AusverkauftGoogle von Ansturm auf Nexus überrascht

Die Server waren überlastet, das neue Smartphone Nexus 4 und das Tablet Nexus 10 nach wenigen Minuten ausverkauft. Damit hatte Google offensichtlich nicht gerechnet. von 

Nach wenigen Minuten wechselte die Anzeige beim Nexus 4 von "auf Lager" zurück auf "bald verfügbar".

Nach wenigen Minuten wechselte die Anzeige beim Nexus 4 von "auf Lager" zurück auf "bald verfügbar".  |  © Screenshot ZEIT ONLINE

Am Dienstagmorgen um 9.13 Uhr schrieb Googlesprecher Stefan Keuchel bei Google+ , der Verkauf der neuen Nexus-Serie habe nun begonnen. Innerhalb kürzester Zeit bekam er ziemlich viele verwunderte bis wütende Kommentare für diese Ankündigung, denn Google hatte offensichtlich Probleme, mit dem Ansturm fertig zu werden.

Viele berichteten bei Google+ und bei Twitter, sie hätten Schwierigkeiten beim Ausfüllen der Bestellung gehabt. Abstürze, Fehlermeldungen, nicht gespeicherte Daten – die Server des Konzerns waren offensichtlich überlastet von der Zahl der Besteller.

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So wurde einigen Kunden beim Bestellen zwar angezeigt, dass sie das Gerät in ihrem "Einkaufswagen" haben, doch dann konnten sie es nicht bezahlen . Kurz darauf sei es dann wieder aus der Darstellung verschwunden, wie sie irritiert berichteten.

"Bald verfügbar"

Der Grund dafür: Schon nach kurzer Zeit waren die ersten Geräte nicht mehr erhältlich. Das Smartphone Nexus 4 gab es hierzulande nur wenige Minuten, dann sprang die Anzeige um von "auf Lager" zu "bald verfügbar".

Nach einer Stunde konnte auch das große Tablet Nexus 10 nicht mehr bestellt werden. Nur noch das kleine Tablet Nexus 7 ist vorhanden – das wird bereits seit einigen Monaten verkauft , offensichtlich ist der Bedarf nicht so groß wie bei den anderen beiden, die noch dazu in ersten Testberichten einhellig gelobt worden waren . Vor allem aber wird der vergleichsweise niedrige Preis ausschlaggebend gewesen sein für die Nachfrage.

"Es ging schnell, wir sind wirklich überwältigt von dem Ansturm", sagte Keuchel . Google arbeite daran, neue Geräte bereitzustellen. Wann diese wieder lieferbar sind, konnte er nicht sagen.

Auch in Australien ausverkauft

Kunden, die sich von Google über den Verkaufsstart informieren lassen wollten, hatten ebenfalls Pech. Zwar konnten sie in den vergangenen Wochen im Play Store ihre Mailadresse angeben – Google versprach, eine Mail zu schicken, sobald das gewünschte Gerät verfügbar ist. Doch kam diese Mail erst circa 30 Minuten nach dem Beginn des Verkaufs und somit viel zu spät für jene, die ein Nexus 4 wollten.

Google hat das Problem nicht nur in Deutschland. In Großbritannien dauerte es eine halbe Stunde , bis das Kontingent erschöpft war. Und Gizmodo schreibt , auch in Australien war nach weniger als einer Stunde das Nexus 4 nicht mehr erhältlich. Zitat: "Zum Glück wurden die Geräte nicht in einem richtigen Laden verkauft. Bei der Stampede wäre sonst sicher jemand getötet worden."

Tech-Blogger Carsten Knobloch sieht in dem Ganzen aber auch etwas Lehrreiches . Er schreibt an alle "Android-Fanboys": "Ich hoffe, ihr lacht nicht mehr über Apple-Fans, die frühzeitig bestellen wollen, sogar vor einem Store campen (aus Event-Gründen). Heute einmal mehr bewies sich, dass es auf beiden Seiten Beknackte gibt. Amen."

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Stefan Keuchel | Anzeige | Gizmodo | Smartphone | Twitter
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