Canonical hat mit dem neuen Ubuntu ein Betriebssystem entwickelt, dass auf allen Geräten laufen soll, seien es Desktop-PCs, Smartphones, Media-Center oder eben Tablets. Das bedeutet, dass sich das gleiche Betriebssystem verschiedenen Geräten anpasst. Wird an das Tablet eine Tastatur und eine Maus angeschlossen, erscheint eine leicht veränderte Bedienoberfläche, die auf den Desktop abgestimmt ist. Schließt man das Tablet an einen großen Bildschirm an, wird es zum Media-Center.

Davon profitieren auch Entwickler. Denn sie brauchen künftig nur noch eine App zu entwickeln. Für die Anpassung der Programme sorgt der Linux-Kernel. Auf dem Kernel sind alle Informationen über das jeweilige Endgerät hinterlegt. Ubuntu passt die Programme dann entsprechend an.

Erscheinen wohl erst 2014

Canonical hat unter Ubuntu viele Funktionen gebündelt. Bis die ersten Tablets mit Ubuntu auf den Markt kommen, könnte aber noch viel Zeit vergehen. Der Code für Ubuntu Phone soll mit der neuen Ubuntu-Version 13.10 kommen. Die ist für Oktober 2013 angekündigt. Wann die Tablet-Version fertig wird, konnte Canonical-Chef Mark Shuttleworth noch nicht sagen. Realistisch scheint ein Termin Anfang 2014 zu sein.

Gegenüber TechCrunch sagte Shuttleworth, Canonical habe bereits einen Partner im Silicon Valley gefunden, auch erste Hersteller hätten Interesse bekundet, mit Vertriebsfirmen in den großen Märkten Europa, Nordamerika und China sei man in Verhandlungen. Genaueres will Shuttleworth erst im März 2013 verkünden.

Es bleibt damit die große Frage, ob die aktuell überzeugenden Features nicht 2014 schon wieder veraltet sind. Das trübt allerdings nicht die gute Nachricht, und die heißt: Es wird in naher Zukunft ein mobiles Betriebssystem geben, dass auf freie, offene Software baut. Für die Nutzer ist das ein Gewinn.