Der Schlüssel ist Bequemlichkeit
Werden viele Menschen das nutzen? Höchstwahrscheinlich. Zum Leidwesen der Mobilfunkfirmen. Denn die SMS, an der sie sehr gut verdienen, wird sterben. Zwei Effekte spielen dabei eine Rolle. Zum einen lassen sich dank Messenger viele Menschen erreichen – einfach weil Facebook bereits so groß ist. Zum anderen ist es bequem, denn es müssen keine neuen Kontaktlisten zusammengestellt werden. Da die Handynummer genügt, ist die Kontaktliste schon fertig.
Bequemlichkeit ist ein wichtiger Faktor, der beispielsweise anonymen Angeboten oft zu schaffen macht. Das ist auch das Manko der kostenlosen Nachrichtendienste, die es seit vielen Jahren gibt, ob sie nun ICQ oder Jabber heißen. Sie bieten dasselbe, wollen aber keine Daten und sind dabei eben anonym. Aber sie sind nicht so bequem. Wer mit einem Freund reden will, muss erst einmal dessen ICQ-Nummer oder Jabber-Namen herausbekommen. Der Messenger schaut hingegen selber nach, ob die eigenen Kontakte erreichbar sind.
Apple Messenger?
Die neue Version wird erst einmal für das Betriebssystem Android getestet und ist in Indien, Indonesien, Australien, Venezuela und Südafrika verfügbar. Andere Länder sollen bald folgen, sagt Facebook. Andere Betriebssysteme wohl auch, immerhin ist die derzeitige Messenger-App auch für iOS und für Blackberry verfügbar.
Das Programm könnte damit bald zum Standard werden. Es sei denn, es gibt Konkurrenz. Wenn Apple und Blackberry schlau sind, bieten sie bald etwas Ähnliches an. Bei beiden existiert eine interne Chat-Funktion. Blackberry-Besitzer können miteinander kostenlos Nachrichten austauschen und iPhone-Besitzer seit einiger Zeit auch. Bei letzteren geschieht das nahtlos – wenn sie eine SMS an einen Kontakt in ihrer Liste oder eine beliebige Handynummer schicken, wird diese statt als SMS automatisch als kostenlose iPhone-Nachricht versandt, wenn der Gegenüber ein iPhone hat. Bequemlichkeit ist auch hier der Schlüssel.
Doch es gibt noch einen: Originalität. In China ist das Chatprogramm Weixin populär, das im Rest der Welt als WeChat vermarktet wird. Dort kann man eine Flaschenpost genannte Kontaktanfrage verschicken. Die wird zufällig zugestellt, an irgendjemanden. Bei einer zweiten Funktion wird sie nur an Nutzer in der Nähe verschickt – das soll schon viele Freundschaften gestiftet haben. WeChat hat mehr als 200 Millionen Nutzer und macht Weibo Konkurrenz, Chinas Pendant zu Facebook.










3. Artikel heute, in welchem es um Facebook geht oder wie beim Artikel über die arabischen Frauen und deren Erfahrungen, Facebook schon in der headline miterwähnt wird.
Auch wenn es, wie hier, durchaus kritische Einblicke gibt, kann ich keinen wirklichen Drang zur Auseinandersetzung mit dem Thema entdecken.
Das ist einfach nur enttäuschend.
Die Diskussion dreht sich immer wieder darum, dass ein idealtypisch aufgeklärter Mensch selbst zu entscheiden hat, wie er mit seinen Daten umgeht. Das ist richtig.
Warum nimmt man hier nicht die Kinder und sehr jungen Jugendlichen in den Blick? Das Netz wird als soziales Netzwerk gepriesen. Davon kann ich in der Auseinandersetzung nichts entnehmen, dass die heutigen User sich der sozialen Verantwortung gegenüber Minderjährigen und künftiger Generationen bewusst sind.
was würde eigentliche facebook drohen, wenn rauskäme, dass die Hälfte der UserInnen unter dem Mindestalter zum Eröffnen eines Accounts wäre? Also unter 13 Jahren alt.
Facebook wäre für viele Menschen realistischer und lebensnaher, dieses Kommerztheater sollte sich einfach durch Einsicht der Noch-Teilnehmer erledigen.
solange der fb messenger so miserabel in der Benutzung bleibt wie er bisher ist hat whatsapp mit seiner für mobil exzellenten Oberfläche, Einfachheit und der Abwesenheit von Daten-Sammel-Verdacht (wenn auch kleinere Datenpannen) denke ich nicht viel zu befürchten. Whatsapp könnte natürlich noch mehr Platformen ansprechen (PCs z.B.) aber ich werde bei whatsapp bleiben, auch so.
sich stellvertretend für mich selbstständig mit allen Apps, email Accounts, Messengers, WebChats und Telefon Accounts rumschlägt, so dass am Ende des Tages die tollen Geräte sich nur noch untereinander unterhalten und uns/mich nich mehr brauchen. Dann ist wieder Ruhe.
+++Dieser Text wurde automatisch erstellt+++
"Gleichzeitig ist der Dienst ein niedrigschwelliges Angebot, um neue Kunden zu finden. Wer Messenger nutzt, will vielleicht bald mehr und legt sich dann doch einen Account bei Facebook an."
Irgendwie hat es etwas von Ironie, bei den Nutzern von Facebook von Kunden zu sprechen...
Würde "Datenvieh" nicht besser passen?
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