Musik-AppMusikquiz für Schnellerwisser

In der App "SongPop" treten immer zwei Spieler gegeneinander an – wer Lieder oder Interpreten schneller erkennt, gewinnt. Einige kleine Fehler trüben den Ratespaß aber.

Screenshot aus SongPop Free

Screenshot aus SongPop Free

Name:SongPop Free

Inhalt:  Es gab solche Wettbewerbe schon vor vielen Jahren, im Radio (die Älteren werden sich erinnern): Zwei Anrufer beim Sender bekamen einzelne Songs angespielt, wer schneller erriet, welcher Song von welchem Interpreten es war, gewann die Runde. Am Ende bekam einer von beiden eine Tasse oder ein T-Shirt mit dem Senderlogo.

SongPop funktioniert nach dem gleichen Prinzip – nur ohne Tasse. Zwei Spieler treten gegeneinander an. Aus einer zuvor ausgewählten Playlist eines bestimmten Musikgenres werden fünf Songs angespielt. Zu jedem werden vier Titel oder Interpreten eingeblendet. Ziel ist es, möglichst schnell den jeweils richtigen anzutippen. Am Ende wird verglichen: Wer hat mehr Songs oder Künstler richtig erkannt, und wer war dabei schneller?

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Die Kontrahenten finden sich auf vier verschiedenen Wegen: Über Facebook, per E-Mail-Einladung an einen bestimmten Gegner, per Zufallsgenerator des Herstellers oder per Auswahl eines bestimmten Nutzernamens.

Die Auswahl der Playlists und damit der Musikgenres ist anfangs stark eingeschränkt. Wer weitere Genres aufnehmen will, muss sie freispielen oder bezahlen.

Unübersichtlich und ungerecht

Obwohl das Prinzip recht einfach ist, wirkt das Ratespiel manchmal unübersichtlich. Das liegt daran, dass jeder Teilnehmer zwar einen anderen herausfordert, aber trotzdem erst einmal alleine spielt. Die Ergebnisse können erst dann verglichen werden, wenn der Gegenspieler die Herausforderung angenommen und die Runde selbst gespielt hat. Das aber kann dauern. Bis dahin muss man SongPop als Singleplayer-Spiel begreifen, obwohl es eigentlich keinen Singleplayer-Modus gibt. Bei Facebook scheint die Chance, in Echtzeit gegen jemand anderen anzutreten, aber zumindest höher zu sein, als wenn man ohne Facebook-Log-in auf dem Smartphone spielt.

Hinzu kommen technische Ungereimtheiten: Einmal freigeschaltete Playlists etwa waren im Test (auf zwei verschiedenen Plattformen) in den nächsten Runden nicht auswählbar. Ein Thread im Support-Forum deutet auf einen Fehler in der App hin, der in einer kommenden Version behoben werden soll.

Auch erscheint das Punktesystem ungerecht. Denn die Punktzahl pro richtig erkanntem Song hängt von der Geschwindigkeit ab – und der Anzahl von hintereinander korrekt erkannten Songs. So kann es passieren, dass jemand eine Runde verliert, obwohl er die Songs 1 und 2 sowie 4 und 5 erkannt hat, sein Gegenüber aber nur die Songs 1 bis 3. Denn drei Treffer hintereinander bringen mehr Punkte als zweimal zwei Treffer.

Es gibt weitere Details, die den Spielspaß ein wenig trüben. Zum Beispiel kamen E-Mails zur Passwort-Erneuerung nicht an. Ist man aber erst mittendrin im Titelraten, sind die Bugs schnell vergessen.


Leserkommentare
  1. "Denn drei Treffer hintereinander bringen mehr Punkte als zweimal zwei Treffer" – beim Poker ist ein Drilling auch mehr wert als zwei Paare. Weil die Wahrscheinlichkeit geringer ist.

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    Die Wahrscheinlichkeit, drei Spiele zu gewinnen, liegt bei 0,125. Die Wahrscheinlichkeit, deren vier zu gewinnen liegt wieder rum bei 0,0625.

    Um drei Spiele hintereinander zu gewinnen, habe ich drei Möglichkeiten (1,2,3 oder 2,3,4 oder 3,4,5). Für das Gewinnen von zwei mal zwei Spielen nacheinander genau eine (1,2 und 4,5).

    Geht es also darum, möglichst unwahrscheinlich zu gewinnen, sollte die Punktevergabe revidiert werden.

    Die Wahrscheinlichkeit, drei Spiele zu gewinnen, liegt bei 0,125. Die Wahrscheinlichkeit, deren vier zu gewinnen liegt wieder rum bei 0,0625.

    Um drei Spiele hintereinander zu gewinnen, habe ich drei Möglichkeiten (1,2,3 oder 2,3,4 oder 3,4,5). Für das Gewinnen von zwei mal zwei Spielen nacheinander genau eine (1,2 und 4,5).

    Geht es also darum, möglichst unwahrscheinlich zu gewinnen, sollte die Punktevergabe revidiert werden.

  2. Die Wahrscheinlichkeit, drei Spiele zu gewinnen, liegt bei 0,125. Die Wahrscheinlichkeit, deren vier zu gewinnen liegt wieder rum bei 0,0625.

    Um drei Spiele hintereinander zu gewinnen, habe ich drei Möglichkeiten (1,2,3 oder 2,3,4 oder 3,4,5). Für das Gewinnen von zwei mal zwei Spielen nacheinander genau eine (1,2 und 4,5).

    Geht es also darum, möglichst unwahrscheinlich zu gewinnen, sollte die Punktevergabe revidiert werden.

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  3. ... wann die deutsche Nachahmung auf den Markt kommt. Einen Namensvorschlag hätte ich schon einmal:
    Musik hören mit Freunden

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