TabletDas Nexus 10 zeigt, was Android kann

Das hochauflösende Display und der kräftige Prozessor sind die herausragenden Merkmale des Nexus 10. Auf dem Tablet läuft Android so gut wie auf kaum einem anderen Gerät. von Jörg Thoma

Nexus 10

Das Nexus 10 wird von Samsung produziert.  |  © Google

Samsung hat das Nexus 10 im Auftrag von Google entworfen und hergestellt. Es ist aber mehr als nur ein Referenzgerät für Android 4.2. Mit seinem hochauflösenden Display und kräftigen Prozessor ist es nicht nur für Entwickler, sondern auch für Nutzer interessant. Kritikpunkte gibt es dennoch.

Das wesentliche Merkmal des Nexus ist das hochauflösende 10-Zoll-Display mit 2.560 mal 1.600 Pixeln und etwa 300 ppi. Zum Vergleich: Das 9,7-Zoll-Retina-Display des iPad 3 und iPad 4 hat eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln bei 264 ppi. Nicht nur ist die Diagonale des Nexus-10-Displays größer, sein Bildschirm ist mit 217 mal 127 Millimetern auch weniger quadratisch als der des iPad 4 mit 196 x 148 mm.

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Die Farben beider Displays wirken natürlich. Bei einem weißen Hintergrund wirken die Farben auf dem Nexus 10 etwas rötlicher als auf dem iPad 4. Die Helligkeit ist auf beiden Geräten nahezu identisch. Auch bei der Spiegelung im direkten Sonnenlicht nehmen sich die beiden Geräte nicht viel. Beide sind dort auch gut lesbar. Schriften werden in den Standardeinstellungen ebenfalls auf beiden Geräten gestochen scharf dargestellt.

An der Qualität des Bildschirms gibt es nichts zu kritisieren. Der Seitenaufbau im Browser Chrome ist flink, beim Scrollen treten keine Verzögerungen auf. Selbst bei grafisch anspruchsvollen 3D-Spielen macht das Tablet einen außerordentlich guten Eindruck. Der Lagesensor reagiert mit einer leichten Verzögerung, was ein unbeabsichtigtes Umschalten verhindert. Der Helligkeitssensor funktioniert zuverlässig.

Kein Steckplatz für microSD-Karten

Das Nexus 10 ähnelt mit seinen leicht abgerundeten Längs- und Querseiten dem Rückspiegel eines Autos. Sein Gehäuse ist komplett aus Kunststoff, wirkt aber dennoch hochwertig verarbeitet. Die Rückseite ist gummiert, fühlt sich ein wenig an wie Leder und rutscht nicht, wenn das Tablet auf einer glatten Oberfläche liegt. Wegen des Kunststoffgehäuses wiegt das Nexus 10 mit 604 Gramm fast 50 Gramm weniger als das iPad 4 ohne UMTS- und LTE-Modul. Es lässt sich deshalb sogar angenehm in einer Hand halten.

Das Nexus 10 wird mit einem zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher und wahlweise mit 16 oder 32 Gigabyte Flash-Speicher ausgeliefert. Einen Steckplatz für eine microSD-Karte gibt es nicht. Die integrierte 5-Megapixel-Kamera macht nur Schnappschüsse, die auf dem Display des Nexus 10 auch so aussehen.

WLAN beherrscht das Tablet nach 802.11b/g/n und a/n . Demnach kann das Nexus 10 auch den Frequenzbereich von 5 Gigahertz nutzen. Das verschweigt das offizielle Datenblatt von Google. Bluetooth unterstützt das Tablet in Version 3.0. Außerdem gibt es ein NFC-Modul. Der Standort lässt sich über GPS oder Glonass bestimmen. Ein UMTS- Modem oder gar ein LTE-Modul ist nicht vorhanden.

Die Nennladung des nicht auswechselbaren Lithium-Ionen-Akkus gibt Hersteller Samsung mit 9.000 Milliamperestunden an. Bei der Videowiedergabe über Googles Streaming-Dienst reduzierte sich die Ladung des Akkus nach vier Stunden auf ein Viertel. Die angegebenen neun Stunden wurden im Test nicht erreicht.

Leserkommentare
  1. 17. ach nee

    na dann gucken sie mal wo Ihr TV herkommt, Ihr T shirt, Ihre Kosmetika, Ihr Auto, Ihre Bremsbelege und ........

  2. Nur eine kurze Frage: Seit wann gibt es da iPad4?

    • ralksta
    • 20. November 2012 15:18 Uhr

    Ich glaube das ist mit Abstand unfundierteste Argument
    was ich je bei der Zeit gelesen habe:

    "Über die Akkulaufzeit im Videobetrieb, ... kann man sich ärgern.
    Das ist allerdings Jammern auf sehr hohem Niveau. Zumal das nicht vorhandene UMTS-Modul den Anwender dazu zwingt, das Tablet in WLAN-Reichweite
    und damit in der Regel auch in der Nähe
    einer Steckdose zu nutzen."

    Das muss man nicht weiter kommentieren. Aber wenn ein Testbericht so einen Absätze enthält, kann man ihn einfach nicht ernst nehmen.

    Kopfschüttelnd.

  3. 20. [...]

    Wir freuen uns über sachlich formulierte Kritik an folgende Adresse: community@zeit.de. Wir werden Ihnen dann auch gerne ausführlich darauf Antworten. Danke. Die Redaktion/kvk

  4. Es ist doch immer dasselbe. Wenn ein neues elektronisches Gerät
    auf dem Markt erscheint (egal, ob von Apple, Google, Samsung etc.), wird es immer Leute geben, welche etwas zum meckern haben.
    Das perfekte elekronische Gerät gibt es nicht! Letztendlich entscheidet der Verbraucher. Wird es nicht gekauft (Stichwort: Ladenhüter), verschwindet so ein Gerät wieder ganz schnell vom Markt. Ich finde es gut, daß wir die Auswahl haben zwischen Apple, Google, Samsung und so weiter... Konkurrenz belebt das Geschäft und auch die Preise gehen dann nach unten.

    • ManRai
    • 24. November 2012 11:25 Uhr

    Ich lebe z.Zt. in Singapore und viele Plastik "Geraete" fangen an zu kleben und fuehlen sich einfach uebel (ich wuerde ein anderes Wort einsetzen) an, deshalb ist das Metallgehaeuse der Aepfel einfach besser. Ich habe schon einige Computer Maeuse, Visitenkartenscanner und anderes mit Ekel in den Muellschlucker (gibt es hier) geworfen und danach die Haende lange gewaschen. Also ich wuerde sehr vorsichtig mit dem NEXUS sei, aber nur aus diesem Grund.

    • newport
    • 01. Dezember 2012 9:54 Uhr
    23. ja....

    das werde ich kaufen!

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