Cebit 2012: Das Jahr der Datenbrillen
Zeiss stellt auf der Cebit eine 3D-Brille mit kreativen Einsatzmöglichkeiten vor. 2012 könnte das Jahr werden, in dem die "Head-Mounted Displays" alltäglich werden.
© Carl Zeiss AG

Die Cinemizer-Brille von Zeiss ermöglicht dem Piloten einer Drohe von Globe Flight eine Cockpit-Perspektive.
2012 könnte das Jahr der Datenbrillen werden, durch die ihr Träger völlig andere Dinge sieht als die umstehenden Menschen. Die Firma Zeiss etwa präsentiert auf der Computermesse Cebit in Hannover das Modell Cinemizer, eine Videobrille, mit der man in erster Linie bequem 3D-Filme sehen kann.
Der Cinemizer ist ein Head-Mounted Display. Vor jedem Auge ist ein kleiner OLED-Bildschirm platziert, sodass dreidimensionale Bilder entstehen können. Dazu müssen aber auch die Inhalte, also Filme oder Spiele, in 3D produziert sein. Diese Inhalte werden über den HDMI-Anschluss auf die Brille gebracht. Für das iPhone und den iPod gibt es Adapter.
Die Brille selbst ist nicht viel größer als eine normale Brille und wiegt nur 120 Gramm. Perfekt für den 3D-Filmgenuss im Flugzeug oder auf Bahnfahrten, wirbt die Firma Zeiss. Die Akkulaufzeit soll laut Hersteller sechs Stunden betragen. Brillen- und Kontaktlinsenträger können auf ihre Sehhilfe verzichten, der Cinemizer ist zumindest von -5 bis +2 Dioptrin anpassbar.
Im Juli soll das Gerät in den Handel kommen, zum Preis von 649 Euro. Vorbestellungen sind bereits möglich.

Doch der Cinemizer kann noch mehr: Die Firma Globe Flight bietet Multikopter an, also Drohnen verschiedener Größen, die eine Kamera mit in die Luft nehmen können. Was die aufzeichnet, kann per Funk live auf die Zeiss-Brille übertragen werden. Der Brillenträger nimmt also eine Cockpit-Position ein.
Ein Mitarbeiter von Globe Flight versicherte auf der Messe, dass der Brillenträger den Multikopter auch selbst steuern kann. Ein einfacher Bausatz kostet etwa 500 Euro, mit einer Fernsteuerung ist man aber schnell bei 800 Euro. Die teuerste Drohne kostet sogar 10.000 Euro.
Ein Set aus Billigdrohne samt Steuerung, Kamera und Cinemizer ist aber nicht so teuer, dass sich dafür keine Kunden fänden. Vor allem für Fotografen und Modellflieger ist die Kombination interessant. Dass sich Menschen damit auch gegenseitig ausspionieren können, indem sie zum Beispiel über fremden Gärten fliegen und filmen, ist die Kehrseite des Fortschritts.







...ich geb dir noch zwei Jahre. Dann wirst du durch - in dem Fall transparente - Datenbrillen ersetzt werden.
Oh je. Geht das nicht schon heute? Telefon ans Ohr, zur Seite drehen, Kamera-Auslöser drücken. Oder Headset ins Ohr, dann mit dem Telefon ein bisschen herumfuchteln und dabei fotografieren. Ob eine Brille da wirklich neue Probleme aufwirft?
Aber wer war das nochmal, der behauptet hat, die Welt sei 2006 SPAM-frei?
Und wie oft wurde gesagt, APPLE muss dieses und jenes rausbringen, sonst verpassen sie den Anschluss?
Also mit derlei Vorhersagen sollte man sich doch selbst zurückhalten...
...kann ja sein, daß die Apple-Jünger auch in zwei Jahren noch nen 500g-Klopper in der Hand haben während die anderen ne coole brille tragen und beide Hände frei haben ; )
Während die Android-Jünger 500g auf der Nase jonglieren? ;P
..also wir haben das schon :)
Zwar nicht die Google Brille aber Modelle ( Quadrocopter, Jetmodelle Hubschrauber etc.. ) die mittels Remote View
gesteuert werden. Spionage für jeden, aus 300m Höhe können Sie
das Ding kaum sehen und hören schon gar nicht, das ZoooomObjektiv erkennt aber alles...wenn man will.
Wir nutzen das als Gag beim R/C Fliegen, wenn man möchte könnte man das aber auch ausgiebig mißbrauchen.
Das ganze gibts schon mehrere Jahre und Flüge WEIT jenseits der Sichtgrenze sind kein Problem. Mal kurz 25km westwärts auf 1500m hin und zurück, geschenkt !!
http://vimeo.com/22169241
ein Freund eines Freundes mit enstsprechendem Know-How
und Kleingeld :)
Dann kann man bequem auf der Couch liegend Filme sehen oder Fernsehen, statt starr auf den Bildschirm zu schauen.
Statt durch die Strassen zu wandern mit einem Führer in der Hand, sagt mir die Brille, was ich sehe. Und der zugehörige PC in der Grösse eines kleinen Telephons steckt in meiner Jackentasche.
All diese Ungetüme auf dem Schreibtisch verschwinden.
Das tablet ist nur ein Bildschirm, um anderen was zu zeigen aber besser noch sollte sich die Beamertechnologie so entwickeln, dass der Bildschirm wirklich überflüssig wird; jedenfalls für den Normalbenutzer. Man projiziert die Bilder einfach auf ein Blatt Papier oder als 3D Bilder in einen Quarzwürfel.
Tja, und das mit dem unerlaubten Fotographieren wird sich nur durch entsprechende Verhaltenskodizes verhindern lassen. Sonst muss man damit leben, dass es auf der Strasse und in öffentlich zugänglichen Gebäuden keine Privatsphäre mehr gibt. Tja, es wird wohl so kommen, dass man sich ausserhalb der eigenen Vier Wände und unter freiem Himmel (siehe Dronen) tunlichst stets korrekt verhält, weil irgendwer ja filmen könnte.
Wollen wir diesen Zwang nicht, dann müssen Geräte entwickelt werden, die in einem gewissen Umkreis um uns herum, jedes Rechengerät ausser Funktion setzt, z.B. in unserer Wohnung, über unserem Garten oder Balkon. Wäre doch eine lohnende Aufgabe für Entwickler.
Die einfache Lösung, "Das tut man nicht" und jeder hält sich dran, ist in der heutigen Gesellschaft ohne Anstand leider keine Lösung.
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