Obama gegen RomneyDie besten Apps zur US-Wahl

Nachrichten, Hintergründe, Ergebnisse – mit welchen Apps lässt sich der Wahlabend in den USA am besten verfolgen? Hier vier Vorschläge für Android und iOS. von 

Selbstverständlich kann man die Wahl zum US-Präsidenten einfach im Fernsehen verfolgen. Aber der Fernseher kennt keine Links und keine Kommentare. Das Ganze im Netz zu erleben, ist daher im Zweifel spannender und bunter. Um den Durchblick zu behalten, bieten sich Apps an, die verschiedene Informationen bündeln. Hier sind die vier besten:

Name:Campaign 2012 – Obama vs Romney US Pesidential Election News von Joe Sriver

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Betriebssystem: iOS 5.0 oder neuer

Inhalt:Campaign 2012 trägt die aktuellen Schlagzeilen und Nachrichten zu den US-Wahlen zusammen und sortiert sie nach Kandidat und Darstellungsform: Unter Romney News finden sich Meldungen über Romney, Obama Videos zeigt Videos, die sich um Obama drehen. Die aktuellen Tweets der Kandidaten kann man unter @Obama und @Romney mitverfolgen. Ein Chat ermöglicht es Nutzern außerdem, mit anderen anonym über die Wahl zu diskutieren. Wer sich über die Parteien oder die US-Wahl im Allgemeinen informieren möchte, findet Links zu den entsprechenden Wikipedia-Einträgen.

Bewertung: Die App ist logisch aufgebaut und übersichtlich. Störend sind nur die teils pixeligen Fotos und die recht prominent platzierte Werbung. Laut den Bewertungen im iTunes-Store sind in der Auswahl links ausgerichtete Medien wie die Huffington Post überrepräsentiert: "It is very one sided and only reports good news about President Obama and bad news about Governor Romney" , lautet ein Kommentar. Auf den ersten Blick bewahrheitet sich das nicht: Die eher konservative Washington Times ist ebenso vertreten wie Fox News , ein Fernsehsender mit republikanischer Tendenz .

Name:Election 2012 von Brennasoft

Betriebssystem: Android 2.2 oder höher

Inhalt: Auch Election 2012 gibt einen Überblick über die Nachrichtenlage der US-Wahl. Im Gegensatz zu Campaign 2012 sortiert das Programm die Nachrichten nicht nach Kandidaten, sondern bindet alle aktuellen Meldungen aus Google News ein.

Bewertung: Das Ganze ist daher nicht so übersichtlich wie Campaign 2012 , bietet aber nützliche Zusatzfunktionen. Etwa ein aktualisierbares Diagramm, das den Status Quo der Wahl zeigt. Außerdem konzentriert sich die App nicht nur auf Obama und Romney, sondern listet auch alle anderen Kandidaten mit ihrer Parteizugehörigkeit und ihrer bisherigen politischen Laufbahn auf.

Leserkommentare
  1. 1. Nett.

    "Candidates" ist interessant, bei mir gab's folgendes Ergebnis:

    73% Obama
    73% Joe Biden
    56% Jon Huntsman
    48% Ron Paul
    42% Gary Johnson
    27% Michele Bachmann
    26% Herman Cain
    25% Rick Santorum
    24% Rick Perry
    23% Newt Gingrich
    11% Mitt Romney

    Nun ja, dafür hätte ich vermutlich keine App herunterladen müssen, aber an sich ist schon hilfreich zu sehen, zu welchen Themen der potenzielle Wunschkandidat einen anderen Standpunkt als man selber vertritt.

    Solche Anwendungen sollten natürlich auf keinen Fall als Ersatz für eigenständige Recherche oder generelles politisches Interesse herhalten, aber es ist vermutlich für viele Amerikaner besser als komplett unvorbereitet zur Wahl zu gehen und nach dem Bauchgefühl/schönsten Wahlplakat zu wählen (oder womöglich gar nicht).

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    müsste man genau diese Fragen (nämlich inhaltliche) im Wahllokal gestellt bekommen. Dann eine kurze Auswertung und "Herzlichen Glückwunsch, sie haben gerade Kandidaten XY gewählt!"
    Bei uns wäre die Linkspartei bei 60%.
    (frei nach Volker Pispers)

  2. müsste man genau diese Fragen (nämlich inhaltliche) im Wahllokal gestellt bekommen. Dann eine kurze Auswertung und "Herzlichen Glückwunsch, sie haben gerade Kandidaten XY gewählt!"
    Bei uns wäre die Linkspartei bei 60%.
    (frei nach Volker Pispers)

    Antwort auf "Nett."
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    • Socke9
    • 05. November 2012 21:30 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/jp

    • Socke9
    • 05. November 2012 22:10 Uhr

    Ich sehe das genau so!

    Der Gedanke kommt mir auch jedesmal, wenn ich einen Wahlomaten starte.
    Allerdings würde man auf die Art natürlich nur Programme (oder gar nur Lippenbekenntnisse) wählen, die auf der Vergangenheit beruhten, nicht aber eine Kompetenz, die man sich für zukünftige, nicht vorhersehbare Ergeignisse und Probleme wünscht.
    Wer z.B. gegen den Atomausstieg war, musste programmatisch CDU wählen. Die Spitzenkandidatin war aber offenbar mit der nicht vorhersehbaren Situation in Fukushima überfordert und hat somit sämtliche Wähler aus diesem Grund vor den Kopf gestoßen. Mit einer vertrauenswürdigeren, prinzipientreueren Person wäre das wohl nicht passiert. Letztlich ist diese subjektive Wahl also vielleicht zumindest zum Teil (!) gerechtfertigt.

    • Socke9
    • 05. November 2012 21:30 Uhr
    3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/jp

    Antwort auf "Eigentlich"
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    • Socke9
    • 05. November 2012 21:53 Uhr

    Entfernt. Bei Fragen zu unserer Moderation wenden Sie sich gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jp

    • Socke9
    • 05. November 2012 21:53 Uhr
    4. [...]

    Entfernt. Bei Fragen zu unserer Moderation wenden Sie sich gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jp

    Antwort auf "[...]"
    • Socke9
    • 05. November 2012 22:10 Uhr

    Ich sehe das genau so!

    Antwort auf "Eigentlich"
  3. Der Gedanke kommt mir auch jedesmal, wenn ich einen Wahlomaten starte.
    Allerdings würde man auf die Art natürlich nur Programme (oder gar nur Lippenbekenntnisse) wählen, die auf der Vergangenheit beruhten, nicht aber eine Kompetenz, die man sich für zukünftige, nicht vorhersehbare Ergeignisse und Probleme wünscht.
    Wer z.B. gegen den Atomausstieg war, musste programmatisch CDU wählen. Die Spitzenkandidatin war aber offenbar mit der nicht vorhersehbaren Situation in Fukushima überfordert und hat somit sämtliche Wähler aus diesem Grund vor den Kopf gestoßen. Mit einer vertrauenswürdigeren, prinzipientreueren Person wäre das wohl nicht passiert. Letztlich ist diese subjektive Wahl also vielleicht zumindest zum Teil (!) gerechtfertigt.

    Antwort auf "Eigentlich"
  4. ... würde ich da schon weit eher Election-2012 von HTVMA empfehlen.

    Wer hat eigentlich bei diesem Artikel recherchiert?

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  • Schlagworte Barack Obama | Google | Joe Biden | Android | App | Chat
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