Erste Geräte sollen 2013 in Brasilien auf den Markt kommen, etwa vom chinesischen Hersteller ZTE. Weil Firefox OS ein freies, quelloffenes System sein wird, für das keine Lizenzgebühren fällig werden, könnte es für Smartphone-Hersteller attraktiv sein, die besonders günstige Geräte anbieten wollen. Die Deutsche Telekom gehört übrigens, wie viele andere Netzbetreiber auch, zu den Förderern des Projekts.

Das vierte System, das 2013 erstmals auf einem mobilen Gerät laufen soll, heißt Sailfish. Es basiert wie Samsungs Tizen auf MeeGo. Entwickelt wird es von ehemaligen Nokia-Angestellten, die dazu die Firma Jolla gegründet haben. Vorgestellt wurde Sailfish erstmals Ende November 2012. Welche Hersteller das Betriebssystem verwenden werden, ist allerdings noch unklar. Ein Vorteil von Sailfish: Angeblich soll es kompatibel mit den meisten Android-Apps sein.

Marktanteil von Android liegt bei 75 Prozent

Eine unmittelbare Gefahr für die Marktführer werden die neuen Systeme wohl kaum darstellen. Googles Android – das ebenfalls auf Linux basiert – läuft auf rund 75 Prozent aller Smartphones und auf etwa der Hälfte aller Tablets. Die andere Hälfte sind iPads mit iOS. Bei Smartphones hat Apple noch einen Marktanteil von rund 15 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem dritten Quartal 2012 und berücksichtigen deshalb weder das iPhone 5 noch die neuen iPads.

Android wie auch iOS haben einen Entwicklungsvorsprung von mehreren Jahren, große Konzerne mit vielen Entwicklern im Rücken und die Unterstützung aller wichtigen Hardware-Hersteller. Den dritten großen Player, Microsoft, könnten die Neulinge aber durchaus ärgern. Denn das Unternehmen hat im Kampf um Marktanteile einige Nachteile gegenüber Google und Apple: Windows Phone 8 ist vergleichsweise neu und damit wenig ausgereift, das App-Angebot ist noch nicht so groß wie bei Android und iOS, und es gibt bisher nur vergleichsweise wenige Endgeräte für das System. Microsoft dürfte deshalb über weitere Konkurrenz wenig erfreut sein.