AppleDie iWatch kommt – ganz bestimmt

Das nächste große Ding von Apple wird eher klein ausfallen: Es wird eine Armbanduhr. Gerüchte kursieren schon lange, vor allem aber gibt es gute Argumente für die iWatch. von 

Die Sony SmartWatch wurde im vergangenen Jahr vorgestellt.

Die Sony SmartWatch wurde im vergangenen Jahr vorgestellt.  |  © Tobias Schwarz/Reuters

Apple wird eine Smartwatch auf den Markt bringen – das sei keine Frage des "Ob", sondern nur noch des "Wann", schreibt Wired-Autorin Christina Bonnington. Das nächste große Ding von Apple – eine Armbanduhr? Tatsächlich spricht einiges dafür, und zwar nicht nur Gerüchte wie dieses.

Da wäre zunächst der Zeitpunkt: Wearable Computing wird gerade zum Trend, aber noch ist kein Über-Produkt auf dem Markt. Zwar wurden auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas mehrere Smartwatches vorgestellt, darunter auch Pebble, das immens erfolgreiche Kickstarter-Projekt. Doch ausgereift sind sie nicht. Apple ist bekannt dafür, die Pionierarbeit anderen zu überlassen, um dann das erste wirklich massentaugliche Produkt zu entwickeln. Das war beim MP3-Player so, beim Smartphone und beim Tablet.

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Eine neue Gerätekategorie wäre für Apple auch besser geeignet, um damit wieder einmal Maßstäbe zu setzen, als das nächste Smartphone oder Tablet. Zwar sind iPhone 5 und iPad 4 Verkaufsschlager, doch unter Journalisten, Analysten und Technikbegeisterten war zuletzt eine gewisse "Unterwältigung" spürbar. Das iPhone 5 wurde überwiegend nur noch als eines von vielen sehr guten Smartphones wahrgenommen.

Die Smartwatch-Konkurrenz ist dagegen noch überschaubar. Die bisherigen Modelle können auch nicht viel. Sie werden per Bluetooth mit dem Smartphone in der Tasche verbunden und zeigen den Wetterbericht, eingehende E-Mails oder SMS an. Sie steuern den MP3-Player des Smartphones und können gewisse Körperdaten wie den Puls messen. Ach ja, und sie zeigen die Uhrzeit.

Patrick Beuth
Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Pebble, die bereits seit 2012 erhältliche SmartWatch von Sony und auch die Uhren von Martian haben zudem alle die gleichen Nachteile, die der langjährige Apple-Designer Bruce Tognazzini in einem Blogeintrag auflistet: Sie müssen zu schnell aufgeladen werden, ihr Design ist alles andere als atemberaubend und ihre Bedienung umständlich.

Apples Sprachsteuerung Siri könnte die Bedienung stark vereinfachen. Dann wären auch kaum noch kleine, unpraktische Knöpfe nötig. Design ist ohnehin eine Stärke von Apple. Und das Unternehmen hält ein Patent auf berührungsloses Laden, schreibt Tognazzini. Die Uhr müsste sich zum Aufladen lediglich in der Nähe der Ladestation befinden. Dazu müsste der Besitzer sie nicht einmal ablegen.

Und noch etwas spricht für Apple: das Ökosystem. Die Hardware wird erst mit den passenden Apps und einem App Store wie iTunes so richtig interessant. Im Gegensatz zu Pebble und anderen Unternehmen wäre es für Apple ein Leichtes, unzählige Entwickler für die Programmierung weiterer Anwendungen für die Uhr zu begeistern.

Leserkommentare
    • mjs2342
    • 08. Februar 2013 18:20 Uhr

    Das ist einfach zu beantworten!

    BEIDES.

    2 Leserempfehlungen
  1. Hieß iPod nano. Die Generation vor der jetzigen.

    4 Leserempfehlungen
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    • niquita
    • 09. Februar 2013 9:15 Uhr

    Was hat der iPod nano mit der möglichen neuen Uhr zu tun? Funktionen und Größe wären grundsätzlich verschieden!

  2. daß man auf dem Gadget die Zeit nur als Inhaber eines Abo´s
    mit Apple-ID zu sehen bekommt. Die Zeitzone lässt sich nur über itunes ändern.

    25 Leserempfehlungen
  3. Da gibt es doch bereits einen Branchenstandart. Und Apple hat das in das letzte iPhone nicht eingebaut

    3 Leserempfehlungen
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    ... keine Branchenstandards ein.

  4. Eine Uhr brauche ich in Zeiten von Siri und Handy eigentlich nicht mehr. Nein, ich glaube die Brille ist das nächste große Ding und google sammelt im Moment genug Daten um so etwas zum Erfolg zu machen.

    Gerade im Auto oder auf dem Fahrrad wäre eine solche Brille nützlich.

    5 Leserempfehlungen
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    Dann doch lieber in die Kontaktlinsen. Ich mag nicht auf einmal wieder Brille tragen, höchsten als Sonnenbrille.

    • hairy
    • 08. Februar 2013 18:36 Uhr

    wozu dann noch eine Uhr?

    3 Leserempfehlungen
    • Jan.h.m
    • 08. Februar 2013 18:43 Uhr

    Was eine iWatch angeht bin ich ebenfalls sehr skeptisch, denn immerhin begibt man sich hier bei der geneigten Kundschaft in Konkurrenz zu ebenso prestigeträchtigen "richtigen" Uhren und zwei davon wird am Ende wohl keiner tragen. Ich denke es wird nicht so viele geben, die ihre normale Uhr eintauschen, wenn sie so oder so ein Smartphone haben. Die Brille klingt da für mich schon vielversprechender, gerade weil sie am Ende wohl auch praktischer ist und ebenso das Smartphone mit der Zeit ersetzen könnte.

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    • lufkin
    • 08. Februar 2013 20:47 Uhr

    Sehe ich ähnlich. Im Uhren Segment kann Apple nichts entwickeln, was in Sachen Stil und Prestige an etablierte Marken wie Glashütte oder Breitling, um nur mal zwei der bekannteren zu nennen, herankommen kann. Und ohne den "ich hab was besonderes Bonus" ist ne iWatch auch nur teurer Technik Schnickschnack.

  5. hej ihr von Apple: ihr seid einfach genial!!!

    von der wiege bis zur bahre - alles könnt ihr mit iXXX bewältigen und es dem kunden einfach und zuträglich machen.

    deutsche unternehmen können und verstehen das nicht - IHR habt's aber drauf. ob mensch das wirklich braucht

    > das wäre eine frage wert.
    (ist aber müßig und ob eures erfolges obsolet)

    5 Leserempfehlungen
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    Sie können schon früher ansetzen: mit der iSprung-App zur Fruchtbarkeitsberechnung.

    hej Inter Netter

    YMMD!!!

    der ist sooo gut, dass ich den -einverständnis einfach mal vorausgesetzt- in meinem wortschatz aufnehmen werde.

    Scheint der Abschied von den professionellen Kunden zu sein. Ich warte auf einen neuen MacPro und zitiere Tim Cook. "Wir lassen unsere professionellen Kunden nicht im Stich ..." War wohl nix. Ich koche gerne, wie wär's mit iTopf und iHerd ...

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  • Schlagworte Google | Apple | App | Bluetooth | Design | Smartphone
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