Es geht also nicht nur darum, die Farbe des Bildschirmhintergrundes zu ändern. Eingriffe in die Fahrphysik sind sicher nicht geplant, wohl aber personalisierte Hinweise und Knopfbelegungen.

In den Erklärungen der beiden Firmen ist vor allem von Nachrichten, Musik und Wetter als Themen für Apps die Rede. Sicher wird das aber nur der Anfang sein. Die bestehenden App-Biotope haben gezeigt, dass schnell Programme für völlig neue und ursprünglich nie geplante Anwendungen programmiert werden und viele Fans finden.

Selbstverständlich kann nun nicht jeder ein beliebiges Programm schreiben und dann zusehen, wie es in mehr und mehr Autos von GM und Ford installiert wird. Die Apps würden geprüft und zertifiziert, bevor sie für Kunden zugänglich sind, sagt GM. Wie der Prüfprozess aussieht und wie riskante oder schädliche Apps verhindert werden sollen, wurde nicht veröffentlicht. Ein Thema immerhin ist es, denn auch die Prüfsysteme bei Android oder iOS werden immer wieder von Schadcode unterlaufen.

Und noch etwas ist derzeit nicht klar: die Finanzierung. Wie genau die Entwickler für ihre Arbeit entlohnt werden, sagte GM nicht, man werde in nächster Zeit ein "Geschäftsmodell festlegen". Was sicher auch bedeutet, dass sich dort eine neue Datenquelle für jene erschließt, die mit persönlichen Informationen Geld verdienen.