SchadenersatzklageUS-Gericht reduziert Strafe von Samsung an Apple

Für Apple ist es eine deutliche Niederlage im Patentstreit mit Samsung: Ein US-Gericht hat dem Konzern fast die Hälfte der Schadenersatzzahlungen wieder abgesprochen.

Ein Apple-Laden in Shanghai

Ein Apple-Laden in Shanghai  |  © Aly Song /Reuters

Der koreanische Technologiekonzern Samsung muss im Patentstreit mit Apple deutlich weniger Schadenersatz zahlen. Das Bezirksgericht im kalifornischen San José erklärte fast die Hälfte der im vergangenen Jahr verhängten Strafe in Höhe von 1,05 Milliarden Dollar für ungültig. Statt mehr als einer Milliarde Dollar hat Apple demnach nur noch Anrecht auf knapp 600 Millionen Dollar (400 Millionen Euro).

Der US-Technologiekonzern hatte von Samsung ursprünglich 2,75 Milliarden Dollar Schadenersatz gefordert, weil die Südkoreaner das Design seiner iPhones und iPads illegal kopiert haben sollen. Samsung wies die Vorwürfe zurück. Die Geschworenen eines Gerichts in Kalifornien gaben Apple im vergangenen August fast auf ganzer Linie Recht. Apple bemüht sich seitdem um ein Verkaufsverbot für eine Reihe älterer Samsung-Telefone.

Anzeige

Die zuständige Richterin in San José, Lucy Koh, befand, die Geschworenen hätten bei mehreren Samsung-Geräten Fehler bei der Berechnung der Schadensumme gemacht. Koh ordnete einen neuen Prozess an, in dem über Schadenersatz für 14 Geräte entschieden werden soll. Bei weiteren 14 Modellen ließ die Richterin die Schadenersatzsummen unverändert.

Weltweiter Streit um Marktanteile

Apples Antrag, die Schadenersatz-Summe angesichts mutwilliger Patentverletzung zu erhöhen, wies die Richterin ab. Bei vorsätzlichen Verstößen kann die Summe theoretisch verdreifacht werden.

Apple und Samsung kämpfen um Marktanteile bei Smartphones und Tablets und versuchen auch weltweit, sich mit Patentverfahren Vorteile zu verschaffen. Beide Konzerne kontrollieren zusammen die Hälfte des weltweiten Smartphone-Markts.

Nach dem Urteil gaben Apple-Aktien an der New Yorker Börse 2,5 Prozent nach.
 

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. fast im iMer.

    3 Leserempfehlungen
  2. ... Handy ausschalten.

    Wahrscheinlich hat Apple deshalb ein Handyverbot eingeführt: :-)

    [...]
    Gekürzt. Bitte verzichten Sie in den Kommentarbereichen auf jegliche Form von Werbung. Auf Ihr privates Blog können Sie in Ihrem Profil einen Hinweis platzieren. Danke, die Redaktion/jk

    • Lefty
    • 02. März 2013 11:15 Uhr

    Ihr Artikel ist zwar hilfreich,doch geht es hier im Grunde um aufgebauschte "Peanuts".Vieleicht sollte der Eine seine Produkte in runder Form anbieten,der Andere halt in quadratischer Form....

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ..oder wessen Artikel sprechen Sie da nur?

    • lufkin
    • 02. März 2013 11:35 Uhr

    Kommt eigentlich nicht überraschend.
    Die so gerne medial verwursteten Rekordstrafen in den USA stammen meist aus Geschworenenverfahren und werden von der Jury festgesetzt. In der Berufung ist dann nur noch ein Richter, ohne Jury, zuständig und die Strafe wird auf ein "verhältnismäßiges" Niveau reduziert.

  3. dass Apple seit Jahren die Designs von BRAUN-Geräten kopiert bzw adaptiert hat. Das juckt anscheinend niemanden.

    4 Leserempfehlungen
  4. runter mit dem Apple Konzern

    Eine Leserempfehlung
  5. Wie es Apple schafft, trotz solcher unappetitlichen Praktiken der Konkurrenz gegenüber immer in der Öffentlichkeit als cool, sympathisch und hipp rüberzukommen, ist eine ordentliche Leistung seines Marketings.

    Ich werde aus Prinzip auf Samsung umsteigen. Die Geräte sind sowieso das gleiche - wurde ja gerichtlich festgestellt ;)

    Eine Leserempfehlung
  6. 8. Nein'

    Er hat sich mit Puts eingedeckt.

    Antwort auf

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, nf
  • Schlagworte Samsung | Apple | Recht | Design | Dollar | Euro
Service