Sogenannte Smartwatches aber sind nur ein Zwischenschritt. Das Ziel ist, ganz auf das Smartphone oder das Tablet in der Tasche zu verzichten und die Daten so zu präsentieren, dass sie den Nutzer nicht mehr bei seinen alltäglichen Verrichtungen behindern. Mit dem Projekt Glass ist Google schon relativ weit bei diesem Versuch. Die Prototypen können bereits Fotos schießen und ins Internet stellen, ohne dass ein Smartphone als Mittler gebraucht wird. Daran, dass Glass-Träger mit der Brille auch telefonieren können, arbeitet Google noch, wie Projektleiter Barbak Parviz kürzlich verriet.

Dennoch denkt der Konzern wohl auch über eine uhrenartige Variante nach. Zumindest gibt es einen entsprechenden Patentantrag, wie Engadget schreibt.

In dem Patent wird das Konzept Smartwatch erweitert. Das Uhrenglas ist dabei ein transparenter Bildschirm, der sich hochklappen lässt. Auf ihm können Daten eingeblendet werden. Da er durchsichtig ist, legt sich diese Datenebene über jedes Objekt, vor das der Schirm gehalten wird, und zeigt so bis dahin nicht sichtbare Informationen zur Umgebung. Denn schließlich ist die analoge Welt nur die halbe Realität.

Genau diese Verschmelzung von digitaler und stofflicher Welt sei der eigentliche Fortschritt, schreibt Bilton im Bits-Blog. Genau diese Verschmelzung strebt Google mit Glass an. Firmenmitgründer Sergey Brin schwärmt derzeit davon, wie toll es sei, dank der Datenbrille mit seinen Kindern spielen und gleichzeitig Fotos von ihnen machen zu können. Unklar ist bislang allerdings, ob die Brille im Auto auch als Freisprecheinrichtung gilt und mit ihr also während des Fahrens telefoniert werden darf. Anders gesagt: Das Konzept wearable computer könnte in manchen Fällen auf rechtliche Hürden stoßen.