AndroidGoogle könnte das nächste Nexus selbst verkaufen

Mehrere Hersteller, direkter Verkauf: Damit Mobilfunkanbieter die Verbreitung von Android 4.1 nicht bremsen, ändert Google angeblich die Strategie beim Nexus-Smartphone. von 

Samsung Galaxy Nexus – die letzte Nexus-Version, die von nur einem einzigen Hersteller kommt?

Samsung Galaxy Nexus – die letzte Nexus-Version, die von nur einem einzigen Hersteller kommt?  |  © Justin Sullivan/Getty Images

Google ändert angeblich seine Strategie beim Verkauf des Smartphone-Referenzmodells Nexus. Um den Einfluss von Mobilfunkanbietern zu minimieren, will der Konzern sein Smartphone mitsamt dem neuen Betriebssystem Android 4.1 – Spitzname Jelly Bean – künftig direkt verkaufen, also ohne Vertrag und SIM-Sperre . Das berichtet zumindest das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen innerhalb des Konzerns.

Außerdem soll die Nexus-Reihe nicht mehr nur von einem, sondern von bis zu fünf Herstellern gleichzeitig angeboten werden. Dann gäbe es nicht nur ein HTC Nexus oder ein Samsung Nexus , sondern möglicherweise auch eines von Motorola und eines von Sony . Gleichzeitig könnte auch ein Google-Tablet mit einer entsprechenden Android-Version auf den Markt kommen, hergestellt von Asus. 

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Schon das erste Nexus war von Google direkt vertrieben worden. Jedoch wurde der Onlineshop nach wenigen Monaten geschlossen, da es sich nur schlecht verkaufte.

Mehrere Argumente sprechen dafür, dass Google es nun noch einmal versucht: Erstens würde damit Befürchtungen entgegentreten, Google würde seinem neuen Partner Motorola Vorteile vor der Konkurrenz verschaffen.

Zweitens behielte Google mehr Kontrolle über sein Betriebssystem. Anbieter wie HTC oder Samsung passen Android normalerweise an ihre eigenen Vorstellungen und Geräte an. Dadurch aber verzögern sich Updates, da sie eine neue Androidversion erst überarbeiten, bevor sie sie an die Handys der Kunden verschicken.

Bevor sie die Geräte verkaufen, sperren manche Anbieter auch einzelne Apps und Funktionen, die im puren Android enthalten sind. In den USA blockiert zum Beispiel Verizon Wireless das Google-Bezahlsystem Wallet und verhindert damit einen schnelleren Durchbruch dieser Technik, in die Google große Hoffnungen setzt.

Vorteil für App-Programmierer

Drittens träte Google der Fragmentierung von Android zumindest ansatzweise entgegen. Fünf verschiedene Geräte mit einem identischen, weil unveränderten Betriebssystem würden es Entwicklern erleichtern, neue Apps zu programmieren. Außerdem würde sich Jelly Bean etwas schneller verbreiten als seine Vorgänger. Die Version 4.0 etwa, schreibt Wired.com , läuft bis heute nur auf rund fünf Prozent aller Android-Geräte, obwohl sie bereits vor einem halben Jahr eingeführt wurde.

Leserkommentare
    • siric
    • 16. Mai 2012 16:50 Uhr

    Warum sollte es beim direkten Verkauf für den Kunden teurer sein? Die meisten Provider haben auch SIM-only Tarife (manchmal etwas versteckt) und das "subventionierte" Handy erkauft man sich durch Tarifaufpreise.

    2 Leserempfehlungen
    • mgutt
    • 16. Mai 2012 17:49 Uhr

    Die werden wohl kaum die Premium-Geräte für Google herstellen. Außerdem wollen die auch verkaufen und solange es unsicher ist, weil es über einen Shop von Google geht, wird sich da kein Hersteller trauen was besonders tolles herzustellen. Da muss Google schon mit Händler und Amazon zusammenarbeiten, damit das läuft.

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  1. An sich wäre das eine gute Sache! Auf Updates wartet man ewig und bekommt dann irgendwas beschnittenes, bzw für "ältere" Smartphones bekommt man gar kein Android 4.0 ,die Überarbeitung lohnt sich halt nicht...also lieber gar nix bringen...
    Übrigens ich hab mir mein Handy mit Android auch ohne Vertrag geholt... also sollte es da kein Preisunterschied geben... aber dafür aktuelle Software!

    my two cents

    Chris

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  2. SD karten nicht nötig sind oder? Sogar mein S1 braucht keine, trotz vieler Fotos etc.

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  • Schlagworte Google | Android | Motorola | Samsung | Sony | Apps
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