Das "Surface" bei der Vorstellunng in Los Angeles © JOE KLAMAR/AFP/GettyImages

Microsoft hat einen eigenen Tablet-Computer vorgestellt. Mit dem Surface genannten Gerät steigt das US-Unternehmen in den boomenden Tablet-Markt ein. Das Tablet wird in zwei Versionen produziert, die kleinere soll noch im Herbst zusammen mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 auf den Markt gebracht werden.

Der Einstieg in die Herstellung von Tablet-Computern ist ein Wendepunkt für Microsoft: Üblicherweise verkauft der Konzern nur Software mit seinem Windows-Betriebssystem, die Computer bauten bislang Hersteller wie Hewlett-Packard , Samsung oder Dell.

Die Microsoft-Tablets sind in etwa so groß wie ein iPad, haben aber einen etwas breiteren 16:9-Bildschirm mit einer Diagonale von 10,6 Zoll (26,9 Zentimeter) sowie einen USB-Anschluss und einen Einschub für MicroSD-Speicherkarten. Auffälligste Besonderheiten sind der eingebaute Ständer und der abnehmbare Bildschirmschutz, der über eine vollwertige Tastatur samt Touchpad verfügt.

Microsoft stellte das Surface am Montag in Los Angeles vor. Die eingeladenen Journalisten hatten oft nur Sekunden Zeit, die Geräte in der Hand zu halten und auszuprobieren. Weswegen es bislang keine echten Testberichte gibt.

Zwei Geräte, zwei Tastaturen

Es soll zwei Versionen des Gerätes sowie zwei Versionen der Tastatur geben. Die Einsteigervariante läuft mit dem Tablet-Betriebssystem Windows 8 RT . Kern ist ein Nvidia-ARM-Chip. Das Gerät wiegt nach Angaben von Microsoft 676 Gramm (und damit etwas mehr als ein iPad 2), ist 9,3 Millimeter schmal, hat 32 oder 64 Gigabyte Speicher sowie einen USB-2.0-Stecker und einen Micro-SD-Kartenleser.

Die zweite Version verwendet einen Core I5-Prozessor von Intel mit Ivy-Bridge und kommt mit dem Betriebssystem Windows 8 Pro. Das Surface wiegt dann 903 Gramm, ist 13,5 Millimeter dick, hat einen 64 oder einen 128 Gigabyte großen Flashspeicher, ein FullHD-Display, einen microSDXC- und einen USB-3.0-Eingang und einen leistungsstärkeren Akku. Angaben zur Akkulaufzeit macht Microsoft allerdings nicht.

Der Bildschirmschutz beinhaltet in der fünf Millimeter dicken Version eine vollwertige Tastatur samt Trackpad. Die drei Millimeter dünne Version hat keine echten Tasten, sondern nur Sensoren, die in Tastaturform angeordnet sind.

So teuer wie ein Ultrabook

Das Surface soll offenbar nur bedingt ein iPad-Konkurrent sein. Statt auf Surfen und Spielen zu setzen, besinnt sich Microsoft auf seine Stärke und hat offensichtlich ein Gerät im Sinn, mit dem vor allem geschrieben und damit gearbeitet werden kann. Die Tastatur macht es eher zu einem Konkurrenten für Ultrabooks. Das wird sich wohl auch im Preis vor allem der Pro-Version niederschlagen. Genaue Zahlen nannte Microsoft noch nicht, doch das Pro-Surface solle in etwa so viel kosten wie ein Ultrabook, schätzungsweise also eintausend Euro, die RT-Version so viel wie vergleichbare Tablets.