Als eines der ersten Smartphones hat das HTC One X einen Tegra-3-Chip von Nvidia mit vier Kernen, die mit einer Taktung von 1,5 Gigahertz laufen. Zusätzlich ist auf dem System-on-a-Chip (SoC) ein fünfter Kern integriert, der mit maximal 500 Megahertz läuft. Er wird aktiviert, wenn das Smartphone nur eine geringe Leistung benötigt, etwa bei deaktiviertem Bildschirm für die notwendigsten Funktionen. Damit soll die Akkulaufzeit erhöht werden, denn unter Volllast nehmen die vier Kerne naturgemäß mehr Leistung auf als die herkömmlichen Zweikernprozessoren.

Das HTC One X wird unter Volllast regelrecht heiß, wir konnten an der Audiobuchse, die direkt über der CPU liegt, bis zu 49 Grad Celsius bei einer Raumtemperatur von 23 Grad Celsius messen. Vor allem der Metallring um das Objektiv auf der Rückseite des Smartphones wird unangenehm heiß. Aber auch am Gehäuse ist die Hitze zu spüren.

Die Wärmeentwicklung des Geräts machte uns ein wenig Sorgen. Zwar lief das Smartphone auch bei fast 50 Grad Celsius CPU-Temperatur noch stabil, wie das Smartphone im Sommer bei höheren Außentemperaturen reagiert, bleibt allerdings abzuwarten.

Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Nexus mit seinem Zweikernprozessor wird unter Volllast laut dem Benchmark Antutu Tester etwa 40 Grad Celsius warm. Dort ist die Wärmeentwicklung am Gehäuse auch deutlich weniger spürbar.

Stabil und leicht

Beim Aufladen wurde das HTC One X ebenfalls warm, allerdings nicht ganz so deutlich. HTCs Smartphone kühlt immerhin sehr schnell wieder ab.

Das Gehäuse ist aus Kunststoff, laut HTC aus Polycarbonat, und fühlt sich nicht nur hochwertig an, sondern ist auch stabil. Außerdem reduziert das Kunststoffgehäuse das Gewicht, so dass das Smartphone nur 134 Gramm wiegt, mit Ladegerät und Kabel sind es 190 Gramm. Das etwa gleichgroße Samsung Galaxy Nexus wiegt etwa 139 Gramm.

Unter einer Abdeckung aus Gorilla-Glas von Corning liegt das 4,7 Zoll große Display, das eine Auflösung von 720 mal 1.280 Pixeln hat. Beim Display handelt es sich um ein Super-LCD2-Display, das eigentlich ein IPS-Display ist, wie HTC bestätigte.

Die Farben wirken kontrastreich und nicht so übertrieben knallig wie beim Galaxy S2. Bei direktem Sonnenlicht ist das Display gut lesbar, allerdings funktioniert der Helligkeitssensor etwas träge. Das Umschalten zwischen Hoch- und Querformat hingegen funktioniert gut. Der Tegra-3-Chipsatz liefert auch eine überdurchschnittliche Grafikleistung, der Nenamark-Benchmark hat 47,5 Frames pro Sekunde gemessen, fast doppelt so viel wie auf Samsungs Galaxy Nexus.