Die meisten Unternehmen arbeiten aber mit Umgebungen, die auch privat genutzt werden. Selbstverständlich werden heutzutage Skype, GoogleDocs und Microsoft Office in Firmen eingesetzt. Auch hierfür hat die IT-Branche einen eigenen Trendbegriff eingeführt: Bring your own application (BYOA).

Das neue Office 365 von Microsoft bedient diesen Trend wie kein anderes Programm. Microsoft hat an diesem Dienstag nicht nur ein Office vorgestellt, das auf jedem mobilen Gerät mit Touch-Gesten bedient werden kann und damit für mobile Geräte geeignet sein soll. Das neue Office kann auch mit allen Voreinstellungen auf jeden Rechner gestreamt werden. Binnen zwei Minuten wird damit also jeder Rechner der eigene, die Daten kommen einfach aus der eigenen Cloud.

Arbeitgeber als Familienmitglied

Allerdings stehen mitunter die Lizenzen im Weg. Microsoft vergibt für die Privatanwender-Version Home Premium fünf Lizenzen. Das bedeutet, bis zu fünf Familienmitglieder können die Software auf ihrem persönlichen Gerät nutzen.

Geschäftslizenzen werden aller Voraussicht nach wesentlich teurer und nur einzeln verkauft. Dass sich Kunden an die Trennung halten, glaubt aber auch Microsoft nicht wirklich. Auf Nachfrage, wer in der Version Home Premium die fünf Familienlizenzen nutzen dürfe, antwortete der Pressesprecher: "Wir legen den Familienbegriff sehr weit aus." Anders gesagt: Wer will, kann seinen Arbeitgeber zum Familienmitglied ernennen.