mal so...vielleicht war sie schon immer so, nur habe ich sie nicht so gesehen aus meinem Baumhaus... ;)

    • kinnas
    • 08.03.2012 um 14:37 Uhr

    werden schon mehr und werden immer mehr werden, wenn schon Kinderaugen nur noch auf 10cm Entfernung scharf stellen müssen (maximal dann 3-4 Meter in der Wohnung zur nächsten Wand).

  4. ... tatsächlich nicht gut für Kinder. Aber dann in einem Zug gleich mit auf Tablets zu verweisen.... die sind, richtig eingesetzt, pädagogisch wertvoll.

    Sie wissen übrigens dass man auf diesen Dingern auch super schreiben kann. Ja, schreiben. Und dann anschließend per Email verschicken. Man muss Briefe nicht mehr tippen, sondern kann Sie wieder mit viel Liebe per Hand schreiben.

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