Google GlassVideokamera mitten im Gesicht

Google-Chef Sergey Brin hat in San Francisco sein derzeitiges Lieblingsspielzeug gezeigt, die Datenbrille "Glass". Vorserienmodelle sollen schon Anfang 2013 kommen. von 

Google-Chef Sergey Brin demonstriert die Datenbrille "Google Glass".

Google-Chef Sergey Brin demonstriert die Datenbrille "Google Glass".  |  © KIMIHIRO HOSHINO/AFP/GettyImages

Der Ton hallte und die Bilder ruckelten, aber um zu demonstrieren, was die Datenbrille namens Project Glass kann, hätte sich der Konzern kaum etwas Schrägeres ausdenken können: eine Live-Übertragung mit diesen Brillen von einem Fallschirmsprung.

Die Entwicklermessen der großen Konzerne wie Apple , Facebook oder eben Google sind immer auch Image-Kampagnen. Google demonstrierte auf seiner Messe I/O am Mittwoch, dass man cool und sportlich sein will.

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Vier Fallschirmspringer sprangen aus einem Luftschiff und landeten auf dem Dach der Veranstaltungshalle, dem Moscone Center in San Francisco . Anschließend fuhren Radfahrer über das Dach der Halle und Kletterer seilten sich von dort zum Boden ab – sie alle hatten die neuen Datenbrillen aufgesetzt und übertrugen Bilder ihres Tuns auf eine Leinwand in der Halle.

Project Glass kann also live Videos übertragen. Was sie noch kann, steht derzeit nicht fest, das Gerät ist noch mitten in der Entwicklung. Das Blog Engadget hat aber zumindest ein paar Spezifikationen ausmachen können , die derzeit diskutiert werden oder schon umgesetzt sind.

Demnach sei es zwar möglich, ein 3G- oder auch 4G-Modul für die Verbindung zum Mobilfunknetz einzubauen, das sei aber nicht das primäre Ziel Googles. Vielmehr soll Glass über WLAN kommunizieren oder via Tethering die Netzverbindung eines Mobiltelefons nutzen.

Kopfnicken und Fingergesten

Die Eingabe von Informationen soll über Sprache geschehen und über ein kleines Touchpad am rechten Bügel, das Fingergesten übersetzen kann. Außerdem habe die Brille ein Gyroskop und könne so Nicken und Kopfschütteln verstehen.

Dank einem internen Speicher könnten Aufnahmen der Bille auf ihr selbst festgehalten werden. Die eigentliche Idee sei aber, schreibt Engadget , Bilder live ins Netz zu streamen. Klingt plausibel, immerhin wurde diese Funktion mit der Demonstration in der Luft ausführlich vorgeführt.

Leserkommentare
  1. ...ich warte schon lange auf Ähnliches, die Einsatzmöglichkeiten sind unendlich, nur das Brillengestell würde mich stören.

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    • footek
    • 28. Juni 2012 13:41 Uhr

    Mit ein bisschen Fantasie können Sie sich vielleicht vorstellen, dass es Leute gibt, die kein Bedürfnis verspüren, von den Mitmenschen als cool angesehen zu werden, weil Sie sich nicht mehr auf dem Schulhof aufhalten und sich um wichtigere Dinge zu kümmern haben,als den Rest der noch verbleibenden Privatspähre Google & co. aus reinen monetären Interessen zu verkaufen...

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "@4 footek"
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    Ich bin alles andere als einer dieser mitläufer die als cool gelten wollen. Darum geht es nicht. Ich will diese Brille nicht um "cool" zu sein, sondern weil ich von dieser Technik fasziniert bin.

  2. Das ist das wovon Sci-Fi Fans und Gamer wie ich Jahre lang geträumt haben :D
    Vor allem Transhumanisten dürften sich freuen das ihre Visionen immer wahrer werden^^
    Ich geh noch ein Schritt weiter, und sage das man in ein paar Jahren sogar nur Kontaktlinsen brauchen wird, und man nur noch ein gerät mit sich rumschleppt das so groß wie ein smartphone ist, aber PC,Handy, Gaming Konsole usw. ineinander vereint.
    Klingt zu Fantastisch? Nun, das haben die meisten Leute bis vor Kurzem bestimmt auch über die oben beschriebene Brille gesagt ;)

    4 Leserempfehlungen
    • footek
    • 28. Juni 2012 13:22 Uhr

    Google präsentiert einen Fallschirmsprung gefilmt mit einer Webcam und alle sind begeistert. Das ist ja sowas von wow.....!!
    Zukünftig macht jeder sein Bigbrother-Stream ins web. Da hat die Welt drauf gewartet.....

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    Mit ein bisschen Fantasie kann man sich vorstellen welch coole Möglichkeiten diese Brille bietet. Denken sie mal daran, anstatt gleich wieder wegen Überwachung rumzujammern. Sie werden schließlich nicht gezwungen ihre Leben ins Internet zu streamen. Die Brille kann man noch zu viel mehr verwenden.

  3. Dir Brille ermöglicht erstmals Augmented Reality im Alltag. 2013 wird vll als das Jahr in die Geschichte eingehen in dem virtuelle und reale Welt anfingen miteinander zu verschmelzen. Die Möglichkeiten sind fantastisch die sich damit eröffnen, hoffe mal die Brillen werden schnell günstiger, denke aber sie können bald Smartphones komplett ersetzen und werden auch nicht mehr kosten.
    Bildschirmgröße ist im Vergleich zu einem Desktop-Pc eines der größten Limits. Mit den Brillen kann man weit größere Dinge darstellen als selbst auf einem 5 Zoll Smartphone-Bildschirm und Smartphones haben jetzt schon die Rechenkapazität eines 5 Jahre alten PCs.

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    Allerdings wird es die Smartphones nicht verdrängen, sondern ich denke die Smartphones werden "aufgeteilt". Ich stelle mir das im Moment so vor: Ein iPhone großes Gerät das man immer in der Hosentasche hat aber ohne Bildschirm, denn dafür gibt es dann die Brillen. Also das es so aufgeteilt ist wie ein PC: Unten das Gerät oben der Externe Bildschirm.

    • tobmat
    • 28. Juni 2012 15:22 Uhr

    "Dir Brille ermöglicht erstmals Augmented Reality im Alltag."

    Also nach dem was im Artikel steht ermöglicht die Brille genau das nicht. Es ist eine Kamera. Da steht nichts davon, das die Brille Daten ans Auge / Gehirn sendet. Für Augmented Reality wäre aber genau das notwendig.

  4. Das Problem welches ich mit den nicht als Kamera erkennbaren Brillen habe, ist eher: Was, wenn der Aufgenommene nicht gefragt wird?

    Wer möchte denn Bilder von sich oder seinen Kindern, evtl. aus Sauna oder Schwimmbad, bei Youtube finden?

    Wie ist es mit dem Privaten als Rückzugsraum? Smartphones mit Kamera zerren Heute schon Dinge vor den Altar der öffentlichen Tugendgerichtsbarkeit, die dort zu Skandalen aufgeblasen werden. Das wird durch so unauffällige Dinge wie Brillen sicher nicht besser.

    Grundsätzlich ist das alles sehr interessant, aber man muss eben auch die Risiken im Hinterkopf behalten.

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  5. und zeigt, daß die eigentlich revolutionäre Innovation verkannt wurde (wobei die Präsentation zugegeben auch einen sehr großen Fokus auf die Kamerafunktion legt).

    Actioncams gibt es schon seit einigen Jahren, den Durchbruch erzielten hier die GoPro Produkte, die man übrigens auch in der Präsentation sieht (weil die Wingsuit-Flieger diese zusätzlich montiert haben).

    Der Durchbruch, auf den viele "Freaks" schon seit langem warten, ist nicht die Kamera, sondern der Monitor vor dem Auge. Wearable IT, dank technischem Fortschritt auf ein Maß zurechtgeschrumpft, wo es alltagstauglich wird.

    Man stelle sich vor: ein hochauflösender, "großer virtueller Projektionsschirm", eingeblendet im Sichtfeld - glaubt hier wirklich jemand, daß es in 20 Jahren noch portabler Mediaplayer bedarf? Auch der stationäre PC-Arbeitsplatz mit Tastatur und Monitor steht dann zur Disposition -zumindest in der aktuellen Form.

    Erste Ansätze von "Augmented Reality", also das Überlagern von Informationen in das Sichtfeld, gibt es schon heute auf modernen Smartphones. Die naheliegendste Anwendung, die Navigationshilfen, lassen erahnen wo die Reise hingehen kann.

    An die Kassandra-Rufer: wie jede neue Technologie birgt auch diese "Gefahren". Der Terminator scheint greifbar, der per freiwillig zwanglos prostituiert verfügbaren Facebook-Daten automatisch per Gesichtserkennung alle mögliche Daten zu Passanten im Sichtfeld direkt einblendet.

    Doch mit pauschaler Technikverurteilung säßen wir heute noch auf Bäumen.

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  6. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich vorstellen welch coole Möglichkeiten diese Brille bietet. Denken sie mal daran, anstatt gleich wieder wegen Überwachung rumzujammern. Sie werden schließlich nicht gezwungen ihre Leben ins Internet zu streamen. Die Brille kann man noch zu viel mehr verwenden.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Webcam wow"
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    • footek
    • 28. Juni 2012 13:41 Uhr

    Mit ein bisschen Fantasie können Sie sich vielleicht vorstellen, dass es Leute gibt, die kein Bedürfnis verspüren, von den Mitmenschen als cool angesehen zu werden, weil Sie sich nicht mehr auf dem Schulhof aufhalten und sich um wichtigere Dinge zu kümmern haben,als den Rest der noch verbleibenden Privatspähre Google & co. aus reinen monetären Interessen zu verkaufen...

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  • Schlagworte Sergey Brin | Google | Apple | Blog | Facebook | Messe
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