Chromebook Pixel : Google-Notebook soll mit Apples MacBook konkurrieren

Das Chromebook Pixel ist das erste hochwertige Notebook von Google. Ein Nachteil ist das ganz auf die Cloud ausgelegte Betriebssystem Chrome OS.
Das Chromebook Pixel von Google setzt wie seine Vorgänger auf Anwendungen aus dem Netz. © Google Inc.

Google hat am Donnerstag sein neues Notebook vorgestellt. Es heißt Chromebook Pixel und wird die Chromebook-Reihe weiterführen. Außer dem namensgebenden Betriebssystem Chrome OS hat es mit den preiswerten Modellen der Reihe aber nichts mehr gemein. Das neue Modell ist stattdessen ein edles Arbeitsgerät und soll diejenigen ansprechen, die auch ein MacBook von Apple kaufen würden.

Bislang stellten Acer, Samsung, HP und Lenovo die Chromebooks her. Sie waren meist aus Kunststoff und boten gerade ausreichend Leistung für Office-Anwendungen. Google stattet die Chromebooks mit dem Betriebssystem Chrome OS aus. Das basiert auf Linux und setzt ganz auf Anwendungen aus dem Netz. Google stellt dafür viel Platz in der Cloud, also auf Servern im Internet bereit. Das Konzept der Chromebooks ging aber nur teilweise auf. Mitte letzten Jahres waren gerade einmal 200.000 Geräte verkauft. Google hat seine Strategie nun offenbar geändert.

Das bestätigte auch Google-Manager Sundar Pichai auf einem Event in San Francisco. Pichai, der für die Entwicklung der Chromebook-Reihe verantwortlich ist, wagte sogar die Vorhersage: "Die Leute werden dafür das MacBook Air aufgeben."

Das Chromebook Pixel kostet allerdings auch ähnlich viel wie das Apple-Produkt. In der Variante mit Wi-Fi wird es 1.299 US-Dollar kosten und liegt damit bis zu 1.000 Dollar über dem Preis der Vorgänger-Modelle. Für die Variante mit dem Mobilfunk-Standard LTE verlangt Google noch mal 150 Dollar mehr. Zum Vergleich: Ein neues Apple MacBook Air kostet je nach Ausstattung etwa tausend bis 1.400 Dollar.

Ein Terabyte Cloud-Speicher bietet Google an

Google begründet den Preis mit der verbauten Hardware. Die gehört tatsächlich zur Oberklasse. Sowohl der Prozessor als auch der Arbeitsspeicher stehen etwa dem MacBook Air in nichts nach. Der Massenspeicher ist etwas kleiner als bei der Konkurrenz. Viele Daten sollen auf dem Speicher des Chromebook Pixel aber eh nicht gespeichert werden. Google stellt für das Notebook drei Jahre lang ein Terabyte Speicher in der Cloud bereit.

Das Gehäuse des Chromebook Pixel ist – anders als bei den Vorgängern – aus Aluminium. Die Komponenten werden nach Angaben von Google in China zusammengebaut.

Eine dieser Komponenten ist ein knapp 13 Zoll großer Touchscreen. Der Konzern macht damit auch Microsoft und Lenovo Konkurrenz. Die haben mit dem Surface Pro und dem IdeaPad Yoga erst vor Kurzem Geräte auf den Markt gebracht, die ebenfalls einen Touchscreen besitzen. Die Idee dahinter ist, die Funktionen eines Notebooks und die eines Tablets zu verbinden.

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Kommentare

23 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Dann macht es wohl keinen Unterschied.

Ich weiß nicht, warum man nicht auch auf einem Ultrabook jedes der genannten Betriebssysteme betreiben können sollte. Linux und Windows kann man leicht, OS X mit ein wenig Pc Kenntnis installieren.

Der Unterschied ist ganz einfach: Wenn ich an einem Apple PC mit Apple Betriebssystem arbeite, dann sind Hardware und Software perfekt aufeinander abgestimmt. Daher macht es eigentlich kaum Sinn Windows auf ein Macbook zu spielen, auch rein wirtschaftlich.
Ich fand auch z.B. immer das Touchpad eines MacBooks unter Windows sehr nervend. Am Ende ist es doch sehr auf das eigene Betriebssystem und eben nicht Windows oder Ubuntu ausgelegt.

Ich wusste selbst nicht, wie ich das Ultrabook am besten beschreiben sollte. Der Punkt ist einfach, dass man am Markt nicht an einen Hersteller gebunden ist, riesige Auswahl hat und viele Geräte z.B. auf Ubuntu abgestimmt sind. Das macht das System Ultrabook flexibel und wandelbar.

Nun ja...

"Ich weiß nicht, warum man nicht auch auf einem Ultrabook jedes der genannten Betriebssysteme betreiben können sollte. Linux und Windows kann man leicht, OS X mit ein wenig Pc Kenntnis installieren."

Bitte zeigen Sie mir bitte ein einziges Ultrabook, auf dem Sie Mac OS X funktionsfähig installieren können. "Proofs of Concept", bei denen nicht einmal die Maussteuerung oder der USB-Zugriff funktionieren, zählen nicht.

Fakt ist, dass auf MacBoiok Pro und MacBook Air die meisten unterschiedlichen OS installiert und mit Software, wie z.B. Parallels, sogar parallel (!) betrieben werden können. Das Ultrabook, auf dem Windows, Mac OS X und Ubuntu zeitgleich laufen, muss erst noch erfunden werden.

Vor 6 Jahren

gab es sognenannte UXGA Bildschirme mit 1600x1200 Pixeln, das waren fast so viele wie bei Full HD sind. Desweiteren war das Format 4:3 besser geeignet zum schreiben und surfen.
Dann kamen die Firmen auf die Idee, Breitbilschirme mit 16:10 einzuführen (die wohl Konsumenten wie Sie auch noch kauften), wodurch die Bildschirmfläche schlagartig sank und mit ihr auch die schönen Auflösungen mit vielen Pixeln in der Höhe (Ausnahmen waren noch die (seltenen) WUXGA Bildschirme mit 1920x1200). Nichstdestotrotz, die Bildschirmfläche wurde kleiner und das Format ungünstiger zum surfen und schreiben.
Mit Einführung der Umlabelung von Laptops in Ultrabooks (nichts anderes ist das) wurden auch noch die 16:9 eingeführt, wodurch die Käufer noch weniger Bilschirmfläche pro Zoll bekamen und die Auflösungen mit 1368x768 ihren Tiefpunkt erreichten. Die 16:10 Bildschirm mit WUXGA sind inzwischen dank dem Full HD Müll vollkommen aus dem Mediamarkt verschwunden.
Inzwischen haben die neuen Handys auf einem Neuntel(!) der Fläche der "Ultrabooks" bereits FUllHD und Sie feiern die FUll HD Bildschirme der Ultrabooks als großartig?
Schuld an der Bilschirmmisere im PC Bereich ist aber auch Windows, da die es nie geschafft haben, eine Auflösungsunabhängige UI zu entwickeln wie Android.
Mein Nexus 10 hat 2560x1600 auf 10", warum nicht dergleichen auch in den gängigen "Ulatrabooks"? FullHD ist nur ein billiger Abklatsch der hohen AUflösungen und Apple wird hier zurecht dicke wegfahren.

Beispiel.

Ein Freund von mir hat OS X auf seinem Lenovo Ultrabook laufen. Es war wol ein wenig Arbeit, aber es läuft wie dafür gemacht, inkl. Maussteuerung und USB Zugriff natürlich.

Ich habe das ganze noch nie ausprobiert, daher kann ich dazu nicht wirklich viel sagen. Aber es schint zu funktionieren und das Internet gibt zu solchen Problemen bestimmt viel her.

Da ich mich noch nie mit der Apple Soft- & Hardware auseinander gesetzt habe und auch noch nie ein Macbook zuhause hatte, war mein Schluss, dass es nicht so wandelbar ist, wahrscheinlich etwas voreilig.

Können wir uns einfach daurauf einigen, dass das Google Ding aus dem Artikel Unsinn ist, da es schon bessere Systeme zum gleichen/geringeren Preis gibt? :D

Fehlendes Wissen und Ultrabook

Ich habe eindeutig nicht so viel Wissen von Bildschirmen wie Sie. Dennoch verstehe ich nicht, was Sie an den Bildschirmen der MacBook Air Serie oder der höherklassigen Ultrabooks (Notebooks) auszusetzen haben. Ich finde die Auflösung völlig ausreichend.

Sie scheinen allgemein nicht mit der Entwicklung in der PC Branche einverstanden zu sein. Das hat aber wenig mit Ultrabooks zu tun, weil diese einfach nur ein Abklatsch des Machbook Air sind, sondern mit Microsoft und dem unflexiblen Windows Betriebssystem. Ich habe vorher eine Reihe an Notebooks besessen, aber ich muss sagen, ich war noch nie so zufrieden wie mit dem Asus Gerät hier. Es ist leicht, dünn und die Leistung ist dem Preis völlig angemessen.

Spiele und Filme sehen hierauf einfach wahnsinnig gut aus und mich stört das Format auch nicht. Mein Jahrgang ist damit vielleicht auch ein wenig aufgewachsen.

Was Sie zur Variabilität der Auflösung sagen, ist natürlich völlig richtig. Aber das liegt nunmal an Windows und ist kaum zu beheben.

Das mit der Umlabelung von Note- zu Ultrabooks ist natürlich richtig. Die Unterschiede sind so groß wie zwischen den zwei Macbook varianten ( va. Bauweise & Grafikkarte) und Intel hat wohl versucht diese Kategorien irgendwie schärfer zu trennen.

Dass der neue Name keine riesige Entwicklung bedeutet, macht das Ultrabook nicht zu Müll. Ich brauchte einfach ein kleines, leichtes und leistugnsstarkes Laptop und für meinen Einsatz ist es eifnach optimal.

"Ich finde die Auflösung völlig ausreichend."

Klar, sonst wären die Dinger schon längst wieder verschwunden. Leider führst das aber zum Teil auch daher, dass die Konsumenten gar nichts anderes kennen (vgl. Auflösungen beim Handy bis zur Einführung vom Iphone 4 mit "Retina" Displays).

"Sie scheinen allgemein nicht mit der Entwicklung in der PC Branche einverstanden zu sein."
Richtig, siehe Windows 8 und heutige Hardware. Ziehen wir als Referenz mal das Jahr 2006(!) zu Rate.

Hier mal zwei Laptops von damals IBM:
http://img2.zdnet.com.cn/...
das besagte Notebook T60p mit 15" UXGA Auflösung, 4:3 Format und Magnesium Body.
http://electroplaza.be/wp...
Das zweite ist das X61 in der Größe des MacBook Airs. Alle Modelle haben gemeinsam, dass der Bildschirm bis zum Rand geht(!) und beim X Modell sogar die Tastatur.
Die Schwarniere ist ist oldschool, wodurch der Bildschirm näher beim Betrachter ist und größer wirkt. Mit SSD startet mein Linux in 20 Sekunden(!)

Wenn ich davon ausgehe und betrachte, was heute auf dem Markt ist, dann erfüllt heute nach 6 Jahren KEIN Laptop mehr diese Kriterien. Außer HDD-Größé und Prozessorleistung hat sich kaum was verändert (ggf. etwas die Helligkeit der Bildschirme).
Das Googlebook wäre hier das erste, was design - und hardwaretechnisch wieder in diese Richtung geht.

Klar kann man die Laptops heute benutzen, aber Optimum? Und das nach 6 Jahren Stagnation im Vergleich zum Handy?