Name : AppFlow

Inhalt : Seit viereinhalb Jahren gibt es in dem ursprünglich als Musikverwaltung gestarteten iTunes den sogenannten App Store. Bis heute macht es wenig Spaß, in diesem Laden zu stöbern. Er wirkt unübersichtlich und seelenlos, zu sehr wie ein Warenhaus, was nicht zuletzt an der Auflistung der "umsatzstärksten Apps" liegt. Nun gibt es eine Anwendung, die iTunes alt aussehen lässt: AppFlow ist eine nützliche und vor allem sehr ansprechend gestaltete App zum Entdecken von Apps.

Dabei handelt es sich keineswegs um eine simple Suchmaschine. AppFlow ist vielmehr eine Sammlung kuratierter Listen von Apps zu bestimmten Themen. Die Macher haben zum Start einige Nutzerprofile selbst angelegt und ihnen Namen wie Science Stanley, Music Michelle oder Summer Sam gegeben. Diese Kuratoren wiederum haben jeweils mehrere Listen angelegt, aus deren Namen hervorgeht, was für App-Empfehlungen sie enthalten.

Wer in diesen Listen eine interessante App entdeckt, kann sie über einen Link zu iTunes herunterladen, anderen Nutzern in einer eigenen Liste empfehlen oder zunächst in seinen "Bucket" legen, eine Art Merkliste. Stellt sich heraus, dass Summer Sam generell guten Geschmack in Sachen Sommer-Apps hat, kann man der einzelnen Liste oder gleich Summer Sam selbst folgen – ähnlich wie bei Twitter – oder ihm danken. Dafür gibt es den "Thanks"-Button. Das gibt der App eine soziale Komponente und den Kuratoren einen Ansporn, ihre Listen beständig zu aktualisieren. Das wiederum hilft den Followern, einen Überblick über aktuelle, gelungene Apps zu behalten.

Registrierung nicht unbedingt nötig

Jeder Nutzer von AppFlow hat eine Startseite, die er individuell bestücken kann, unter anderem mit dem "Bucket" sowie den Listen und Nutzern, denen er folgt. Eine Registrierung ist dafür nicht erforderlich. Die braucht es erst, wenn jemand selbst Listen veröffentlichen will.

Es gibt viele Apps zum Finden von Apps , aber AppFlow sticht heraus. Alle Icons, Bildchen und Buttons sind elegant gestaltet, das Navigieren ist flüssig, schnell und selbsterklärend. Der Effekt: AppFlow-Nutzer suchen nicht, sie browsen.

Einziger offensichtlicher Nachteil: Bislang wurde die App erst von einigen Tausend iPhone- oder iPad-Nutzern heruntergeladen, es mangelt also vor allem noch an App-Listen, die von Nutzern statt von den Machern erstellt wurden.