Ist das nur ein Spielzeug oder mehr? Das Technikblog Techcrunch sieht in der Brille Googles Zukunft . Nicht unbedingt als Produkt, das dem Konzern Milliarden einbringen wird, sondern als ersten Schritt, um Menschen und Maschinen nahtlos zu vereinen.

Das Blog zitiert Google-Gründer Brin mit den Worten: "Wir wollen, dass man weniger Sklave seiner Geräte ist. Es (Glass) ist geradezu befreiend und ich kann es kaum erwarten, das mit allen zu teilen."

Allerdings ist das nur eine Sichtweise. Beim Blog AllThingsD fürchtet eine Autorin , Project Glass werde eine viel größere Hürde aufbauen als bisherige Technik wie Smartphones – zwischen den Menschen nämlich.

Entwicklermodell für 1.500 Dollar

AllThingsD zitiert ebenfalls Brin, der beschreibt, wie er, ohne seine Hände nutzen zu müssen, dank der Brille seinen Sohn fotografieren konnte, während er ihn jauchzend in die Luft warf. Da das Übertragungsgerät mitten im Gesicht sitzt, könnten Informationen uns viel leichter erreichen, schreibt die Autorin. "Doch was ist, wenn wir mit einem anderen Menschen in der Wirklichkeit interagieren wollen, aber ein kleiner Bildschirm schiebt ständig neue Nachrichten zwischen uns und denjenigen? Wie kann das keine Ablenkung sein?"

Anschließend zitiert sie wieder Brin: "Ich bin da optimistisch. Ich glaube, es ist viel weniger störend, als es Smartphones sein können, da man die immer in der Hand hat und draufschaut und damit von der Umgebung abgelenkt ist. "

Wie störend es ist, werden wir bald wissen, Google will die Brillen im kommenden Jahr verkaufen. Auf der Konferenz in San Francisco konnten Interessierte sich ein Vorserienmodell für Entwickler für 1.500 Dollar vorbestellen . Es soll zu einem nicht näher definierten Zeitpunkt Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden.