Mobile Payment: Bezahlen durch bloße Anwesenheit
Starbucks-Kunden brauchen zum Bezahlen künftig nur noch ihren Namen. Google und Start-ups wie GoPago haben andere Ideen, um den Menschen das Bargeld abzugewöhnen.
© Paul J. Richards/AFP/Getty Images

Starbucks-Filiale in den USA
Starbucks will das bargeldlose Bezahlen auf die Spitze treiben. Dazu hat sich die Kaffeehauskette mit Square verbündet, dem Mobile-Payment-Dienst von Twitter-Gründer Jack Dorsey. Die Idee: Starbucks-Kunden müssen an der Kasse nur noch ihren Namen nennen, um ihr Getränk zu bezahlen. Den Rest erledigt ihr Smartphone im Hintergrund. Das ist einfacher als alles, was die Konkurrenz bisher bietet – die Frage ist nur, wie schnell sich das Prinzip durchsetzt.
Wer auf Zuruf zahlen will, benötigt die App "Pay with Square". Die wird mit den persönlichen Kreditkartendaten gefüttert, anschließend kann sich der Nutzer mithilfe der App ein Geschäft in seiner Umgebung aussuchen, das mit Square kooperiert. Wählt er einen Laden aus, ist das gleichbedeutend mit einer Anmeldung: Sein Name und sein Bild tauchen auf einem Bildschirm an der Kasse des jeweiligen Ladens auf. Der Kunde muss nur noch hineingehen, seinen Namen nennen und bestellen. Der Kassierer überprüft lediglich, ob der Name mit dem auf seinem Bildschirm übereinstimmt. Bezahlbestätigung und Rechnung bekommt der Käufer auf sein Smartphone.
In Zukunft muss der Kunde von Starbucks nicht einmal mehr aktiv den Laden auf dem Smartphone aussuchen. Es reicht, wenn er die Filiale betritt. Starbucks erfasst seine GPS-Koordinaten und erkennt ihn automatisch. Damit wissen die Verkäufer, wer sich im Laden aufhält.
Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis das funktioniert. Zunächst wird Square nur die Kreditkartentransaktionen von Starbucks übernehmen, und Kunden müssen zum Bezahlen einen Barcode zeigen, der auf ihrem Smartphone erzeugt wird. Das funktioniert sowohl mit der Square-App als auch mit der von Starbucks selbst. Erst danach wird die Variante mit GPS und Namensnennung eingeführt.

Bislang hatte Square damit zu kämpfen, dass nur wenige Geschäfte bereit waren, die Technik zu installieren. Starbucks könnte für den Durchbruch sorgen. Der Konzern hat rund 12.800 Filialen in den USA. Square wird dort also mit einem Schlag allgegenwärtig. Ob und wann das System weltweit eingeführt wird, ist nicht bekannt.
In den USA aber verschafft sich das Unternehmen einen Vorteil gegenüber den anderen Anbietern von Mobile-Payment-Diensten, allen voran Google. Dessen Lösung, Wallet genannt, basiert auf Near Field Communication (NFC): Ein kleiner Chip im Smartphone samt zugehöriger App kann mit der Kasse eines Geschäfts kommunizieren – dazu muss das Handy nur nahe genug an ein NFC-Terminal gehalten werden.
Google Wallet wurde im Mai 2011 vorgestellt und hatte einen schweren Start. Denn anfangs arbeitete Google nur mit Mastercard zusammen, und die Zahl der teilnehmenden Läden war überschaubar. Außerdem hatte nur das Samsung Galaxy Nexus einen integrierten NFC-Chip. Nun forciert Google seine Bemühungen, das Bezahlen per Smartphone zu etablieren.
Mittlerweile gibt es immerhin sechs Android-Smartphones, die NFC unterstützen, sowie das Tablet Nexus 7. Außerdem arbeitet Google nach eigenen Angaben seit Kurzem mit allen führenden Kreditkartenanbietern zusammen. 200.000 Geschäfte in den USA sollen schon mit passenden NFC-Terminals ausgestattet sein – deutlich mehr als es Starbucks-Filialen gibt. Der Nachteil gegenüber Square: Keinen von Googles Partnern besuchen Kunden in der Regel täglich, ganz anders als Starbucks.







Vielleicht sollte man die nächste Generation Smartphone mit einem Katheter (wahlweise Darm oder gleich i.v.) ausstatten, damit dem eiligen Menschen auch der Akt des Essens erspart bleibt.
Sehr interessant, dass das Titelbild dieses Artikels zu 50% von Starbucks eingenommen wird. Dabei hat der Artikel bis auf einen kleinen Abschnitt - den man auch gerne ohne Werbung für Starbucks hätte schreiben können - gar nichts mit der Ladenkette zutun.
So funktioniert Productplacement. Liebe ZEIT-Redaktion, warum plaziert Ihr solch eine Werbung für Starbucks? Ein Werbebanner wäre da ehrlicher.
Mit einer derartigen Technik können die Unternehmen ihre Kunden demnächst auf Schritt und Tritt verfolgen. Wer hat wann welche Filiale besucht und was gekauft.
Ansich ist diese Mobile Payment Geschichte ganz interessant würde für mich persönlich aber nur bei kleinen Beträgen in Frage kommen. Also 5 Euro im Supermarkt, beim Bäcker etc. wäre ok. Eine unlimitierte Kopplung an die Kreditkarte wäre mir zu riskant.
"Mit einer derartigen Technik können die Unternehmen ihre Kunden demnächst auf Schritt und Tritt verfolgen. Wer hat wann welche Filiale besucht und was gekauft."
Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zwischen der Version mit und ohne Kreditkarte...^^
Und wer besucht eine Filiale ohne etwas zu kaufen? :O
Im derzeitigen Aufmacher von ZEIT ONLINE geht es um die SPD. Das Bild zeigt Frank-Walter Steinmeier. Empfinden Sie das als Werbung für die Partei oder den Politiker?
Wenn wir über Unternehmen schreiben, wird es sich kaum vermeiden lassen, auch mal deren Logo zu zeigen.
Wir wollen nun einmal illustrieren, worum es in unseren Texten geht. In diesem hier geht es in den ersten 5 Absätzen sowie am Schluss um die Kooperation von Starbucks und Square.
Wäre das Logo kleiner, wäre es z.B. auf einem Smartphone schwerer zu erkennen. Und ich möchte ja, dass auch mobile Nutzer von ZEIT ONLINE schnell erfassen können, worum es in einem Text geht – obwohl im mobilen Angebot keine Teaser zu sehen sind.
Ich bitte daher um Verständnis für die Wahl des Motivs. Und wenn sie den Text aufmerksam gelesen haben, werden Sie nicht den Eindruck bekommen haben, er sei werblich. Ich glaube auch nicht, dass ich mir vorwerfen lassen muss, "gefällige" Artikel zu schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Denn die andere hälfte zeigt eine Starbucks Filiale. Dennoch finde ich, das Sie übermäßig reagieren. Mit Bild ist ein Artikel schöner als ohne. Und Starbucks wird erwähnt.
"Mit einer derartigen Technik können die Unternehmen ihre Kunden demnächst auf Schritt und Tritt verfolgen. Wer hat wann welche Filiale besucht und was gekauft."
Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zwischen der Version mit und ohne Kreditkarte...^^
Und wer besucht eine Filiale ohne etwas zu kaufen? :O
Im derzeitigen Aufmacher von ZEIT ONLINE geht es um die SPD. Das Bild zeigt Frank-Walter Steinmeier. Empfinden Sie das als Werbung für die Partei oder den Politiker?
Wenn wir über Unternehmen schreiben, wird es sich kaum vermeiden lassen, auch mal deren Logo zu zeigen.
Wir wollen nun einmal illustrieren, worum es in unseren Texten geht. In diesem hier geht es in den ersten 5 Absätzen sowie am Schluss um die Kooperation von Starbucks und Square.
Wäre das Logo kleiner, wäre es z.B. auf einem Smartphone schwerer zu erkennen. Und ich möchte ja, dass auch mobile Nutzer von ZEIT ONLINE schnell erfassen können, worum es in einem Text geht – obwohl im mobilen Angebot keine Teaser zu sehen sind.
Ich bitte daher um Verständnis für die Wahl des Motivs. Und wenn sie den Text aufmerksam gelesen haben, werden Sie nicht den Eindruck bekommen haben, er sei werblich. Ich glaube auch nicht, dass ich mir vorwerfen lassen muss, "gefällige" Artikel zu schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Denn die andere hälfte zeigt eine Starbucks Filiale. Dennoch finde ich, das Sie übermäßig reagieren. Mit Bild ist ein Artikel schöner als ohne. Und Starbucks wird erwähnt.
demnächst dann auch noch mit StimmAnalyse???
und Aufrunden dann Vergangenheit ... ???
"Mit einer derartigen Technik können die Unternehmen ihre Kunden demnächst auf Schritt und Tritt verfolgen. Wer hat wann welche Filiale besucht und was gekauft."
Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zwischen der Version mit und ohne Kreditkarte...^^
Und wer besucht eine Filiale ohne etwas zu kaufen? :O
na wird auch langsam zeit, dieser schwachsinn mit dem ganzen bargeld geht mir sowas von auf die nerven.
Und wenn dann das gemecker mit der verfolgung wieder losgeht, möcht ich doch gleichmal ne umfrage starten wer von den leuten denn seine cookies und LSO's täglich löscht, wer das ganze getracke unterbindet und schon dem einwohnermeldeamt untersagt hat seine daten weiterzuverkaufen ( oder war das nur n vorschlag?! zu lange her^^)
bargeld hat uns jahrhunderte lang gut gedient, zeit mal was neues einzuführen. am besten sowieso "credits" als weltwährung ;)
Das kann eigentlich nur von einem jungen Menschen kommen, der sich über die Ausmaße der Konsequenzen dessen, was er propagiert, einfach nicht im Klaren ist. Die materielle Währung ist so alt wie die Menschheit und es hat schon seinen Grund, wieso wir uns Geld nicht einfach nur merken.
Dass es Leute gibt, die ihre Freiheit freiwillig verkaufen und sich einfach nicht informieren (wollen), ist kein Argument dafür, dass alle es so tun sollten. Das spielt nämlich nur einer Partei in die Hände: Der Wirtschaft. Die ist übrigens auch die einzige, die dieselben (jungen) uninformierten Menschen an ihrer Technikgeilheit aus Bequemlichkeit packen und auspressen wie eine Orange.
btw: Ich verzichte, soweit es geht, auf Cookies, blocke Tracker, benutze Proxies, nutze aus Prinzip kein Smartphone, keine Paybackkarten, keine Apple-Produkte usw. - nicht, weil ich mich damit nicht auskenne. Ganz im Gegenteil. Und alt bin ich auch nicht.
Solche unreflektierten Meinungen liefern mir aber zumindest eine Erklärung dafür, warum ich das so mache.
just my two cents ;)
Das kann eigentlich nur von einem jungen Menschen kommen, der sich über die Ausmaße der Konsequenzen dessen, was er propagiert, einfach nicht im Klaren ist. Die materielle Währung ist so alt wie die Menschheit und es hat schon seinen Grund, wieso wir uns Geld nicht einfach nur merken.
Dass es Leute gibt, die ihre Freiheit freiwillig verkaufen und sich einfach nicht informieren (wollen), ist kein Argument dafür, dass alle es so tun sollten. Das spielt nämlich nur einer Partei in die Hände: Der Wirtschaft. Die ist übrigens auch die einzige, die dieselben (jungen) uninformierten Menschen an ihrer Technikgeilheit aus Bequemlichkeit packen und auspressen wie eine Orange.
btw: Ich verzichte, soweit es geht, auf Cookies, blocke Tracker, benutze Proxies, nutze aus Prinzip kein Smartphone, keine Paybackkarten, keine Apple-Produkte usw. - nicht, weil ich mich damit nicht auskenne. Ganz im Gegenteil. Und alt bin ich auch nicht.
Solche unreflektierten Meinungen liefern mir aber zumindest eine Erklärung dafür, warum ich das so mache.
just my two cents ;)
Und noch ein System, mit dem der Kunde völlig den Überblick über seine Finanzen und finanziellen Möglichkeiten verliert. Und hoffentlich wird das Smartphone nie geklaut...
Ene geldboerse kann nicht geklaut werden, oder wie?
Ene geldboerse kann nicht geklaut werden, oder wie?
...weiterhin treu!
Ich lösche meine cookies mehrmals täglich, hab keine Kreditkarte, den Einwohnermeldeamt die Datenweitergabe untersagt, unterbinde jegliches "getracke", hab mein Mailkonto im sicheren Ausland, "konsumiere" sehr bewußt, usw... ;-)
geil, ich freue mich schon auf Deshawndria Jahmonayshia Thompson ihren kleinen Sohn Kyishaiwnnae mit ihrem Smartphone an den Tresen zum Kaffee bestellen schickt...
Dahinter steht dann Otto Dix und legt einfach zweifuffzich in Münzen (cash!) auf die Platte für seinen Tee.
Wer sich so dämliche Bezahlmöglichkeiten ausdenkt, hat mit Sicherheit zu viel "Chocolate Cookie Crumble Frappuccinos" bei Starbucks getrunken.
wenn der Strom ausfällt ...
... und wenn die USA mit ausgereiften Datenschutzgesetzen beschlossen haben, daß die Geschädigten bei Datenmißbrauch informiert werden müssen, zeigt das eher Rückständigkeit hierzulande, als das Kopfrechnen beim Münzgeld
http://en.wikipedia.org/w...
برج بابل
wenn der Strom ausfällt ...
... und wenn die USA mit ausgereiften Datenschutzgesetzen beschlossen haben, daß die Geschädigten bei Datenmißbrauch informiert werden müssen, zeigt das eher Rückständigkeit hierzulande, als das Kopfrechnen beim Münzgeld
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