Alles ist auf Effizienz getrimmt, auf Zeitersparnis. Zum Verfassen von Nachrichten reicht der Daumen: Über jedem Buchstaben der virtuellen Tastatur erscheint ein Vorschlag für das ganze Wort. Mit einer Daumenbewegung nach oben wird es in den Text geschoben. Der Kalender zeigt die Teilnehmer der nächsten Meetings an, inklusive der Informationen, die sie zum Beispiel bei LinkedIn veröffentlicht haben. Blackberrys sollen also auch in Zukunft für Firmenkunden interessant bleiben.

Die Funktion Balance soll beweisen: Blackberrys können auch Spaßgeräte sein. Mit einer einfachen Wischgeste und einem Klick können Nutzer zwischen einer privaten Oberfläche und einer Firmenoberfläche wechseln. Auf der Firmenoberfläche liegen die Apps, die der Arbeitgeber freigegeben hat. Auf der privaten Oberfläche ist Platz für Games, Musik, Videos und andere Apps. Die Ebenen sind strikt voneinander getrennt, auch ein Kopieren von Dateien von einer Seite auf die andere ist nicht möglich.

Die Kamera-App beinhaltet eine Bildbearbeitung mit Effekten, Filtern und der Möglichkeit, Fotos zurechtzuschneiden. Mit "Story Maker" können Blackberry-Nutzer aus ihren Fotos, Videos und Hintergrundmusik eine Art Slideshow erstellen und mit anderen teilen.

Um auch für Privatanwender interessant zu sein, braucht die Plattform aber auch attraktive Apps von Drittanbietern. Mehr als 70.000 sind es zum Start, sagte Heins. Sein Unternehmen habe zudem Verträge mit den größten Filmstudios und Plattenfirmen abgeschlossen, um in der Blackberry World, dem App Store von Blackberry, aktuelle Videos und MP3s anbieten zu können.

Heins sagte aber auch: "Heute haben wir nicht die Ziellinie erreicht, sondern die Startlinie." Zunächst hat er getan, was er konnte. Der Rest ist Marketing und Psychologie.