Das Surface-Tablet mit Tastatur von Microsoft © JOE KLAMAR/AFP/GettyImages

Microsoft baut seinen ersten eigenen Computer, das Tablet namens Surface . Ab Freitag ist es erhältlich, erste Testgeräte wurden bereits verteilt und so gibt es eine Menge Berichte und Rezensionen. Die lassen den Eindruck aufkommen, dass Microsoft eine Menge hinbekommen hat, den wichtigsten Konkurrenten aber nicht wird schlagen können.

Vor allem aber scheint das Gerät viele Tester verwirrt zu haben. Hier ein paar Auszüge:

Bei Wired schreibt Mathew Honan: "It is, in some ways, better than an iPad. In some ways, worse. It’s brilliant, and yet it can be puzzling as well." Besser als das iPad und schlechter zugleich?

Honan lobt die flache berührungsempfindliche Tastatur, die für 120 Dollar dazu gekauft werden kann und die zugleich als Schutzhülle dient. Als Tastatur sei sie ziemlich gut, schreibt er. Zwar hätten ihm anfangs die Finger weh getan vom verkrampften Tippen, nach wenigen Tagen aber hätte er sich entspannt und das Schreiben gehe sehr viel besser und sei angenehmer als auf dem Bildschirm eines iPad. Als Hülle dagegen sei das sogenannte Touch Cover untauglich. Das gleiche gelte für das sogenannte Type Cover für 130 Dollar , eine vollwertige Tastatur mit drückbaren Tasten.

Honan lobt den Klappständer, der hervorragend verarbeitet sei. Unverwüstlich aber, so wie Microsoft werbe, sei er nicht. Lehne man sich mit Kraft auf das Gerät, breche er ab. Er hat es ausprobiert .

Ferrari ohne Tank

Auch den Bildschirm bewertet er ambivalent. Der hat eine Auflösung von 1.366 mal 768 Pixeln, was sehr viel weniger ist, als iPad 3 und wohl auch das erwartete Nexus 10 von Google bieten. Es sei ein Kompromiss, um eine längere Akkulaufzeit zu erreichen, schreibt Honan. Und solange der Bildschirm nur Filme zeige, sei die Qualität von der des iPad 3 auch kaum zu unterscheiden. Text jedoch stelle das Surface in sehr viel schlechterer Qualität dar. Bücher zu lesen mache darauf deshalb keinen Spaß.

Es sind Kleinigkeiten, an denen der Autor seine Kritik festmacht. Aber sie zeigen, wie schwierig es ist, ein Tablet zu bauen, das ein Laptop vollständig ersetzen kann. Das aber war das Ziel von Microsoft. Das Surface soll Arbeitsgerät sein, nicht nur ein zusätzliches Gadget, um zu spielen und Filme zu schauen.

Auch andere Tester finden, dass dieser Spagat nicht so gut gelungen ist. David Pogue, Technikautor der New York Times, nutzt dazu einen Vergleich : Es sei wie ein Ferrari , der alle drei Meilen aufgetankt werden müsse. Die Hardware sei toll, schreibt Pogue, die Software hingegen nicht.