Desktop-Rechner : Der Computer auf dem Schreibtisch stirbt aus
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 Wie aus einer Doppelherrschaft ein Markt wurde

Smartphones und Tablets stellen neue Anforderungen an verbaute Prozessoren. Sie müssen weniger Strom verbrauchen und möglichst kühl bleiben. Das konnten die beiden Riesen nicht bieten.

Intel setzt seit 1978 bei seinen Chips hauptsächlich auf die sogenannte x86-Architektur. Die erlaubt es, grob umrissen, komplexe Rechenoperationen durchzuführen und ist entsprechend leistungsstark. Das führt jedoch auch dazu, dass die Prozessoren viel Strom brauchen und heiß werden. Die Smartphone-Hersteller suchten nach Alternativen.

2008 entschied Apple als einer der bis dato wichtigsten Abnehmer von Intel-Prozessoren, eigene Chips in iPhone und iPad einzubauen. Auch Samsung entwickelt seit 2000 einen eigenen Chip. Der ist heute in nahezu jedem Smartphone der Südkoreaner verbaut.

Den Anforderungen der Smartphones wurde am besten die ARM-Architektur gerecht. ARM-Prozessoren laufen effizient, verteilen die Leistung auf mehrere Kerne und verbrauchen weniger Strom. Weder AMD noch Intel haben einen konkurrenzfähigen ARM-Prozessor im Programm.

Nischenmärkte Cloud und Gamer

Dass der Desktop noch einmal wiederkommt, ist unwahrscheinlich. Anders als in der Automobilbranche lassen sich Desktops nur schlecht an private Nutzer in China, Brasilien oder Indien verkaufen. In diesen Ländern ist die mobile Nutzung teilweise weiter als in der westlichen Welt. In Afrika ist Banking per Handy seit Jahren Alltag. Die Menschen lassen den technischen Entwicklungsschritt Desktop einfach aus.

Ein paar Domänen aber bleiben den grauen Kisten. Vor allem die, in denen viel Rechenpower gefragt ist. Das sind zum einen Serverfarmen für Cloud-Dienste, die immer mehr Aufgaben privater Computer übernehmen. Sowohl AMD als auch Dell investieren kräftig in Technik für Cloudanbieter.

Zum anderen gibt es zumindest einige private Nutzer, die weiter Desktoprechner wünschen: Gamer und Grafiker. Sie brauchen leistungsstarke Rechner, die sich nach und nach aufrüsten lassen. Laptops, Smartphones und Tablets sind dazu nicht flexibel genug.

Aufgeben wollen die beiden Großen deswegen nicht. Intel entwickelt mittlerweile einen neuen Prozessor für Smartphones und Tablets. Auch AMD baut mittlerweile an einem ARM-Prozessor. Im kommenden Jahr soll er fertig werden und in Servern zum Einsatz kommen. Die Partner von AMD sind Dell und Hewlett Packard. Der Desktop kommt nicht mehr zurück.

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Kommentare

122 Kommentare Seite 1 von 16 Kommentieren

Diese Bequemlichkeit hat auch ihre Schattenseiten

De facto kontrolliert Apple nämlich längst, welche Informationen der Benutzer sehen darf, und welche nicht.

Es ist inzwischen mehrfach vorgekommen, dass Apple z.B. Zeitungsapps gesperrt hat, weil es Inhalte von Zeitungen oder Magazinen als nicht geeignet für die Benutzer eingestuft hat. Wohlgemerkt - nicht irgendwelche Schmuddelheftchen, sondern weitverbreitete Magazine wie z.B. den STERN.

Und dass bei der Sprachsteuerung Siri die Audioinformationen direkt an Server von Apple in den USA gesendet werden, ist auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und außerdem den wenigsten Nutzern bekannt. Wer seinem iPhone eine Textnachricht diktiert, der rechnet nicht unbedingt damit, dass die Nachricht 1:1 an Apple geschickt wird.

Machen sie sich das ganze nicht zu einfach??

Also in meinem Job, ist über eine Reduktion des Computers überhaupt nicht nachzudenken (Technische Planung). Bei den meisten anderen die PC nutzen wird es wohl genauso sein.

Meiner Meinung nach wird sich wohl der schnelle Wandel verringern, aber wie das die Vorherrschaft von Microsoft brechen soll, ist mir echt ein Rätsel. Ich würde wohl eher behaupten, das es genau umgekehrt ist.

Wer wird wohl Programme verkaufen wollen, die nicht mit dem Marktführer kompatibel sind?? Oder wer will solche Programme kaufen??

So schattig ist nun auch wieder nicht ;)

Quatsch, Informationen kann Apple nicht verbergen. Sonst dürfte z.b. der Safari ja nicht auf jede erdenkliche Netzseite ;)

Stern ist verfügbar!^^

Das das nur via Internet geht ist logisch. Das iPhone hätte gar nicht die Rechenleistung das vernünftig in der kurzen Zeit auszuwerten. Und nur so kann Siri dazulernen & sich verbessern. Sprachsteuerung ist halt noch relativ am Anfang & wird von Apple auch noch als Beta eingestuft.

Wer ein Problem mit der Cloud hat, soll es eben nicht nutzen!

Ich will Ubuntu

eine kritische Menge kritischer Menschen reicht aus, um Produkte auf den Markt zu bringen, die keiner proprietären lock-in-Strategie folgen.

Ich will kein geschlossenes Microsoft-System, kein geschlossenes Apple-System und auch kein Google-Gerät bei dem ich mich mit tausend Diensten eines Anbieters verbinden muss damit es richtig funktioniert. Ich will für ein Produkt bezahlen, nicht für ein Abonnement. Ich will wissen was auf meinem Gerät los ist, und es kontrollieren. Und ich will jederzeit wechseln können. Und ich will keine Datenkrake, die meine Daten dort speichert wo ich sie nicht kontrollieren kann und wo sie keinem europäischen Datenschutz unterliegen.

Ich will Ubuntu, auf dem Desktop, Telefon, Tablet.

Freiheit, Freude, Firlefanz

Ja danke, für die ganzen freien tollen proprietären OSs, die immer mehr werden und für die es tausende Apps gibt, nur keine sinnvollen Anwendungen mehr.
3/4 der Smartphones und Tablets sind doch eh nur zum Posen, deswegen merkt das eh keiner, dass man kaum damit arbeite kann.

Schade nur, dass das dazu führen wird, das Computer zum Arbeiten nicht mehr im gleichen Maße günstiger werden bzw das Preis-Leistungsverhältnis schlechter werden wird.

Vielleicht gibts dann ab W9 wieder ein Betriebssystem zum Arbeiten und die Masse darf dann halt spielen.
Wuschi-wuschi statt Klicki-Bunti, taugt beides nicht zum Arbeiten.

Für computer: Besser Linux

Ebenfalls kein Virusbefall, wie man ihn bei Windows kennt.
Die App's bzw. Programme sind ebenfalls schnell gefunden, da man an zentrale Repositories angeschlossen ist.

Vor allem:

Die Software ist umsonst, der Quellcode liegt offen, also keine Heimlichtuerei und geheime Übermittlung Ihrer Daten.
Man wird nicht bevormundet, entmachtet, ständig zum Kauf von irengwelchen Songs, Apps etc aufgefordert (das iPhone schießt in punkto Kommerz den Vogel ab).

Ich bin kein Linux-User der ersten Stunde, sondern Windows-Konvertit. Apple hat ein geniales Betriebssystem mit coolem Look, aber ich habe mich nach einigem Hadern wegen der restriktiven (mp3 nur über iTunes!) und stark kommerziellen Art dagegen entschieden.

Aber wenn man auf MS Office o.ä. angewiesen ist (bin ich nicht), wird's etwas umständlicher...

Zustimmung

Wenn sich das Apple-Konzept durchsetzt sind ambitionierte Freeware-Projekte von Hobbybastlern Geschichte. Und ohne die Aufrüstungsmöglichkeiten, die nicht existierenden Personalisierungsmöglichkeiten aber dafür den horrenden Designzuschlag würde ein noch weiteres Ausbreiten von Apple in einen weitaus schlimmeren Mainstream-Zwang führen.

Und an den Kommentierenden über mir - sie Opfern gerade ihre Individualität für Bequemlichkeit. ..... das ist es mir nicht Wert.

„billige und Mittelklasse-Notebooks zum Arbeiten ungeeignet“

„billige und mittelklasse notebooks, tablets etc. sind leistungsmässig so schwach, dass sie zum arbeiten ungeeigent sind. ein bisschen surfen und email schreiben sicher kein problem, aber sobald man mehr als fünf fenster offen hat, nervt es schon.“

Kann ich nicht nachvollziehen. Die allermeisten Menschen, die am PC arbeiten, benötigen die übliche Office-Software, einen Browser und einen E-Mail-Client, ggf. noch etwas Bildbearbeitung. Dafür reichen billige Notebooks meistens aus, Mittelklassemodelle allemal.

Und wer nicht auf Spezialsoftware angewiesen ist, die es nur für Windows oder OS X gibt, könnte mit entsprechenden Linux-Distributionen auch auf zehn Jahre alter Hardware noch vollkommen problemlos arbeiten.

Thema verfehlt, und bitte vom hohen Ross absteigen: Es geht nicht um Desktop gegen smartphone&pad, sondern um Desktop gegen LAPTOP.

Es gibt doch auch PC-Laptops, also schreibt hier niemand den PC tot. Ich erstelle 3D-Animationen und mache Compositing, alles mit einem teuren & leistungsstarken Laptop, an den ich einen weiteren Monitor anschließe.

Meinen Desktop habe ich aber 2010 verkauft, und ihn nicht einmal vermisst. Katzenbilder poste ich trotzdem nicht.

Also: Laut Statistik stirbt der Desktop-Computer, ich kann da keinen Fehler erkennen.

„Körperhaltung vorm Laptop zu krampfig“?

„Also zumindest für den Arbeitsplatz muss ich Ihnen recht geben. Ich denk für jeden der längere Zeit vor der Kiste sitzen muss, ist ein Desktop-PC unverzichtbar. Hier sehe ich nicht, dass der Desktop-PC in nächster Zeit abgelöst wird. Die Körperhaltung vorm Laptop oder Tablet ist einfach zu krampfig.“

Man kann doch mit externem Monitor, Tastatur und Maus jedes Laptop innerhalb von Sekunden in einen Desktop (im Wortsinne) verwandeln...