Tablet-Test : Ein Computer zum Falten

Das IdeaPad Yoga 11 ist ein Mix aus Tablet und Notebook. Dafür musste Hersteller Lenovo aber etliche Kompromisse eingehen, wie sich im Test zeigt.

Beim ersten Mal kostet es noch Überwindung. Damit ich das IdeaPad Yoga 11 von einem normalen Laptop in einen Tablet-Computer verwandeln kann, muss ich den Touchscreen einmal komplett umklappen – ein normales Notebook würde das nicht überleben. Doch der Lenovo-Rechner ist flexibel. Nichts bricht, nichts wackelt. Nach wenigen Handgriffen liegt auf meinem Schoß ein ziemlich großer, etwas klobiger Touchscreen.

Lenovo hat mit dem IdeaPad Yoga 11 ein Zwitterwesen gebaut, das die Vorteile zweier Gerätegattungen in einem Gehäuse vereinen soll: Dank Tastatur und Touchpad können Nutzer bequem Texte tippen, Fotos bearbeiten und über detaillierte Websites navigieren. Dank Touchscreen blättern sie aber auch zurückgelehnt durch die Fotosammlung oder starten Youtube-Videos. Möglich macht das Windows 8, das neue Betriebssystem von Microsoft, das auch die Bedienung per Fingerzeig erlaubt.

Damit der Yoga-Rechner so beweglich ist, hat Lenovo ihn mit Doppelscharnieren ausgestattet. Diese sind sehr stabil. Egal in welchem Winkel sie stehen: Der Bildschirm wackelt kaum. Damit lässt sich der 11,6-Zoll-Bildschirm auch als eine Art Mini-Fernseher nutzen, den Bildschirm kann man entweder wie ein Zelt aufstellen oder auf der Tastatur ruhen lassen und Youtube-Clips oder den Tatort aus der Mediathek schauen.

Die Windows-8-Oberfläche mit ihren typischen Kacheln lässt sich flüssig bedienen. Auf dem Bildschirm surfe ich entspannt im Netz und blättere durch meine Fotos. Videos sehen auf dem XXL-Display klasse aus. Im Vergleich zu anderen Tablet-Computern ist das IdeaPad Yoga allerdings klobig und schwer – es misst fast zwei Zoll mehr als die vierte iPad-Generation und wiegt doppelt so viel. In einer Hand kann ich das Gerät nicht lange halten. Aber die Tastatur dient als eine passable Stütze, um das Gerät im Zug oder auf dem Bett ohne Verrenkungen bequem zu positionieren.

Für ein Notebook ist das IdeaPad Yoga dagegen vergleichsweise leicht und kompakt. Trotzdem ist die Tastatur groß genug, um nicht dauernd auf die falschen Buchstaben zu tippen. Einen Punktabzug gibt es allerdings, weil im Büro-Programm Word die Buchstaben mit einer kleinen, aber merklichen Verzögerung auf dem Bildschirm erscheinen. Liegt das an der Prozessorleistung? Lenovo konnte das Problem nach eigenen Angaben nicht nachvollziehen. Zudem verschluckt die Tastatur bei Schnelltippern häufig Doppelbuchstaben.

Punkten kann das Gerät mit den Schnittstellen. Anders als etwa das iPad hat das IdeaPad Yoga zwei USB-Ports, an die ich etwa eine Maus oder externe Festplatte anschließen kann – fast wie bei einem Büro-Rechner. Außerdem gibt es einen SD-Slot für Speicherkarten und einen HDMI-Anschluss zur Übertragung des Bildes auf den Monitor oder Fernseher.

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Kommentare

8 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Einiges habe ich auch noch vermisst...

... z.B.
gibt es das auch in verschiedenen Gehäusefarben, damit ich das mit meiner Schreibtischgarnitur abstimmen kann?
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Wie lassen sich die Bildschirmhintergründe einstellen, ich bevorzuge da die Fotos vom letzten Urlaub,
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lässt sich der Screen so abdunkeln, das mein Partner dabei schlafen kann.....
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Alles im allen aber ein ausnehmend informativer Beriecht über ein technischen Gerät.
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Meint
Sikasuu
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Ps. Die Tastaturprobleme sind natürlich sehr spannend, das könnte wohl mit der Signal-Laufzeit im Klappmechanismus zu tun haben, oder mit der Einstellung der Tastatur.
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Sollen mal die Windowstechniker was zu sagen:))

Mein Senf..

Dieses Apple bashing ist doch lächerlich ..zeugt nur von wenig Selbstvertrauen.
Das iPad mit diesem Gerät zu vergleichen hinkt allerdings etwas. Was soll ich mit einer ans iPad angeschlossenen Maus, oder einer Festplatte?
Dafür ist es einfach nicht gedacht. Und das ist gut so.
Wenn jemand unbedingt sein 5 1/4" Floppy anschliesen oder Software aus zweifelhaften Quellen ziehen möchte, erst Tools installieren muss um dann... ist Apple nicht die Wahl.

[...]

Gekürzt. Danke, die Redaktion/mo.