BetriebssystemUbuntu kommt auf das Smartphone
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Zwei Varianten für verschiedene Smartphones

Am oberen Rand des Displays zeigt Ubuntu wie andere Systeme Statusinformationen des Geräts an. Wie etwa bei vielen Android-Geräten können die hinter den Symbolen liegenden Einstellungen direkt mit einem Tippen auf die Symbole verändert werden. Stören die Status-Icons, kann die Zeile auch versteckt werden. Sie erscheinen automatisch wieder, wenn auf die unsichtbare Zeile geklickt wird.

Am unteren Ende des Displays verzichtet Ubuntu auf Icons, so dass Apps den gesamten Bildschirm nutzen können. Mit einem Wischen von unten können die zur App gehörenden Knöpfe eingeblendet werden. Apps können aber auch direkt per Spracheingabe bedient werden, beispielsweise, um einen Filter auf ein Foto anzuwenden, das bildschirmfüllend angezeigt wird.

Die Ubuntu-Cloud ist direkt in das Smartphone-Betriebssystem integriert und steht allen Apps zur Verfügung.

Die Hardware

Ubuntu soll in zwei Varianten für Smartphones angeboten werden: einer vollständigen Version für sogenannte Superphones, die mit einem ARM Cortex A9 mit vier Kernen oder Atom-Prozessor laufen, mindestens über 1 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen und 32 Gigabyte Flash-Speicher mitbringen, sowie einer Version für einfache Smartphones mit einem Cortex-A9-Kern, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und 4 Gigabyte Flash-Speicher.

Um es Herstellern möglichst einfach zu machen, Ubuntu-Smartphones auf den Markt zu bringen, können Android-Treiber und Android-Firmware auch unter Ubuntu genutzt werden.

Wann und von wem erste Geräte mit Ubuntu Phone auf den Markt kommen sollen, verriet Canonical noch nicht.

Erschienen bei Golem.de

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Leserkommentare
  1. 1. Ubuntu

    Finde ich sehr schön. Haben angekündigt das erst "superphone" (smartphne, das man mit Bildschirm, Maus und Tastatur verbinden und dann als vollwertigen Rechner mit Unity UI verwenden kann) soll 2014 rauskommen. 2013 sollen User mit dem bereits existierenden Ubuntu for Android an das Konzept gewöhnt werden.

    Hört sich für mich ganz gut an. Je mehr Anbieter, desto besser. Der Smartphone/Tablet Markt sollte nicht Google, Apple und Microsoft überlassen werden. Zwar bezweifel ich dass Ubuntu for Phone über mehr als ein Nischendasein herauskommt, ähnlich wie auf dem PC Markt, aber genau wie dort kann es sich in dieser Nische etablieren und eine gute alternative zu "Mainstream" Betriebssystemen werden.
    Hat meiner Meinung nach eine bessere Chance als Jolla, Firefox OS oder Tizen.

    2014 müsste ich mir einen neuen Laptop und ein neues Smartphone zulegen (derzeit 4 bzw. 1 Jahr alt), wenn das OS hält was es verspricht wird es wohl Ubuntu statt Windows und Android.

    6 Leserempfehlungen
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    • emmapi
    • 03. Januar 2013 12:20 Uhr

    Sie MÜSSEN sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone zulegen? Weil das Gerät dann zwei Jahre alt ist? Krass...

  2. bessere Chancen, weil es nach dem was ich bis jetzt gehört habe und hoffentlich richtig interpretiert habe, etwas Entwicklerfreundlicher sein wird.

    • mgutt
    • 03. Januar 2013 11:33 Uhr

    Der Markt ist gerade am Anfang stark begrenzt. Da sollte man sich gleich auf HighEnd Smartphones konzentrieren, die in Zukunft sowieso normal sind. Und die Leistung steigt doch ständig weiter.

    • malox
    • 03. Januar 2013 12:05 Uhr

    Gefällt mir im Grunde ganz gut und ich wundere mich inzwischen, warum nicht mehr Privatanwender Linux verwenden - gerade Ubuntu ist sehr "umsteiger- und nutzerfreundlich" geworden und hat mit einem nerdigen Image gar nichts mehr zu tun.

    Auch wenn es auf meinem Laptop (ich nutze Ubuntu 12.04) eine ganz schöne Umstellung war und mir das alte Design (mit der alten Funktionalität) besser gefallen hat: Die Umstellung auf die "Unity-Version" ist im Grunde konsequent.
    Für Smartphones ist das sicher prima geeignet.

    Im Grunde versucht es Windows mit Windows 8 auch - aber was ich da gesehen habe, ist eine Katastrophe. Da verkommt das Betriebssystem zum "Klicki-Bunti" mit Unterhaltungsstatus und zweifelhaften Funktionsumfang, wenn man wirklich arbeiten(!) möchte - oder wenn man älter ist und mit dem ganzen App-Kram weder etwas anfangen kann noch will.

    Viele ältere oder funktionsorientierte Nutzern kämen mit Ubuntu sicher deutlich besser klar.
    Ich bin gespannt, ob es auf dem Smartphonemarkt greifen kann.

    4 Leserempfehlungen
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    • emmapi
    • 03. Januar 2013 12:27 Uhr

    "Im Grunde versucht es Windows mit Windows 8 auch - aber was ich da gesehen habe, ist eine Katastrophe. Da verkommt das Betriebssystem zum "Klicki-Bunti" mit Unterhaltungsstatus und zweifelhaften Funktionsumfang, wenn man wirklich arbeiten(!) möchte - oder wenn man älter ist und mit dem ganzen App-Kram weder etwas anfangen kann noch will."

    Gesehen ist was anderes als damit zu arbeiten.
    Im übrigen laufen auf Win8 auch alle Programme, die auch schon unter win7 liefen. Und das heißt: Win8 hat einen Ökosystem, von dem Ubuntu nur träumen kann. Und arbeiten läßt sichmit Win8 auch ganz hervorragend.
    Und mal ehrlich: Wenn ich die Libre-Office mit der MS-Office vergleiche, dann komme ich doch auf den Gedanken, das die Libre-Office wohl doch eher in der dritten Liga spielt.

    • malox
    • 03. Januar 2013 12:56 Uhr

    Ich saß einen Nachmittag an einem frischen Laptop mit Win8, zusammen mit einer (älteren, aber willigen) Benutzerin und habe versucht, mich mit ihr zusammen einzuarbeiten.
    Ich fand insgesamt, dass mir das Betriebssystem zu viel "mitdenkt".
    Ich zumindest möchte weiterhin ein beherrschbares System haben statt eines, was meint, selbst agieren zu können.

    Selbst als der ganze Müll gelöscht war, mit dem man tatsächlich nicht arbeiten, sondern nur "klicken" kann, war das System für mich nicht überzeugend.
    Zu bunt, zu APPig - viel zu überfrachtet.

    Zumindest mit dem Linux-Vergleich ist der Unterschied enorm.
    Benutzerfreundlich (problemlose Installation, schnelle Einarbeitung) ist Ubuntu inzwischen allemal.

    Deswegen: Willkommen auf dem Smartphone-Markt!

    • emmapi
    • 03. Januar 2013 12:20 Uhr
    5. Echt?

    Sie MÜSSEN sich alle zwei Jahre ein neues Smartphone zulegen? Weil das Gerät dann zwei Jahre alt ist? Krass...

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ubuntu"
    • emmapi
    • 03. Januar 2013 12:27 Uhr

    "Im Grunde versucht es Windows mit Windows 8 auch - aber was ich da gesehen habe, ist eine Katastrophe. Da verkommt das Betriebssystem zum "Klicki-Bunti" mit Unterhaltungsstatus und zweifelhaften Funktionsumfang, wenn man wirklich arbeiten(!) möchte - oder wenn man älter ist und mit dem ganzen App-Kram weder etwas anfangen kann noch will."

    Gesehen ist was anderes als damit zu arbeiten.
    Im übrigen laufen auf Win8 auch alle Programme, die auch schon unter win7 liefen. Und das heißt: Win8 hat einen Ökosystem, von dem Ubuntu nur träumen kann. Und arbeiten läßt sichmit Win8 auch ganz hervorragend.
    Und mal ehrlich: Wenn ich die Libre-Office mit der MS-Office vergleiche, dann komme ich doch auf den Gedanken, das die Libre-Office wohl doch eher in der dritten Liga spielt.

    Antwort auf "Ubuntu Unity"
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    Ich finde es richtig, daß Handy und Desktop-PC zusammenwachsen. Insofern sind Lösungen mit einem Betriebssystem auf allen Geräten richtig. Ubuntu würde ich schon lange benutzen, gäbe es dort die großen Software-Pakete, mit denen arbeiten erst möglich wird (Adobe etc.)

    Microsoft hat mit Windows 8 allerdings einen kapitalen Bock geschossen, indem Design vor Benutzbarkeit gestellt wurde. W8 ist auf dem PC ohne Handbuch/Schulung schlicht unbenutzbar. Man kommt maximal bis zum Öffnen der ersten Kachel, dann ist ohne Hilfe Schluß. Das ist ein NoGo auf dem heutigen Markt intutitiver Betriebssysteme.

    Ich kenne zwar beide Office-Systeme nicht genau, habe aber schon mit beiden gearbeitet. Daher würde mich doch interessieren, an welchen Stellen MS-Office so überlegen ist.
    Allerdings sollten keine Features genannt werden, die für den weit überwiegenden Anteil der User nicht von Relevanz sind, oder die Tatsache, dass man beim Übergang von MS-Office zu Free-Office einige Dinge anders angehen muss.
    Ein Nachteil von MS-Office ist m.E. der häufige Wechsel des Formats bei der Abspeicherung der Daten. Es gibt Schulen, die deshalb Präsentationen mit Impress bevorzugen, da oft Powerpointpräsentationen auf der alten Version nicht mehr korrekt laufen und eine ständiges Versionsupdate Kosten verursacht, die an anderer Stelle nützlicher eingesetzt werden können.

  3. Ich hatte als PC Distri nur ärger mit Ubuntu und lasse es deswegen gänzlich links liegen. Das ging von Standardnetzwerkmanager die Bugga waren und trotzdem auf Standard gesetzt wurden bis zum Konfigurieren von mod_auth_mysql. Die nötigen Direktiven mussten in die httpd.conf wie auch in die .htaccess. O.O

  4. Ich finde es richtig, daß Handy und Desktop-PC zusammenwachsen. Insofern sind Lösungen mit einem Betriebssystem auf allen Geräten richtig. Ubuntu würde ich schon lange benutzen, gäbe es dort die großen Software-Pakete, mit denen arbeiten erst möglich wird (Adobe etc.)

    Microsoft hat mit Windows 8 allerdings einen kapitalen Bock geschossen, indem Design vor Benutzbarkeit gestellt wurde. W8 ist auf dem PC ohne Handbuch/Schulung schlicht unbenutzbar. Man kommt maximal bis zum Öffnen der ersten Kachel, dann ist ohne Hilfe Schluß. Das ist ein NoGo auf dem heutigen Markt intutitiver Betriebssysteme.

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    Antwort auf "Na ja..."
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    Nur nicht auf dem Ubuntu Linux ;)

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