Huawei Ascend D2 mit 5-Zoll-Display © Huawei

Mit dem Ascend D2 hat Huawei bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas nach eigener Aussage das derzeit leistungsfähigste Android-Smartphone vorgestellt, mit dem Ascend Mate das größte.

Das Ascend D2 hat eine 13-Megapixel-Kamera und einen 5 Zoll großen IPS-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln, was einer Pixeldichte von 443 ppi entspricht. Zum Vergleich: Das iPhone 5 hat im Vergleich dazu 326 ppi, das Galaxy S3 von Samsung erreicht 306 ppi. Das Display ist mit Gorilla-Glas vor Beschädigungen geschützt, das Gehäuse soll außerdem staub- und wasserresistent sein.

Außerdem hat das Ascend D2 einen 3.000-mAh-Akku, der bei durchschnittlichem Betrieb eine Einsatzdauer von 48 Stunden liefern soll. Damit könnte das Smartphone volle zwei Tage genutzt werden, ohne dass es einmal an die Steckdose muss. Wenn es nachts weniger stark verwendet wird, sind sogar fast vier Tage denkbar. Und wenn der Akku geladen werden muss, soll das besonders zügig passieren. Huawei verspricht eine Zeitersparnis von 30 Prozent im Vergleich zu anderen Smartphones auf dem Markt. In etwas mehr als zwei Stunden soll der Akku wieder voll geladen sein.

Trotz des leistungsfähigen Akkus wiegt das Ascend D2 lediglich 170 Gramm. Das Gehäuse misst 140 mal 71 mal 9,4 Millimeter.

Ascend Mate mit 6,1-Zoll-Display

Im Smartphone steckt Huaweis Quad-Core-Prozessor K3V2 mit einer Taktrate von 1,5 Gigaherz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 32 Gigabyte Flash-Speicher. Einen Steckplatz für Speicherkarten listet das Datenblatt nicht auf.

Mit einer speziellen "Super Hands-Free"-Funktion soll sich das Mobiltelefon auch für Telefonkonferenzen eignen, bei der die Teilnehmer bis zu 1,5 Meter vom Gerät entfernt sein können. Huawei verspricht, dass per WLAN Datenraten von bis zu 150 MBit/s möglich sind. Ein GPS-Empfänger ist eingebaut, aber einen NFC-Chip hat das neue Topmodell des chinesischen Herstellers nicht.

Huawei will das Ascend D2 mit Android 4.1 alias Jelly Bean auf den Markt bringen. Ob es ein Update auf Android 4.2 geben wird, verriet das Unternehmen noch nicht. Das Ascend D2 soll noch im Januar 2013 zunächst in China auf den Markt kommen, im Julia dann auch in Deutschland. Zum Preis äußerte sich Huawei noch nicht. Wahlweise soll es das Ascend D2 auch eine Nummer kleiner geben, mit einem 4,7-Zoll-Display.

Eine Nummer größer dagegen ist das Ascend Mate. Mit einer Displaygröße von 6,1 Zoll ist das Android-Smartphone größer als das Galaxy Note 2 von Samsung. Huawei hat dem Gerät aber eine Reihe von sinnvollen Zusatzfunktionen spendiert, die dazu dienen, den großen Bildschirm besser bedienen zu können.

Eigene Benutzeroberfläche im Ascend Mate

Präsentation des Huawei Ascend Mate mit 6,1-Zoll-Display bei der CES in Las Vegas © JOE KLAMAR/AFP/Getty Images

Das Display des Mate hat eine Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln, was bei einer Displaygröße von 6,1 Zoll einer Pixeldichte von 240 ppi entspricht. Der Bildschirm des Galaxy Note 2 ist bei gleicher Auflösung 5,5 Zoll groß.

Im Inneren des Mate arbeitet ein K3V2 Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz, zur GPU macht Huawei im technischen Datenblatt keine Angaben. Dank einer dualen Antenne soll der Empfang zudem um 20 bis 30 Prozent verbessert sein.

Zum WLAN-Standard macht Huawei im technischen Datenblatt keine Angaben, bei der Gerätevorstellung gibt Huawei-Chef Richard Yu allerdings eine Geschwindigkeit von maximal 150 Megabit pro Sekunde an.

Auf der Rückseite des Smartphones ist eine Kamera mit acht Megapixeln und Autofokus eingebaut, auf der Vorderseite befindet sich eine Ein-Megapixel-Kamera für Videotelefonie. Das Gerät ist 163,5 mal 85,7 mal 9,9 Millimeter groß und 198 Gramm schwer. Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 4.1, über das Huawei eine eigene Benutzeroberfläche legt, die Emotion UI heißt. Wie es mit einem Update auf Android 4.2 aussieht, ist nicht bekannt.

Die Emotion UI genannte Oberfläche ist laut Yu nötig, da Android zu kompliziert sei. Sie beinhaltet mehrere Zusatzfunktionen, die es dem Nutzer erleichtern, den großen Bildschirm zu benutzen. Außerdem kann der Anwender direkt auf bestimmte Anwendungen zugreifen und mit "Floating Windows" mehrere Programme gleichzeitig benutzen. Diese Funktion erinnert an die Multi-Window-Funktion des Galaxy Note 2 und Galaxy S3 von Samsung.

Ab März auf dem Markt

Der Touchscreen soll sich zudem mit herkömmlichen Handschuhen bedienen lassen, so dass dafür keine Spezialhandschuhe erforderlich sind.

Der Akku des Ascend Mate hat eine Kapazität von 4.050 Milliamperestunden, die Akkulaufzeit beträgt bei normaler Benutzung angeblich zwei Tage. Die Gesprächszeit mit einer Akkuladung soll 22 Stunden betragen, 14 Stunden lang kann der Nutzer im Internet surfen. Videos spielt das Smartphone über 10 Stunden lang ab.

Diese Laufzeit wird nach Angaben des Herstellers durch mehrere Stromsparfunktionen ermöglicht: Quick Power Control (QPC) soll während einer WLAN-Verbindung zehn Prozent weniger Strom verbrauchen, zusammen mit der ADRX-Technologie (Automated Discontinuous Reception) soll das Smartphone im Vergleich zum typischen Energieverbrauch 30 Prozent weniger verbrauchen. Außerdem soll das Ascend Mate, wie auch das Ascend D2, bis zu 30 Prozent schneller den Akku laden als andere Konkurrenzgeräte.

Ab Juli 2013 soll es in Deutschland verkauft werden, der Preis ist noch nicht bekannt.

In zwei Teilen erschienen bei golem.de