Amazon : Kindle Touch ist Weiterentwicklung, keine Revolution
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Konkurrenz bietet mehr Funktionen

Dennoch kann hier die Konkurrenz von Sony leichter überzeugen. Der PRS-T1 Wifi für 149 Euro verfügt ebenfalls über ein Multitouch-Display. Er bietet darüber hinaus aber besondere Zoomfunktionen, mit denen beispielsweise einzelne Textausschnitte vergrößert werden können. Auch lassen sich mehrspaltige Dokumente so von oben nach unten durchklicken. Wer in Texten Anmerkungen machen will, findet beim Sony-Gerät ebenfalls mehr Funktionen. So kann der PRS-T1 Wifi auch mit handschriftlichen Notizen umgehen.

Beim Kindle sind Eingaben nur mithilfe einer virtuellen Tastatur möglich. Nach langer Berührung einer Textpassage öffnet sich ein Fenster. Dort kann dann die Übersetzung eines Wortes nachgeschlagen werden, oder mittels Wikipedia auch seine Bedeutung. Das Feld dient außerdem zum Setzen von Markierungen, Verfassen von Notizen, oder um die markierte Textpassage an andere Kindle-Leser weiterzuempfehlen . Zudem bietet der Kindle Touch einen Artikel-Modus. Mit diesem werden einzelne Online-Artikel im E-Book-Layout angezeigt.

Weiterentwicklung, keine Revolution

Alles in allem ist der Kindle Touch keine Revolution, sondern eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Lesegerätes. Leser, die auf einen bequemen Zugang zum Internetbuchladen Wert legen, auch einmal PDF-Dateien ansehen wollen und viele Notizen machen, profitieren von der Touch-Steuerung.

"Der neue Touchscreen macht das Umblättern, das Suchen und Einkaufen von Büchern und die Erstellung von Notizen so einfach wie nie zuvor", bewirbt Amazon seinen neuesten Reader. Gerade die erste Behauptung erweist sich als nicht ganz richtig. Wer es gewohnt war, mit den Steuertasten umzublättern, dem erscheint das Tippen auf dem Schirm anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Wer mehr Funktionalität sucht, sollte sich außerdem bei der Konkurrenz umsehen. Und wer einfach nur lesen will, muss so viel Geld nicht ausgeben und kann auch zu einem günstigeren Reader ohne Touchdisplay greifen.

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Kommentare

12 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Zeitungsabos mit dem kindle

Schade, dass gerade die ZEIT nicht auf ihr hauseigenes Angebot im Kindle-Store hinweist. Ein großer Vorteil des kindles ist das ZEIT-Abo für einen sehr günstigen Preis. So kann ich die neueste Ausgabe bequem in den öffentlichen Verkehrsmitteln lesen ohne beim Umblättern andere Fahrgäste aufgrund der ausholenden Bewegungen oder dem dauernden Rascheln zu belästigen.
Ein gravierenden Nachteil hat der kindle jedoch (noch) auch: Man wird laufend darauf angesprochen - allerdings nur von technikaffinen Männern mittleren Alters.

Sony Reader

Der Reader von Sony hat leider einen beleuchteten Hintergrund, so dass dies (wie auch bei normalen Computern) zu Augenschmerzen führen kann. Der Vorteil von Kindle ist die speziell konzipierte "electronic INK" Technologie, die den Text in einer speziellen Form ausgibt, so dass man das Gefühl hat eine Zeitschrift zu lesen. Wenn es jedoch ein Reader mit einem beleuchteten Hintergrund sein soll, der auch Farbe wiedergeben soll, dann wurde ich den Kindle Fire empfehlen. Den gibt es z.Z. nur in den USA fuer 199 US$. Dafuer kann das Gerät deutlich mehr.

Gefällt mir nicht

diese Neigung, immer die Marktführer zu empfehlen. Die meisten aktuellen eReader verwenden die gleiche Darstellungstechnik und sind dem Kindle überlegen, weil sie wesentlich mehr Dateiformate unterstützen. Der Kindle ist so gesehen nur ein Gerät zum Einkaufen bei Amazon iwe das Kindle Fire. Ich würde ihn nehmen, für sagen wir zehn Euro. Ansonsten ist der Kobo besser.