Txtr hat mit dem Beagle einen kompakten E-Book-Reader mit einem fünf Zoll kleinen E-Ink-Display vorgestellt. Das Besondere: Auf USB und Ladegerät wird komplett verzichtet, auch WLAN ist nicht integriert.

Stattdessen werden neue E-Books per Bluetooth mit einer Smartphone-App oder einem PC in den 4-GByte-Flashspeicher des Txtr Beagle übertragen, Sie werden dabei seitenweise vorgerendert, so dass dem Txtr Beagle ein schwächerer Prozessor ausreicht. Der muss dann nur noch auf Tastendruck die Seiten umblättern.

Durch die Umrechnung ins neue Format passen allerdings auch nur ungefähr fünf Bücher in den E-Book-Reader. Man könnte ihn auch als dummen Bildbetrachter bezeichnen. Mehr muss er jedoch nach der Argumentation des Herstellers als Smartphone-Begleiter auch gar nicht sein.

Die abgespeckte Hardware ermöglicht die vom Hersteller versprochene lange Laufzeit von bis zu einem Jahr. Sie soll bei einem durchschnittlichen Lesebedarf von 12 bis 15 Büchern pro Jahr erreicht werden, die Nutzung von hochwertigen Batterien oder Akkus vorausgesetzt.

Für Strom sorgen zwei AAA-Zellen, die im unteren, wulstigen, 14 mm dicken Rand des ansonsten 4,8 mm flachen Gehäuses eingesteckt werden. Mit den Batterien beziehungsweise Akkus wiegt der Beagle 128 Gramm, ohne sind es 111 Gramm.

Mit Kantenmaßen von 140 x 105 mm soll der Txtr Beagle auch in kleinen Handtaschen oder in Hemd- und Hosentaschen verstaut werden können.

E-Books werden per App und Bluetooth übertragen

Die erste Beagle-Generation soll mit Android-Geräten und PCs genutzt werden können. Zur Übertragung der Bücher wird die txtr-App für Smartphones benötigt, die in ihrer derzeitigen Betaversion auch den Beagle unterstützt. Eine entsprechend erweiterte iOS-App soll es später auch geben, sagt Txtr.

Beim Vertrieb setzt das Berliner Unternehmen zunächst auf Partnerschaften mit Netzbetreibern. Die sollen den Txtr Beagle zum Preis von voraussichtlich weniger als zehn Euro als Smartphone-Zubehör günstig verkaufen können – und beim E-Book-Vertrieb über die Txtr-eigene Plattform mitverdienen. So stellt sich Txtr das jedenfalls vor, eine Einigung mit einem Mobilfunkbetreiber gibt es allerdings noch nicht. Txtr hatte bereits 2009 einen eigenen E-Reader angekündigt , der letztlich jedoch nie auf den Markt kam.

Bei großem Interesse am Txtr Beagle erwägt der Hersteller auch eine Selbstvermarktung des Geräts. Der Preis soll auch dann nicht wesentlich über zehn Euro liegen – und deutlich unter dem, was sonst für die günstigsten E-Book-Reader mit E-Ink-Display verlangt wird. Die gibt es teils schon für unter 60 Euro, sie können jedoch nicht einfach per Smartphone mit Büchern gefüllt werden.

Erschienen bei golem.de